Panasonic HC-X900M: 3D-fähiger Full-HD-Camcorder

Der HC-X900M wird in Sachen Videoqualität und Design den hohen Standards gerecht, die Panasonic-Camcorder in der Vergangenheit gesetzt haben. Ignoriert man allerdings das 3D-Feature, ist der Camcorder lediglich ein verbesserte Version älterer Panasonic-Modelle und alles in allem nicht weit genug überarbeitet, um ein Upgrade zu diesem hohen Preis zu rechtfertigen. Der von Panasonic zugedachten Rolle als Flaggschiff wird der HC-X900M jedenfalls nicht gerecht.

Der HC-X900M wird von Panasonic mit einem Listenpreis von 1199 Euro geführt, ist am deutschen Markt lagernd aber bereits zu Preisen ab 1090 Euro erhältlich.

Design und Ausstattung

Der Panasonic HC-X900M hat ein einfaches, glattes Gehäuse, das angenehm schwer in der Hand liegt und allein dadurch schon professionell wirkt. Leider bedeutet das andererseits auch, dass das Design ziemlich langweilig ist. Das mag zwar ein Pluspunkt sein, wenn man einen seriösen Eindruck machen will, aber insgesamt strotzt der Camcorder nicht gerade vor ästhetischer Anziehungskraft. Und bringt man das optionale 3D-Objektiv an, kann der HC-X900M sowieso jede Hoffnung aufgeben, gut auszusehen.

Der manuelle Fokus-/Zoom-Ring ist ein typisches Highend-Feature von Panasonic und ist auch beim HC-X900M vertreten. Was uns angeht: Je mehr manuelle Bedienelemente es gibt, desto besser. Dieses Feature ist zwar an sich nichts Neues und die meisten Anwender werden die Bedienung sowieso auf „Automatik“ lassen, aber bei einem Flaggschiff-Camcorder ist es schon eine feine Sache, wenn man mittels professioneller manueller Optionen selbst Hand anlegen kann.

An den Menüs oder den Touchscreens des neuen Camcorders lässt sich leider auch nichts Innovatives oder Neues finden. Immerhin hat Panasonic die Bedienelemente überarbeitet, das hoch effektive und simple Menüsystem aber beibehalten.

Der Camcorder integriert den optischen Bildstabilisator Hybrid OIS+, der auf Knopfdruck zugeschaltet wird. Dabei handelt es sich um ein äußerst praktisches Feature, das man auch in anderen Panasonic-Modellen findet. Nichtsdestotrotz funktioniert diese Bildstabilisierung absolut hervorragend und liefert in Sachen Videoqualität eine sehr gute Performance ab.

Die meisten Leser werden sich an dieser Stelle fragen, warum man diese Funktion dann überhaupt abschalten sollte. Aber wenn man ein Stativ nutzt, ist es sehr wohl praktisch, wenn man einen Bildstabilisator abschalten kann.

Panasonics Bildstabilisierung reicht in ihrer Leistung zwar nicht ganz an die Bildqualität der Bildstabilisierung in den Premium-Modellen von Sony heran, aber die Verbesserungen in diesem Gebiet über den ganzen Markt hinweg sind ziemlich beeindruckend.

Performance

Panasonic wirbt damit, dass es beim HC-X900M die Camcorder-Elektronik mit einem neuen Bildsensor (3MOS, 1/4,1 Zoll) und einem neuen Bildprozessor verbessert hat. In aufgenommenen Videos bemerkt man zwar eine leichter Verbesserung (besonders in den Farben), aber das ist ein Bereich, in dem Panasonic schon immer überragende Leistungen ablieferte – und so enorm sind die Verbesserungen nicht.

Stattdessen hätten wir uns von dem neuen Sensor Verbesserungen im Low-Light-Bereich erhofft, aber hier bleibt die Performance, wie sie war: körnig. Die Aufnahmequalität des HC-X900M ähnelt bei niedrigem Umgebungslicht wesentlich billigeren Camcordern; es ist wirklich schade, dass Panasonic hier nicht Hand angelegt hat.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Panasonic HC-X900M: 3D-fähiger Full-HD-Camcorder

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *