Neues Apple MacBook Air im Test: gleiche Optik, mehr Power unter der Haube

Gleichzeitig mit dem Retina-MacBook hat Apple auch eine neue Generation des MacBook Air vorgestellt. Optisch gibt es keine Unterschiede zum Vorgänger, aber im Inneren arbeitet nun die neue Intel-CPU vom Typ Ivy Bridge – und damit steht dem Gerät mehr Power zur Verfügung. Wir haben getestet, wie sich das in der Praxis auswirkt.

Vor gar nicht langer Zeit war das MacBook Air allein auf weiter Flur – mit seinem extrem flachen und leichten Aufbau und seiner kompromisslos guten Leistung. Inzwischen haben die Konkurrenten nachgezogen und eine neue Produktlinie namens Ultrabook entwickelt, und muss sich das Air gegen verschiedene Geräte unterschiedlicher Hersteller behaupten.

Dazu kommt noch die Tatsache, dass das MacBook Air in der Vergangenheit zweifelsfrei das coolste Notebook aus dem Hause Apple war. Zumindest das ist vorbei, denn das Retina-Display des MacBook Pro hat sich die Krone geschnappt. Dennoch gehört das Air zumindest zu den besten unter den ultradünnen Notebooks – aufgrund seiner erstklassigen Verarbeitung, Leistung und Bedienbarkeit.

Optisch hat sich nichts am neuen Modell geändert. Nur unter der Haube gibt es ein paar vorsichtige Tuning-Maßnahmen. Im Inneren werkelt nun ein Core i5 der dritten Generation von Intel, dazu gibt es USB-3.0- statt 2.0-Ports, eine höher auflösende Webcam (720p) und ein überarbeitetes Ladekabel mit MagSafe-2-Anschluss.

Aufgrund der kleinen Änderungen im Vergleich zum letzten Modell lohnt sich ein Upgrade nicht für diejenigen, die den direkten Vorläufer bereits besitzen. Aber wer noch kein MacBook Air hat oder eines aus der ersten Generation, für den ist jetzt der Zeitpunkt zum Zuschlagen gekommen.

Design

Das Unibody-Alu-Gehäuse des MacBooks ist inzwischen schon fast legendär und hat die Sparte der Ultrabooks überhaupt erst eingeläutet. Einzigartig ist es nun aber nicht mehr, da auch andere Hersteller im ultraflachen Umfeld inzwischen attraktive Notebooks im Angebot haben. Das macht das Gehäuse des Airs zwar nicht schlechter, aber immerhin gibt es jetzt überhaupt Alternativen.

Noch immer gehört das MacBook zu den flachsten Notebooks überhaupt, aber der breite Rahmen um das Display-Panel wirkt nicht mehr so ganz zeitgemäß. Auch um die Tastatur herum gibt es noch ungenutzten Platz – und so könnten wir uns durchaus ein 13-Zoll-MacBook-Air vorstellen, das noch etwas kleiner ist als das aktuelle Modell. Aber wie gesagt, nur dadurch, dass es jetzt auch gute Konkurrenten gibt, wird dieses Gerät nicht schlechter – es gibt aber eben Luft nach oben.


Auch das diesjährige MacBook Air kommt im gewohnt schlanken Aluminium-Unibody-Gehäuse (zum Vergrößern klicken).

Eine weitere Neuerung betrifft übrigens den Ladestecker. Wie gehabt setzt Apple hier auf seine patentierte MagSafe-Technik: Der Stecker wird magnetisch statt mechanisch gehalten, und wenn mal jemand über das Kabel stolpert, löst sich die Verbindung und das Notebook fliegt nicht vom Tisch. Der neue, MagSafe 2 genannte Anschluss ist etwas breiter und flacher als der bisherige und führt das Kabel nun wieder wie vor ein paar Generationen gerade statt seitlich heraus. Optisch gefällt uns der runde Stecker vom Vorgänger besser, aber viel gravierender ist die Tatsache, dass alte Netzteile nun nicht mehr passen. Immerhin gibt es einen etwa 10 Euro teuren Adapter von Apple, mit dem sich alte Netzgeräte weiter verwenden lassen.

Obwohl die Tastatur des MacBooks flacher ist als die der Pro-Serien oder des kabellosen Bluetooth-Keyboards, das Apple bei seinen iMacs mitliefert, tippt es sich auf ihr hervorragend. Sie ist wie gehabt hinterleuchtet, und die Helligkeit passt sich an das Umgebungslicht an. Die ansonsten meist als F-Tasten ausgeführte Reihe oberhalb der Zahlen fungiert als Funktionstasten-Sammlung für Lautstärke, Beleuchtung, zur Steuerung der Medienwiedergabe und so weiter. Die Taste ganz oben rechts, die üblicherweise als Eject-Taste vorgesehen ist, ersetzt beim Air mangels optischem Laufwerk den Ein-Ausschalter. In der Praxis wäre uns ein eigenständiger Knopf für diese Funktion dennoch lieber, weil man beim Tippen gelegentlich einmal versehentlich daraufkommt und sich der Ausschalt-Dialog über das aktive Fenster legt.


Das MacBook Air setzt auf einen überarbeiteten MagSafe-Anschluss, genannt MagSafe 2 (zum Vergrößern klicken).

Das große Multitouch-Trackpad hat den Ruf, das beste Touchpad überhaupt zu sein. Diesem Ruf wird es weiterhin gerecht, da es wirklich perfekt auf Fingereingaben reagiert und vor allem auch Multitouch-Gesten so flüssig und intuitiv umsetzt wie kein anderes Gerät. Zugegebenermaßen trägt daran auch Mac OS X seinen Anteil, das die perfekte Software-Ergänzung dafür ist – Hersteller von Windows-Notebooks haben offensichtlich schlicht nicht so leistungsfähige Schnittstellen ins Betriebssystem, auf die sie setzen können. Auch, wenn bei der Konkurrenz inzwischen ähnlich große Touchpads zum Einsatz kommen, so gut wie beim MacBook sind sie nicht.

Neueste Kommentare 

6 Kommentare zu Neues Apple MacBook Air im Test: gleiche Optik, mehr Power unter der Haube

  • Am 20. Juni 2012 um 21:07 von McNoise

    Wer weniger Geld ausgeben möchte …
    bekommt aber kein OS X … sondern Windows und das ist für so ziemlich alle die OS X lieben- und kennengelernt haben sicherlich keine alternative.

  • Am 27. Juni 2012 um 12:28 von Bernd

    Ethernet
    Ein Laptop ohne Netzwerkanschluß ist ungefähr genauso wertvoll, wie ein Laptop ohne Display. Wer´s denn kauft…

    • Am 13. Juli 2012 um 08:49 von Christian

      AW: Ethernet
      Merkwürdig, ich nutze schon seit mehreren Jahren kein nerviges LAN Kabel mehr. Wieso sollte es unverzichtbar sein, nutzt du kein WLAN? Auch dieser Steckplatz ist genauso verzichtbar wie das optische Laufwerk und in ein paar Jahren wird sich niemand mehr daran erinnern….

    • Am 13. Juli 2012 um 15:21 von Till

      AW: Ethernet
      Du kannst dir ja nen Adapter kaufen, ich finde es auch nicht gut aber es passt halt einfach nicht.

    • Am 13. August 2012 um 22:30 von Robert

      AW: Ethernet
      über einen USB/Ethernet-Adapter ist mein Air so LAN-tauglich wie jeder andere Rechner.

  • Am 16. August 2012 um 13:47 von Mac-Harry.de

    Exzelent
    Seit 2011 arbeite ich mit einem Air. Unterwegs mit 13" und im Büro mit 27". In unserer Firma gibt es keine Netzwerkkabel mehr. Wir haben alles im WLAN. Alles!

    Der Display ist der Hammer. Arbeiten in der Sonne? Kein Problem. Aufklappen, passwort eingeben und los geht’s. Schneller ist nicht.

    Sobald das Air mit Retina kommt, wird es gekauft. Ich freue mich schon darauf.

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