Leistung

Der 1,3 GHz schnelle Single-Core-Prozessor des 808 ist nicht gerade die schnellste Smartphone-CPU, die derzeit zum Einsatz kommt – andere Hersteller bringen bei quasi gleicher Taktfrequenz gleich vier Rechenkerne in ihrem Smartphone unter. Aber es kommt ja auch nicht auf die Leistung laut Datenblatt an, sondern darauf, wie gut das Handy reagiert. Und in diesem Punkt können wir uns nicht beschweren. Das Nokia reagiert flott auf Nutzereingaben und nervt nicht mit Hakeln und Ruckeln, und die 512 MByte Arbeitsspeicher scheinen genau die richtige Menge zu sein, um flottes Arbeiten zu ermöglichen – selbst im Multitasking, also mit mehreren gleichzeitig laufenden Anwendungen.

Sicherlich kommt es der Gesamtleistung zu Gute, dass Nokia der Kamera einen expliziten Bildprozessor spendiert hat und die CPU sich nicht um die Bearbeitung der Fotos kümmern muss.

Die 1400 mAh starke Batterie im Inneren hält so lang, wie die Akkus anderer Smartphones auch. Bei intensiver Nutzung kommen wir über den Tag, mehr aber auch nicht. Wer aber nach einem Büro-Arbeitstag noch ins Nachtleben durchstarten will und dort plant, die 808-Kamera häufig einzusetzen, ist gut damit beraten, einen zweiten Akku oder ein externes Ladegerät mitzubringen.

Fazit

Kurz und knapp: Eine so gute Kamera ist uns in einem Handy noch nie untergekommen. Was Nokia in diesem Punkt geleistet hat, verdient wahrlich Respekt.

Allerdings sind Smartphones wie das iPhone 4S, das Samsung Galaxy S3 oder das HTC One X auch nicht aufgrund ihrer vergleichsweise guten Kameras so erfolgreich, sondern weil das Gesamtpaket stimmt. Hier steht dem PureView das Symbian-Betriebssystem im Weg. Es ist zwar inzwischen auch ausgereift und auf hohem Niveau, aber es mangelt an Apps. Würde Android auf dem 808 PureView laufen, wäre es ein Kassenschlager.

So ist es kein Gerät für die Masse, sondern eins für diejenigen, denen eine gute Kamera wichtiger ist als die typischen Smartphone-Funktionen. Wer eine Kamera sucht, die Telefonieren kann, ist hier genau richtig – und für ein paar kurze Ausflüge ins Internet reicht es auch noch.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Schon im Test: Nokia 808 PureView Kamera-Handy mit 41-Megapixel-Kamera

  • Am 19. Juni 2012 um 01:48 von 1911

    PureView
    Schöner Bericht. Etwas haben Sie aber übersehen, und zwar hat man die volle Funktionsviefalt der Kamera auch wenn die Tastensperre an ist und man die Kamera durch drücken des Auslösers aktiviert – man kann oben genauso zwischen Automatisch, Szenen und Kreativmodus wählen. Außerdem steht Symbian den anderen Systemen in nichts nach – im Gegenteil.

  • Am 22. Juni 2012 um 00:23 von Matze

    Schade lieber Redakteur
    Wieder einmal fehlt der Hinweis auf den FM Transmitter und die außerordentlich gute und kostenlose Navigation.
    Apps,die mir fehlen und die meine Freunde auf iOS und co nutzen sind mir nicht bekannt.
    Auch wäre mir neu,dass das N8 ein abgerundetes Display hat.

    Wichtig zu erwähnen wäre allerdings der mangelnde Zugriff auf die Daten der Fotos aus der Galerie heraus. Das klappte beim N8 deutlich besser und hier sollte Nokia schleunigst nacharbeiten

  • Am 24. Juni 2012 um 17:59 von Frank

    Unterschätztes Nokia Belle
    Das 808 ist weit mehr als eine Kamera, mit der man telefonieren kann. Es bringt die typischen Smartphone-Funktionen mit und verfügt darüberhinaus über eine kostenlose weltweite Navigation mit Offline-Karten (gibt es bei Apple, Android und Co. nur gegen Aufpreis). Außerdem besitzt es ein UKW-Radio, einen mp3- und Video-Player und ist über seinen Internetbrowser auch in der Lage, Flash-Seiten aufzurufen. Wer andere Smartphones kennt, wird auch die längere Akkulaufzeit des Symbian-Systems zu schätzen wissen.

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