Google Nexus 4 mit hochauflösendem 4,7-Zoll-Display und Android 4.2 Jelly Bean im Test

Ausstattung

Auch unter der Haube macht das Nexus 4 einen guten Eindruck. Für genügend Power sorgt ein leistungsstarker Qualcomm-Snapdragon-S4-Pro-Quad-Core-Prozessor mit 1,5 GHz und ein Adreno-320-Grafikchip. Weiterhin verfügt das Smartphone mit 2 GByte RAM über doppelt so viel Speicher wie die meisten Geräte der Konkurrenz. Der interne Speicher bietet 8 beziehungsweise 16 GByte an freiem Speicherplatz. Das ist hingegen nicht gerade Spitzenklasse. Würde sich dieser erweitern lassen, wäre das nicht allzu schlimm, doch einen Micro-SD-Karten-Slot sucht man beim Nexus 4 vergeblich. Das trübt die Begeisterung.

(Foto: CNET)
Laden lässt sich das Nexus 4 üben den Micro-USB-Anschluss oder alternativ auch drahtlos (Foto: CNET)

In Sachen Kommunikation ist das neue Google-Smartphone für den Normalanwender gerüstet. Es unterstützt neben GSM, EDGE und GPRS auch UMTS samt Datenturbo HSPA+. Eine LTE-Unterstützung fehlt jedoch. WLAN unterstützt das Nexus 4 gemäß den Standards 802.11b/g/n. Die Dual-Band-WiFi-Technik ist nicht mit an Bord. Sie erlaubt den parallelen Zugriff auf 2.4-GHz- und 5-GHz-WLAN-Netzwerke und sorgt in Kombination mit einem entsprechenden Router für ein sattes Plus an Geschwindigkeit im Heimnetzwerk. Ansonsten kommuniziert das Nexus 4 via Bluetooth, GPS und NFC (Near Field Communication). Anstatt auf MHL setzt Google auf den neueren SlimPort. Dieser bringt zwar einige Vorteile mit wie Full-HD-Sharing oder die Möglichkeit, das Gerät parallel zu laden, jedoch benötigt man dann einen speziellen Adapter, um das Smartphone an den TV anzuschließen.

Batterielebensdauer

Das Nexus 4 verfügt über einen fest verbauten Akku mit einer Kapazität von 2100 mAh. Wer nicht mit einem Schraubenzieher an das Gehäuse des Nexus 4 herangehen möchte, kann ihn jedenfalls nicht auswechseln. Aufladen lässt sich die Batterie des Nexus 4 wie bei Nokias Lumia 920 nicht nur durch Anstöpseln an das Ladekabel, sondern auch ganz ohne Kabel per Induktion. Zum Aufladen wird das Gerät einfach auf eine Ladeplatte beziehungsweise ein Ladekissen gelegt – und schon füllt sich der Akku. Ladeplatten, die dem Qi-Standard entsprechen, sind auch zum Aufladen für das Nexus geeignet. Dazu gehören auch die Tischladestationen, die Nokia anbietet.

(Foto: CNET)
(Foto: CNET)

Vielleicht keine schlechte Investition, denn Laden wird man das Nexus 4 vermutlich häufig. Die Kapazität des Akkus von 2100 mAh mag auf dem Papier zwar recht üppig wirken, doch in der Praxis verbraucht das Nexus 4 mit seinem großen Display scheinbar auch richtig viel Strom. In ersten Test hat sich jedenfalls gezeigt, dass die Lebensdauer der Batterie vergleichsweise kurz ist. 22 Minuten Video-Wiedergabe haben beispielsweise zehn Prozent des Akkus gekostet. Konkretere Aussagen lassen sich jedoch erst nach umfangreicheren Tests treffen. Wir werden den Artikel an dieser Stelle aktualisieren, sobald uns weitere Ergebnisse vorliegen.

Fazit

Ist das Nexus 4 das Smartphone, auf das die Android-Welt gewartet hat? Ja und Nein. Das neue Nexus ist definitiv ein sehr gutes Smartphone mit einer hochkarätigen Ausstattung und einem wertigem Äußeren. Ein 4,7 Zoll großes True-HD-IPS+-LCD, ein Snapdragon-S4-Pro-Quad-Core-Prozessor mit 1,5 GHz, 2 GByte RAM und Googles neuestes Betriebssystem Android 4.2 Jelly Bean sind große Pluspunkte. Unschlagbar ist zudem sein Preis. Mit 299 Euro für die 8-GByte-Version und 349 Euro für die 16-GByte-Variante ist es deutlich günstiger als die Konkurrenz. Dafür ist der Speicher nicht gerade üppig bestückt. Hinzukommt, dass das Nexus 4 auf einen MicroSD-Karten-Slot verzichtet und sich der Speicher somit auch nicht erweitern lässt.

Ein paar Fotos, Videos und grafisch aufwändige beziehungsweise speicherplatzintensive Spiele wie Need for Speed: Most Wanted und schon ist der 8-GByte-Speicher der Basis-Version voll. Die 16-GByte-Variante ist hier klar zu empfehlen, bietet aber trotzdem nicht so viel Speicherplatz wie die Konkurrenz. Außerdem ist der erste Eindruck der Akkulaufleistung nicht gerade überwältigend. Der Akku hält trotz 2100 mAh Kapazität nicht allzu lange und das Nexus 4 muss spätestens am Ende des Tages – wenn nicht sogar früher – an die Ladestation.

Wer mit dem knapp bemessenen Speicherplatz auskommt, keine LTE-Unterstützung benötigt und sich mit dem vermeintlich schwachen Akku arrangieren kann, dürfte jedoch mit dem Nexus 4 in jedem Fall glücklich werden – nicht zuletzt aufgrund des Preises.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Google Nexus 4 mit hochauflösendem 4,7-Zoll-Display und Android 4.2 Jelly Bean im Test

  • Am 15. November 2012 um 11:41 von Peter Metzger

    Nachtest
    E wäre schön, wenn ein paar Tests nun mit der finalen Softwareversion erneut durchgeführt würden.

  • Am 21. November 2012 um 18:09 von René Römer

    Nexus
    Ich finde das Nexus ist eine gute Alternative wenn man nicht so viel Geld für ein S3 ausgeben will.

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