Firefox für Android: überarbeitete Version des Webbrowser samt Flash-Unterstützung

Mitte letzten Jahres im Oktober kündigte Mozilla an, die mobile Version seines Browsers für das Android-Smartphone komplett zu überarbeiten. Die Entwicklung ist nach einer langen Beta-Phase nun abgeschlossen und die neue Version des Firefox über Googles Play Store erhältlich.

Die große Neuerung der vierzehnten Version ist die neu entwickelte, native Benutzeroberfläche. Im Vergleich zu den bisherigen Versionen, dessen User-Interfaces auf Mozillas XUL-Technik basieren, startet der neue Firefox mit nativer Benutzeroberfläche deutlich schneller und verbraucht weniger Ressourcen. Auch der Seitenaufbau geht in kürzerer Zeit vonstatten und das Zoomen flüssiger von der Hand.

Zudem hat Mozilla die Startseite des Browsers neu gestaltet. Zusätzlich zu den Tabs der letzten Sitzung bietet sie jetzt per Fingertipp auch schnellen Zugriff auf die am häufigsten besuchten Seiten. Auch das Tabbed Browsing zum gleichzeitigen Aufrufen mehrerer Webseiten wird komfortabler. Ein Symbol in der rechten, oberen Ecke zeigt nun an, wie viele Tabs der Nutzer gerade geöffnet hat. Mit einem Klick holt er sie dann während des Surfens auf den Schirm und springt bequem zwischen den Fenstern hin und her. Der Verlauf sowie die Lesezeichnen sind über die Adressleiste, die sogenannte “Awesome Bar”, zu erreichen. Gibt man einen Begriff in das Textfeld ein, schlägt der neue “Awesome Screen” auf Wunsch direkt passende Treffer aus den Lesezeichen oder den bereits besuchten Webseiten vor. Per Klick wird der Nutzer außerdem an Google, Amazon, Twitter oder Wikipedia weitergeleitet.

Ein Hauptgrund, warum der Firefox-Browser unter den Android-Nutzern bisher nicht allzu großen Anklang gefunden hatte, war neben der Geschwindigkeit seine fehlende Flash-Unterstützung. Firefox 14.0 hat Flash nun endlich mit an Board. Die Flash-Inhalte zeigt der Browser zugunsten der Ladezeit nicht sofort an, sondern erst, nachdem der Smartphone-Besitzer sie antippt. Eine Einschränkung gibt es allerdings: Auf Smartphones, die mit einem einen Tegra-2-CPU und Android in der Betriebssystemversion 2.3 ausgerüstet sind, wird Flash derzeit leider noch nicht unterstützt.

Darüber hinaus bietet der neue Firefox auch wieder die Möglichkeit, geöffnete Tabs, Formulardaten, Einstellungen, Lesezeichen, Passwörter oder den Verlauf zwischen Smartphone und einem Rechner abzugleichen. So lässt sich beispielsweise zu Hause oder im Büro begonnene Arbeit auch bequem unterwegs weiterführen, ohne alle relevanten Fenster aufs Neue öffnen zu müssen. Wie die Synchronisation klappt, können interessierte auf der Mozilla-Support-Seite nachlesen.

Mozillas neueste Version des Webbrowsers lässt sich auch wieder mittels Add-ons erweitern. XUL-basierte Erweiterungen unterstützt sie jedoch nicht mehr. Damit ist die Auswahl erst einmal noch recht spärlich, doch die Zukunft lässt auf eine größere Vielfalt hoffen.

Der neue Firefox macht damit einen wesentlich besseren Eindruck als seine Vorgängerversion. Dank den Fortschritten in Sachen Geschwindigkeit und der vorhandenen Flash-Unterstützung ist er durchaus zu einer guten Alternative geworden. Im Vergleich zum Standard-Android-Browser hinkt er jedoch gefühlt immer noch in Sachen Geschwindigkeit hinterher. Wer den neuen Firefox-Webbrowser unter die Lupe nehmen möchte, kann ihn kostenlos über Googles Play Store herunterladen. Eine Liste aller kompatiblen Geräte hält folgender Link bereit. Vorraussetzung ist Android in der Betriebssystemversion 2.2 oder höher. Wer sein Gerät in der Liste findet und die Mindestanforderungen erfüllt, den Browser aber trotzdem nicht herunterladen kann, hat alternativ die Möglichkeit, die APK-Datei über Mozillas FTP-Server zu beziehen.

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