Angetestet: LG Optimus 4X HD mit Hands-on-Fotos

Das auf dem Mobile World Congress vorgestellte LG-Topmodell kommt in Reichweite – es wird in wenigen Wochen auch in Deutschland verfügbar sein. Ein aktuelles Vorserienmodell hinterlässt schon einen guten Eindruck.

Unser erster Kontakt zum neuen LG-Flaggschiff Optimus 4X HD auf dem Mobile World Congress in Barcelona im Februar hat keinen sonderlich guten Eindruck hinterlassen. Der Prototyp, den wir uns näher ansehen konnten, hat nicht besonders gut auf Nutzereingaben reagiert und sich auch nicht nach einem iPhone-Killer angefühlt. Unsere Kollegen von CNET Asia hatten nun die Gelegenheit, ein aktuelles Gerät ausführlich unter die Lupe zu nehmen. Auch wenn es auf uns wirkt, wie ein marktreifes Smartphone, handelt es sich dabei immer noch um ein Vorseriengerät – aber das macht sich ziemlich gut: LG hat eine großartige Arbeit geleistet und kann mit seinem Top-Modell gut gegen die Konkurrenten im Markt antreten.

Das auffälligste Merkmal ist das große 4,7-Zoll-IPS-Display, das HD-ready auflöst – also 1280 mal 720 Pixel. Farben leuchten und stechen förmlich hervor, und es ist nur schwer möglich, die einzelnen Pixel zu erkennen.

Das hochauflösende IPS-Display macht einen guten Eindruck.
Das hochauflösende IPS-Display macht einen guten Eindruck.

Auch die Leistung kann sich sehen lassen. Kein Wunder, schließlich arbeitet im Inneren der aktuelle Vier-Kern-Prozessor Tegra 3 von Nvidia mit einer Taktfrequenz von 1,5 GHz. Dieser Chip steckt auch im HTC One X. Und somit wundern wir uns auch nicht, dass die beiden Geräte in diesem Punkt in der gleichen Liga spielen.

Die Rückseite ist stark texturiert. Es handelt sich dabei um Kunststoff im Leder-Look und erinnert uns an das aktuelle Prada-Phone von LG, allerdings scheint die Fertigungstechnik inzwischen ausgereifter zu sein: Das Material fühlt sich viel hochwertiger an. Außerdem sorgt die Struktur für ordentlichen Grip.

Die Rückseite ist ähnlich strukturiert wie die des Prada-Phones, allerdings wirkt die Verarbeitung hier besser.
Die Rückseite ist ähnlich strukturiert wie die des Prada-Phones, allerdings wirkt die Verarbeitung hier besser.

Die Koreaner haben ordentlich Hand an der Oberfläche angelegt. Es bleibt bei der Eigenentwicklung namens Optimus UI, die nun in der Version 3.0 vorliegt. Die Neuerungen durch Android 4 alias Ice Cream Sandwich wurden auf ein Minimum reduziert – so hat das Unternehmen auch den Menü-Taster beibehalten und verzichtet stattdessen auf den Multitasking-Knopf, den die aktuellen Geräte mitbringen. Eventuell verbaut LG damit seinen Kunden ein Stück Zukunft, denn der Taste wird wohl eine wichtige Funktion zukommen. Derzeit stört das aber noch nicht.

Auf der anderen Seite gibt es auch ein paar echte Highlights in der Software. Der Video-Player hat eine Bild-in-Bild-Funktion, die beispielsweise beim Spulen durch den Clip eine Vorschau zeigt, wo sich der Cursor gerade befindet. Das ist ein extrem praktisches Feature – eigentlich ein Wunder, dass das vorher noch niemand erfunden hat. Außerdem kann man darüber bereits einen Blick auf das nächste Video werfen, obwohl das aktuelle noch läuft.

Obwohl Android 4 eigentlich auf die Menü-Taste verzichtet, baut LG sie noch ein - und verzichtet stattdessen auf den Task Switcher.
Obwohl Android 4 eigentlich auf die Menü-Taste verzichtet, baut LG sie noch ein – und verzichtet stattdessen auf den Task Switcher.

An anderer Stelle hat sich LG am Know-How-Regal von Samsung bedient. Das Gerät bringt eine App namens QuickMemo mit. Ein kleiner Button in der Notification Bar am oberen Rand des Bildschirmes macht einen Screenshot und erlaubt handschriftliche Notizen und Zeichnungen auf dem Display – so wie beim Galaxy Note. Ein Stylus ist beim LG allerdings nicht im Lieferumfang enthalten.

Die Kamera des Prototypen ist vergleichsweise lahm – sowohl beim Aufnehmen von Bildern als auch beim Fokussieren. Aber da es sich hierbei ja nicht um das finale Gerät handelt, wird sich an diesem Kritikpunkt hoffentlich noch etwas tun.

Wie beim Galaxy Note von Samsung sind auch handschriftliche Notizen auf dem Touchscreen möglich.
Wie beim Galaxy Note von Samsung sind auch handschriftliche Notizen auf dem Touchscreen möglich.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Angetestet: LG Optimus 4X HD mit Hands-on-Fotos

  • Am 24. Juni 2012 um 12:44 von Rafael

    Aktualität???
    Hmm, dieser Artikel bringt ja nun überhaupt keine neuen Informationen: Wieso wird hier von einem Gerät, das nun schon seit ein paar Wochen auf dem Markt ist, ein Prototyp getestet? Anderswo wurden schon diverse Tests mit dem fertigen "Endprodukt" durchgeführt, das macht ja wohl deutlich mehr Sinn!!! Man sollte diesen Artikel nochmal neu schreiben, wenn man denn die richtige HW in der Hand gehalten hat…

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