Samsung Galaxy Camera: Der Hybrid aus Smartphone und Kamera im Test

Samsungs Galaxy Camera ist kein Handy mit einer richtig guten Kamera, sondern viel mehr eine Kamera mit kabellosen Netzwerkfunktionen. Sie bietet ein 16-Megapixel-Sensor, 21-fach-Zoomobjektiv, Android 4.1 und Netzwerkfunktionen eines Smartphones.

Fotos werden in der Regel mit der Kamera geschossen, die man gerade dabei hat und das wiederum ist häufig die Kamera im Smartphone. Smartphone-Kameras sind zwar praktisch, bieten aber meist nicht die Qualität selbst einfachster Kompaktkameras. Das weiß jeder Nutzer, der ein optisches Zoomobjektiv auf seinem Handy vermisst.

Genau hier setzt Samsung mit Galaxy Camera auf Android-Basis an, die auf der IFA vorgestellt wurde und in Weiß und Dunkelblau erhältlich ist. Der koreanische Hersteller hat kurzerhand eine Kompaktkamera mit einem Breitband-Zugang kombiniert und spricht damit allen aus der Seele, die nicht nur gerne Schnappschüsse erstellen und diese schnellstmöglich mit anderen online teilen wollen, sondern dabei auch komfortable Features wie ein Zoomobjektiv schätzen und zudem auf eine bessere Foto- und Videoqualität Wert legen.

Mit einem Preis von 499 Euro liegt die Galaxy Camera (EK-GC100) im Bereich von hochwertigen Kompaktkameras, ist allerdings nicht ganz so teuer wie spiegellose Kameras mit Wechselobjektiv, wie die NX-Serie von Samsung.

Die Samsung Galaxy Camera ist mehr als nur ein einfacher Fotoapparat. Diese Schnappschusskamera verfügt über besondere Fähigkeiten (Foto: Samsung).

Design und Ausstattung

Samsung kombiniert eine 16-Megapixel Kamera mit einem 21-fachem Zoomobjektiv mit Googles Andoid-Betriebssystem in der Version 4.1 und einem großen Touchscreen. Zur Krönung packt Samsung noch Netzwerkfunktionen hinzu. Der letzte Punkt ist der Clou an diesem Gerät: einer der größten Vorteile eines Smartphones ist, dass der Nutzer sofort nach der Aufnahme eines Fotos dies mit seinen Freunden und Bekannten zum Beispiel auf Facebook teilen kann. Obwohl es bereits Kameras mit WLAN gibt, hebt sich die Galaxy Camera durch die Unterstützung der HSPA+- Technologie hervor. Das bedeutet, dass der Fotograf die Welt mit seinen Bildern unabhängig von WLAN beglücken kann.

Auf den ersten Blick wirkt die Galaxy Camera mit ihrem weißen Gehäuse zwar edel aber dennoch recht mächtig. Mit einer Höhe von 7, einer Breite von rund 13 und einer Tiefe von 3,5 Zentimetern bei eingefahrenem Objektiv ist die etwa 300 Gramm schwere Android-Kamera nicht unbedingt handlich. Der angedeutete Griff an der Vorderseite ist eher knapp bemessen, so dass man unweigerlich immer auf das 4,77 große Display greift, das sich nahezu komplett über die Rückseite der Kamera erstreckt. Der große HD-Bildschirm selbst bietet eine Auflösung von 1280 mal 720 Pixel und sorgt natürlich im Vergleich zu den häufig verbauten 3-Zoll-Displays nicht nur beim Fotografieren, sondern auch beim Spielen und bei der Medienwiedergabe für deutlich mehr Komfort und Spaß.

Die Auswahl an Bedienelementen am Gehäuse ist übersichtlich, da die Steuerung vorrangig über den Touchscreen erfolgt. An der Oberseite befindet sich nur der Ein-/Ausschalter, der Zoom-Regler und der Blitz, der komplett im Gehäuse verschwindet. Auf der einen Seite sind der Blitzschalter und der Lautsprecher untergebracht, auf der anderen der Micro-USB- und der Kopfhörer-Anschluss. Die Kunststoff-Klappe auf der Unterseite gibt den Akku und die Slots für die SIM-und die MicroSDHC-Karte frei. Auf dieser Klappe befindet sich eine zusätzliche kleine Abdeckung, die den Micro-HDMI-Anschluss schützt. Daneben sitzt das Stativgewinde.

Mit einer Ausgangsbrennweite von 23 Millimetern bewegt sich das Objektiv geschmeidig durch seinen 21-fachen optischen Zoom und endet bei 483 Millimetern (Foto: CNET).

Die maximale Bildauflösung der Galaxy Camera beträgt 16 Megapixel, Samsung setzt auf eine rückwärtige Belichtung. Diese BSI-Technologie (Back Side Illumination) soll eine bessere Leistung selbst unter schlechten Lichtverhältnissen sorgen. Mit einer Ausgangsbrennweite von 23 Millimetern bewegt sich das Objektiv geschmeidig durch seinen 21-fachen optischen Zoom und endet bei 483 Millimetern.

Der 21fach-Zoom kann sowohl über die physikalischen Tasten als auch den Touchscreen gesteuert werden (Foto: CNET).

Durch das vollwertige Android-Betriebssystem haben Nutzer der Galaxy Camera Zugang zu der ganzen Palette an Apps, wie zum Beispiel Facebook, Flickr, Instagram, Pinterest, Google+.  Zusätzlich wird es mit der Samsung-eigenen Software Photo Wizard und Video Wizard ausgestattet, sowie einem weiteren Tool, das gelungene Gruppenaufnahmen ermöglichen soll. Die Kamera bietet Cloud-basiertes Backup, sowie dieselben Vernetzungsfunktionen für Fotos, wie sie auch bei Galaxy Smartphones vorzufinden sind: AllShare Play (Inhalte werden mit Samsung Geräten geteilt, die im selben Netzwerk angemeldet sind) und Share Shot (Fotos können direkt mit anderen Galaxy Geräten, wie Galaxy S3 und Galaxy Note, ausgetauscht werden).

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