Der DLA-X70RBE von JVC wurde vom Hersteller mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 6999 Euro auf dem Markt eingeführt – und für viel weniger bekommt man ihn auch bei der Suche über deutsche Preisvergleichsdienste nicht: Man legt mindestens 6990 Euro auf den Ladentisch, wenn man Geizhals und Idealo glaubt.

Design und Ausstattung

Der JVC DLA-X70 ist ein großes, schweres Gerät, das 45,5 mal 17,9 mal 47,2 Zentimeter misst und 15,4 Kilogramm wiegt. Seine klaren Linien und das schwarzen Oberflächen-Finish sorgen aber dafür, dass er weniger aufdringlich wirkt, als die Daten vermuten lassen.

Dieser Projektor ist auch für uns etwas Neues, denn er ist ein 4K-Beamer. Das bedeutet, dass er nicht wie die meisten anderen Vertreter seiner Art mit Full-HD (1920 mal 1080 Pixel) arbeitet, sondern eine maximale Ausgabeauflösung von 3840 mal 2160 Bildpunkten erreicht – also das Doppelte in beiden Dimension oder eine Vervierfachung insgesamt. Also muss man auch hinzufügen, das auch dieses teure Gerät noch kein nativer 4K-Beamer ist; die 4K-Auflösung erreicht er nur durch eine Art Interpolation (vom Mangel passenden Quellmaterials mal ganz abgesehen).

Der JVC DLA-X70 ist ein gewaltiger schwarzer Klotz mit fast einem halben Meter Kantenlänge, knapp 20 cm Höhe und einem Gewicht von über 15 kg.
Der JVC DLA-X70 ist ein gewaltiger schwarzer Klotz mit fast einem halben Meter Kantenlänge, knapp 20 cm Höhe und einem Gewicht von über 15 kg.

Seine drei D-ILA-Panels (JVCs Version eines LCoS-Panels) arbeiten folgerichtig mit der ganz normalen Full-HD-Pixelzahl. Die effektive höhere Auflösung wird erreicht, indem die Panels doppelt genutzt werden und das Bild elektronisch um etwa ein halbes Pixel diagonal versetzen (0,71 Pixel, wenn unsere Rechnung stimmt) – und das 120 mal pro Sekunde (bei 60 Hz). JVC nennt das Ganze E-Shift-Technologie. Mit nativen 4K-Inhalten kommt der DLA-X70 jedenfalls nicht klar; er nutzt diesen technischen Trick lediglich, um Full-HD-Inhalten aufzupolieren und zu glatteren diagonalen Kanten und gewölbten Ecken zu verhelfen.

Die Installation und Einstellung des Geräts gestaltet sich sehr einfach und komfortabel. Letzteres nicht zuletzt aus dem Grund, weil alle wichtigen Funktionen – Zoom, Fokus sowie horizontaler und vertikaler Lens Shift – motorisiert sind. Selbst die Linsenabdeckung öffnet sich automatisch, wenn der Beamer angeschaltet wird, und schließt sich ebenfalls automatisch beim Abschalten.

Der Kaufpreis des Projektors schließt allerdings nicht das für den 3D-Betrieb nötige Zubehör ein. Dafür braucht man einen 3D-Sync-Sender (JVC PK-EM1, Marktpreis ab 69 Euro), der an den Projektor angeschlossen wird, sowie eine oder mehrere 3D-Brillen. Bei den Brillen hat man zwei Versionen zur Auswahl: Man kann zu einem Modell mit Wegwerf-Knopfzellen (JVC PK-AG1-B, Marktpreis ab 139 Euro) greifen oder mit der Modellvariante JVC PK-AG2-B (Marktpreis ab 119 Euro) eine Brille mit integriertem Akku wählen, der über das mitgelieferte USB-Kabel aufgeladen wird.

2D-Performance

In diesem Lampenmodus startet der Projektor auch. In der Praxis bedeutet das, dass die Lampe nur mit 160 Watt arbeitet. Im Modus „High“ wird sie mit vollen 220 Watt beschickt, was das Betriebsgeräusch des Lüfters erhöht und die Lebensdauer der Lampe verringert. Grundsätzlich ist der „Normal“-Modus völlig ausreichend und sorgte in unserem abgedunkelten Testraum für mehr als genug Helligkeit. Wenn man den Beamer im 3D-Modus betreibt, geht er übrigens automatisch in den „High“-Modus. Laut Herstellerangaben soll die Ultra-Hochdruck-Quecksilberlampe eine Lebensdauer von rund 3000 Stunden haben – wenn der Projektor im „Normal“-Lampenmodus betrieben wird.

Im „Normal“-Modus ist der DLA-X70 zudem extrem leise; JVC gibt das Betriebsgeräusch mit nur 20 Dezibel an. Subjektiv betrachtet wird das Arbeitsgeräusch des Lüfters durch die massive Bauweise des Projektors noch zusätzlich gedämpft.

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