Sharp Aquos LC-60LE635E getestet: riesiger Fernsehspaß zum Schnäppchenpreis

Ein 60-Zoll-Fernseher für das Wohnzimmer? Da kommt echtes Kino-Feeling auf – aber eins, das vermeintlich unbezahlbar ist. Allerdings sind die Preise von Riesen-TVs signifikant gefallen. Wir haben deswegen einen wirklich preiswerten Großbild-Fernseher mit 152 cm Bilddiagonale im Praxiseinsatz getestet. Der Sharp ist zwar bereits seit Ende letzten Jahres zu haben, aber inzwischen ist er bereits für um die 1300 Euro zu haben. Ein echtes Schnäppchen oder großer Mist? Wir haben es getestet.

Full-HD-Fernseher mit 46 Zoll Bilddiagonale gibt es ja heute schon des öfteren für wirklich kleines Geld. Wer ein noch größeres Bild genießen will, der musste bislang tief in seine Taschen greifen. Von Sharp gibt es aber schon seit einiger Zeit eine echte Spar-Alternative: der LC-60LE635E mit einer fürstlichen Bilddiagonale von 152 Zentimetern (60 Zoll) hat eine UVP von 1799 Euro. Bei Preisvergleichsdiensten im Internet hat dieses Gerät inzwischen sogar schon die Schallmauer von 1300 Euro nach unten durchbrochen. Doch kann so ein Schnäppchen wirklich was taugen oder ist es sein Geld nicht wert? Vor diesem Test waren wir noch sehr skeptisch!

Ohne 3D, aber erfreulicherweise mit mattem Display

Für so einen echten Kampfpreis darf man natürlich kein Wunder in Form einer Kinofilm-Wiedergabe in 3D erwarten, aber ansonsten hat der Sharp doch einiges zu bieten. Dies beginnt bei einem integrierten Mediaplayer zur Wiedergabe von Musik, Fotos und Videos aus einem USB-Stick oder aus einem DLNA-Heimnetz und reicht über einen integrierten Internetzugang bis hin zum Anschluss eines USB-Sticks als Zwischenspeicher für den Timeshift-Betrieb und einer SD-Karte als Speicher für einen Video-Downloaddienst aus dem Internet.

Das Full-HD-Panel mit 1920 mal 1080 Pixeln ist zwar nicht für die 3D-Wiedergabe ausgelegt, aber im Gegensatz zum manch anderem wesentlich teureren Fernseher hat dieses Gerät eine matte Displaybeschichtung und sorgt so für eine deutliche Reduzierung von Lichtreflexionen eines Fensters oder einer Wohnzimmer-Stehleuchte neben der Couch. Der schwarze Displayrahmen glänzt zwar, aber mit nur 25 mm Breite kann er für ein so großes Gerät durchaus noch als dezent bezeichnet werden. An den Seiten und oben ist das Display etwa 25 mm schlank – lediglich an der rechten Seite gibt es unten einen Bereich mit 14 cm Höhe, der etwa 10 mm dicker aufträgt. Er enthält sieben Tasten zur schnellen Direktbedienung Fernsehers (Power, Menü, Input, Kanalwechsel, Lautstärkeregelung). Zur Gerätemitte hin wird der Sharp etwas dicker, weil er dort die Anschaltefelder für diverse Buchsen sowie die Bordelektronik wie Tuner, Netzteil und mehr enthält.

Selbst an der dicksten Stelle noch 72 mm schlank

Ganz in der Mitte ist der Sharp nochmal verstärkt, weil sich dort vier Schraubgewinde für eine VESA-Wandhalterung befinden. Am stärksten trägt das Gerät unten auf – in der Mitte etwa 65 mm, weil dort der 535 mm breite und 333 mm tiefe Standfuß fixiert wird. Links und rechts daneben befinden sich noch zwei 25 cm breite Zonen, bei denen der Sharp dann 72 mm dick ist. Darin ist jeweils ein immerhin 150 mal 32 mm großer Lautsprecher untergebracht worden. Schade ist allerdings, dass die Lautsprecher nur nach unten abstrahlen und dadurch etwas dünn klingen. Vor allem die Bässe sind für ein Gerät mit dieser Display-Diagonale doch etwas mager, aber von einer Audioleistung mit zweimal 10 Watt darf man auch keine Wunder erwarten. Immerhin lässt sich aber im Soundmenü eine ganz nett klingende Raumklangsimulation zuschalten. Wer jedoch echtes Kinofeeling genießen will, wird nicht umhin kommen, sich ein separates Surround-Sound-Lautsprechersystem zu gönnen. Schade ist, dass der Tischfuß nur eine starre Aufstellung erlaubt und sich nicht drehen lässt, aber diese kleine Manko kann man bei einem so großen Fernseher in dieser Preisklasse wirklich schlucken.

Zum Auspacken und für die Montage des Tischfußes am Panel sind unbedingt zwei Personen erforderlich. Zunächst müssen die zwei Metallstützen mit je vier Schrauben im Ständersockel fixiert werden und dann wird der komplette Ständer über vier weitere Schrauben mit dem Display verbunden. Hierzu sollte das Panel laut Bedienungsanleitung mit der Displayseite nach unten auf eine Ablagefläche (natürlich auf eine weiche Decke) gelegt werden und am Rand sollte nach unten mindestens 15 cm Platz bleiben. Dieses Procedere könnte allerdings problematisch werden, weil ja viele Wohnzimmertische kleiner als das 1383 mal 838 mm große Display sind und weil eine Couch oder ein Bett bei Belastung nachgibt – das Display könnte damit unter Umständen in der Mitte eine Druckbelastung abbekommen. Im Test hat eine andere Methode ganz gut funktioniert, bei der aber noch eine dritte Person zur Sicherung erforderlich ist. Hierzu stellt man den Tischfuß auf den Boden und setzt dann vorsichtig zu zweit das Panel auf, während eine dritte Person für die „Zielführung“ der Stützen ins Panel und fürs Festschrauben der Stützen am Panel zuständig ist.

Wer am Sharp noch eine Spielekonsole wie die Wii per Scart-Kabel betreiben möchte, muss damit leben, dass der entsprechende Stecker unschön aus der Rückwand nach hinten herausragt oder sollte sich einen entsprechenden Winkelstecker besorgen. Dies gilt auch für die acht in der Rückwand befindlichen Cinch-Buchsen, die RS-232-Buchse und die VGA-Monitor-Buchse. Alle anderen Schnittstellen sind nach unten geführt (zwei mal USB, Ethernet, Sat-Antenne, terrestrische Antenne, optischer Digitalaudio-Ausgang, Audioeingang für HDMI2 bzw. PC) oder weisen zur Seite (SD-Karten-Slot, Kopfhörer, USB, vier mal HDMI, Common Interface). Erfreulicherweise sind die seitlichen Schnittstellen mit 19 cm Randabstand so weit innen, dass keine Kabel unschön aus dem Gerät heraus ragen.

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