Google Play Music in Deutschland verfügbar: Alle Infos zum Start von Googles Musikangebot

Seit Mitte Juni haben deutsche Android-Nutzer die Möglichkeit, neben Apps und Spielen auch Bücher über Googles Play Store herunterzuladen. Im August hat Google sein Angebot nochmals erweitert und auch den lang ersehnten Filmverleih in Deutschland gestartet. Jetzt macht Google auch den Musikkauf in Deutschland möglich, der bisher Nutzern in Nordamerika vorbehalten war. Neben Deutschland geht das Angebot auch in Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien an den Start.

Googles Musikkatalog umfasst eine große Auswahl an Songs und ist über den Webbrowser oder die Play-Store-App am Smartphone und Tablet zu erreichen. Wie die Android-Apps, Bücher und Filme finden sich auch alle Alben und Musikstücke in Googles Play Store unter einer eigenen Kategorie. Neben angesagten Werken listet der ehemalige Android-Market die Top-Alben und -Titel, Bestseller, Neuerscheinungen oder auch Songs speziell aus Deutschland auf. Zudem können Nutzer das Angebot nach Genres sortiert durchstöbern.

Praktisch: Vor dem Kauf eines Albums oder Titels besteht die Möglichkeit, die Songs Probe zu hören. Die Preise für Alben oder Kompilationen bewegen sich zum Großteil zwischen rund 6 und 9 Euro. Einzelne Titel gibt es ab 99 Cent. Die meisten Songs liegen allerdings bei einem Preis von 1,29 Euro. Im Vergleich ist das jedoch zum Teil deutlich günstiger als die Konkurrenz. So kostet das Album “Sublime Mutter!” von Anne-Sophie Mutter bei Google 7,99 Euro, bei Apple iTunes 9,99 Euro und bei Amazon 12,49 Euro. Die Bezahlung klappt auch nicht nur per Kreditkarte, sondern wie bei Apps, Büchern und Filmen auch via Abrechnung über die Mobilfunkrechnung.

Mit der App Google Play Music bietet Google auch gleich den passenden Musik-Player an. Die gekaufte Musik landet direkt in der App. Die MP3-Dateien stellt Google übrigens in einer Qualität von 320 kbps zur Verfügung. Der Musik-Player selbst bringt die wichtigsten Funktionen mit und erfüllt voll seinen Zweck. Die Musiksammlung lässt sich nach Titeln, Künstlern, Alben oder Genres sortieren, zufällig wiedergeben und zu Playlisten verarbeiten. Einen Equalizer hat er beispielsweise aber nicht im Programm. Googles Musik-Player-App steht kostenlos im Play Store zum Download bereit und läuft auf allen Android-Smartphones mit der Betriebssystemversion 2.2 und höher.

Außerdem können Nutzer mit Google Play Music ähnlich wie bei Apples iTunes Match bis zu 20.000 Songs aus ihrer eigenen Musiksammlung in die Cloud hochladen und auf ihr Android-Gerät streamen. Auch alle gekauften Lieder landen automatisch in der Cloud und stehen so auf allen Endgeräten zur Verfügung. Im Gegensatz zu Apple bietet Google diesen Service aber kostenlos an.

Um eigene Musikstücke in die Cloud hochzuladen, steht die Anwendung Google Play Music Manager für Windows, Mac OS und Linux bereit. An Formaten unterstützt Google Music MP3, AAC (DRM-frei), WMA (nur unter Windows), FLAC und OGG. FLAC-, OGG- und AAC-Dateien werden dann beim Hochladen in MP3-Dateien mit 320 KBit/s umgewandelt. Alternativ klappt das Hochladen auch über den Webbrowser. Um den sogenannten Webplayer nutzen zu können, müssen Anwender die noch keine Musikstücke erworben haben, eine kostenfreie Testüberweisung durchführen, um ihre Herkunft zu bestätigen. Wer also den Dienst nur zum Synchronisieren und Streamen seiner bereits bestehenden Musiksammlung nutzen möchte, braucht hier eine Kreditkarte – oder er kauft eben einen Song für 99 Cent. Nach dem ersten Kauf ist der Webplayer nämlich freigeschaltet.

Eine Alternative zum Kauf der Musik über den Play Store könnte für Vielhörer der Musik-Streaming-Dienst Spotify sein. Hier zahlt man nicht für einzelne Titel oder Alben, sondern eine monatliche Pauschale von fünf bis zehn Euro. Dafür lässt sich das Angebot dann auf Dauer nutzen und jegliche Songs anhören. Wer mehr als 120 Euro für Musik im Jahr ausgibt, könnte mit Spotify dann günstiger davonkommen. Vorausgesetzt, es sind auch alle gewünschten Lieder im rund 15-Millionen-Songs umfassenden Angebot vertreten.

Autor: Christian Schartel
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