Chrome für Android: mobile Ausgabe des Google-Browsers für das Smartphone

Googles Chrome-Browser ist auf dem Desktop-Rechner schon lange weit verbreitet. Im ersten Quartal des Jahres 2012 hat Google auch eine mobile Version seines Browsers für das Android-Smartphone veröffentlicht. Ende Juni hat die anfängliche Test-Version dann ihren Beta-Status verloren und der Chrome-Browser galt offiziell als fertiggestellt.

Seitdem hat Google weiterhin fleißig an dem Smartphone-Browser gearbeitet und ihn stetig weiterentwickelt. Erst kürzlich hat Google wieder an der Stabilitäts- und Performanceschraube gedreht und den Chrome noch schneller und resistenter gegen Abstürze gemacht. Auf den meisten neuen Geräten wie dem HTC One X+ oder dem Sony Xperia T ist er neben dem Stock-Android-Browser mittlerweile schon vorinstalliert. Auf dem Mini-Tablet Nexus 7 sowie auf Googles neuem Android-Smartphone Nexus 4 und Android-Tablet Nexus 10 ist der Chrome sogar der Standard-Browser. Höchste Zeit, die mobile Chrome-Version genauer unter die Lupe zu nehmen.

Der Chrome-Browser setzt auf ein minimalistisches Design. Außer der Adressleiste sind alle Funktionen im Menü versteckt, sodass möglichst viel Platz zum Anzeigen der eigentlichen Inhalte zur Verfügung steht. Wie auf dem Desktop hält der Startbildschirm die meistbesuchten sowie kürzlich geschlossenen Seiten parat und bietet schnellen Zugriff auf die Lesezeichen und mit dem Rechner synchronisierten Inhalte.

Zur Grundausstattung des Chrome-Browsers gehören die gewohnten Funktionen Tabbed Browsing zum gleichzeitigen Aufrufen mehrerer Webseiten sowie Pinch-to-Zoom – das Vergrößern und Verkleinern per Fingergeste. Besonders komfortabel funktioniert beim Chrome der Wechsel zwischen mehreren, offenen Tabs. Sie lassen sich bequem mit einem Fingerwisch durchwechseln. Auf Wunsch lässt sich wie üblich auch ein eigenes Fenster aufrufen, das alle Tabs in einer Übersicht anzeigt. Sind viele Tabs gleichzeitig geöffnet, könnte das praktischer sein.

Wie bei der Desktop-Variante heißt die Adressleiste des Chrome Omnibox und zeigt schon während dem Eingeben einer URL passende Suchergebnisse an. Über das Menü können Anwender dann auch auf Webseiten nach Schlagwörtern fahnden, die der Chrome wie am Desktop farblich hervorhebt.

Eine Unterstützung für Flash bringt der Chrome-Browser im Gegensatz zum Stock-Android-Browser unter Ice Cream Sandwich leider nicht mit. HTML-5-Videos lassen sich jedoch mit dem Chrome abspielen.

Der Chrome-Browser hat weiterhin einen Inkognito-Modus zum anonymen Surfen im Programm, mit dem Nutzer keine Spuren auf dem Gerät hinterlassen. In diesem Modus tauchen beispielsweise aufgerufene Webseiten nicht im Browser- oder Suchverlauf auf.

Darüber hinaus bietet der Browser Nutzern, die den Chrome auch auf ihrem Desktop-Rechner oder Laptop verwenden die Möglichkeit, bequem Lesezeichen, geöffnete Tabs und Inhalte der Omnibox mit dem Smartphone oder Tablet zu synchronisieren. So lässt sich beispielsweise zu Hause oder im Büro begonnene Arbeit auch bequem unterwegs weiterführen, ohne alle relevanten Fenster aufs Neue öffnen zu müssen. Dazu ist lediglich eine Anmeldung mit ihrem Google-Konto nötig. Alle abgeglichenen Inhalte sind dann in einem eigenen Tab unter den Lesezeichen zu finden.

In Sachen Performance ist der Chrome gefühlt genauso schnell wie der unter Android vorinstallierte Browser. Das Scrollen und Zoomen geht ebenso leicht von der Hand. Abstürze sind in der neuen Version bisher nicht aufgetreten.

Der mobile Chrome steht kostenlos in Googles Play Store zum Download bereit und läuft auf Android-Smartphones mit der Betriebssystemversion 4.0 und höher.

Autor: Christian Schartel
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