Marantz SR5006 im Test: Exzellenter Heimkino-Receiver mit AirPlay-Unterstützung

Der Marantz SR5006 ist ein hochwertiger AV-Receiver, der nach Anpassung diverser Einstellungen eine gute Audio-Performance abliefert und mit ordentlicher Medien- und Netzwerk-Unterstützung einschließlich AirPlay-Support glänzt.

Der Marantz SR5006 ist am deutschen Markt zu Preisen ab 500 Euro erhältlich.

Design und Ausstattung

Optisch ähnelt er grundsätzlich jedem anderen AV-Receiver: breit, massig und schwarz. Optisch auffällig sind das kleine runde Front-Display im Bullaugen-Design und die beiden Drehknöpfe, die jeder für sich größer sind als das Display. Alles in allem hat der 10,6 Kilogramm schwere und 44,0 mal 38,9 mal 16,1 Zentimeter große SR5006 ein eher zurückhaltend-schlichtes Design, das wahrscheinlich besonders Puristen gefallen wird – obwohl es von weitem an ein Smiley erinnert.

Marantz hat beim SR5006 auf einen S-Video-Anschluss verzichtet und dem Receiver stattdessen sechs HDMI-Eingänge spendiert, von denen aber leider kein einziger an der Front zu finden ist. Stattdessen sitzt hier ein USB-Port für den Anschluss von Massenspeichern. Ethernet ist ebenso an Bord wie eine Anzahl älterer Schnittstellen, darunter beispielsweise ein kompletter Satz analoger 7.1-Audio-Eingänge.

Dieser Receiver präsentiert einen Mix von Standard-Verbindungen, der uns in dieser Form bisher noch nicht untergekommen ist. Die meisten Receiver kommen entweder mit einem Vorverstärkerausgang für den Subwoofer oder einem kompletten Set von Vorverstärkerausgängen – typischerweise 7.1 Kanäle. Der Vorteil der letztgenannten Konfiguration ist, dass man den Receiver so als Surround-Prozessor nutzen und neue Leistungsverstärker einsetzen kann, um dem System einen Performance-Boost zu verschaffen. Bei der erstgenannten Variante ist man dagegen auf exakt die Verstärker beschränkt, die im Gerät selbst verbaut sind.

Der Receiver verfügt über zwei Subwoofer-Vorverstärkerausgänge, die beide das gleiche Signal bekommen, sowie je einen Vorverstärkerausgang für den linken und rechten Front-Kanal. Der Sinn dieser beiden? Dank ihnen kann man bei Bedarf Hochleistungsverstärker anschließen und mit ihnen ein Paar leistungsfähige Front-Lautsprecher beschicken. Wer hier auf eher exotische Stereo-Lautsprecher setzt, wird dies schätzen. Wir zumindest tun es. In unserem Vergleichssystem nutzen wir beispielsweise 300-Watt-Monoblock-Verstärker für den linken und rechten Front-Kanal, die integrierten Verstärker des Receivers kümmern sich um den Rest.

Anschlüsse bietet der Marantz-Receiver zur Genüge, hier ist für (fast) jeden Bedarf etwas dabei.
Anschlüsse bietet der Marantz-Receiver zur Genüge, hier ist für (fast) jeden Bedarf etwas dabei.

Setup

Marantz hat dem Gerät einen Schritt-für-Schritt-Assistenten mitgegeben. Er ist sehr detailliert und erinnert an einen Installationsassistenten am Computer. Der Anwender erhält in klarem Text Anweisungen für die durchzuführenden Aktionen. Außerdem hilft der Assistent sogar beim Anschließen der Kabel für die einzelnen Lautsprecher.

Für die Kalibrierung der Lautsprecher bietet der Receiver ein Audyssey-MultEQ-XT-System. Wenn man es unkompliziert mag, reicht ein einzelner Messpunkt aus. Wer seine Lautsprecher feiner abstimmen und die Raumakustik besser einbeziehen will, nutzt drei Messpositionen. Wie der Name des Systems schon vermuten lässt, bietet das System Frequenzgang-Angleichungen sowie die üblichen Anpassungen für Lautsprechergröße, Distanz und Lautstärke.

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