Surface: Microsoft bringt im Herbst Tablets mit Windows 8

Microsoft Surface Tablet for Windows RT

Gestern hat Microsoft seine Antwort auf das iPad vorgestellt – immerhin gut drei Jahre nach dessen Start: Unter dem Namen Surface sollen im Herbst, zeitgleich mit Windows 8, gleich zwei Modelle auf den Markt kommen. Die „kleinere“ Version, das Surface for Windows RT, ähnelt dabei von der Technik her den aktuellen Android-Tablets: Es gibt ein 10,6-Zoll-Display, das vermutlich die HD-Ready-Auflösung mitbringt: Microsoft sprach hier nur von einem HD-Display, während der große Bruder ein Full-HD-Display hat, also 1920 mal 1080 Pixel bei 10,6 Zoll. Vor allem der Nvidia-Prozessor rückt das RT in die Nähe der Android-Tablets.

Das größere Modell Surface for Windows 8 Pro kommt dagegen mit Notebook-Hardware: Ein Intel-Prozessor vom Typ i5 in der aktuellen Ivy-Bridge-Ausführung schlägt als Herz im Inneren. Das bedeutet, dass wohl alle Windows-Anwendungen auf dem Tablet laufen – aber auch, dass hier wohl ein Lüfter verbaut ist und die Akkulaufzeit wohl nicht in die Nähe des iPads kommen wird. Das kleinere Modell hingegen kann nur Anwendungen starten, die speziell für die Tablet-Ausführung des neuen Windows 8 entwickelt wurden.

Ausstattung und technische Daten Windows Surface Tablet vs. iPad

  Surface for Windows RT Surface for Windows 8 Pro iPad, 3. Generation
Betriebssystem Windows RT (für ARM-Plattform) Windows 8 Pro (für Intel) iOS 5.1.1
Display 10,6 Zoll HD (vermutlich 1280 mal 720) 10,6 Zoll, 1920 mal 1080 9,7 Zoll, 2048 mal 1536
Prozessor Nvidia Tegra Intel Core i5 (Ivy Bridge) Apple A5 (Dual-Core, ARM)
Gewicht 676 Gramm 903 Gramm 652 Gramm
Bauhöhe 9,3 Millimeter 13,5 Millimeter 9,4 Millimeter
Anschlüsse microSD, USB 2.0, Micro HD Video microSDXC, USB 3.0, MiniDisplayPort Micro-SIM, je nach Ausführung
Akku 31,5 Wh 42 Wh 42,5 Wh
Versionen 32 GByte, 64 GByte 32, 64, 128 GByte 16 GByte, 32 GByte, 64 GByte, je mit und ohne UMTS

Zu den technischen Besonderheiten gehört zum Einen das Gehäuse, das auf eine neue Materialverarbeitungstechnik setzt: Eine Magnesiumlegierung, die beispielsweise bereits jetzt bei hochwertigen Notebooks zum Einsatz kommt, wird wie Kunststoff geschmolzen und in eine Form gepresst. Das soll geringes Gewicht und gleichzeitig eine hohe Stabilität ermöglichen. In das Gehäuse ist ein Standfuß integriert, der sich auf der Rückseite ausklappen lässt. Ein weiteres Highlight ist das Touch Cover. Es erinnert etwas an das Active Cover von Apple: Hier wie dort klammert es sich magnetisch am Gehäuse fest und schaltet das Gerät beim Aufklappen ein. Microsoft hat es allerdings geschafft, in der 3 Millimeter dicken Abdeckung noch eine vollwertige Tastatur unterzubringen. Alternativ wird ein Type Cover mit mechanischer Tastatur und Trackpad erhältlich sein.

Zu Preisen und der genauen Verfügbarkeit äußerte sich Microsoft bislang nicht – fest steht nur, dass es zeitgleich mit Windows 8, also im Herbst dieses Jahres, auf den Markt kommen wird – und einen konkurrenzfähigen Preis soll es haben. Wir tippen also auf das iPad-Preisniveau für das kleinere Modell. Eventuell siedelt sich das Gerät auch noch darunter an, da es ja nicht über den größten Kostentreiber des iPad 3 verfügt: das hochauflösende Display.

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