Nintendo Wii U: die neue Konsole für Super Mario & Co. im Vorabtest

Ab 30. November kommt Nintendos neueste Konsole Wii U auch in Deutschland endlich in die Regale – passend zum Weihnachtsgeschäft. Nintendo hat sich damit auch immerhin lange genug Zeit gelassen. Wir wollten wissen, ob sich das Warten gelohnt hat und haben uns Super Marios neue Techno-Spielwiese im Detail angesehen.

Eineinhalb Jahre nachdem Nintendo seine neue Spielekonsole erstmals angekündigt hat, ist die Wii U endlich da. In den USA steht sie schon in den Läden. Hierzulande wird die Wii U ab dem 30. November zu haben sein. Wir haben den Nachfolger der Wii vor seinem Verkaufsstart in Deutschland unter die Lupe genommen, informieren über alle Neuheiten und beantworten die wichtigsten Fragen rund um Nintendos kommende Konsolen-Generation.

(Foto: CNET)
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Auf einen Blick

Die Wii U gibt es in zwei Ausführungen. Die Basic-Variante kostet 299 Euro. Sie liefert Nintendo im typischen Weiß mit 8 GByte Speicher (3 GByte nutzbar), einem Wii-U-GamePad, einem GamePad-Touchpen, einem HDMI-Kabel und Netzteilen für die Konsole und den Controller aus. Die Premium-Version soll für 349 Euro den Besitzer wechseln. Ihre Komponenten sind alle samt in schwarzer Farbe gehalten. Im Vergleich zur günstigeren Ausführung verfügt sie über 32 GByte Speicher (25 GByte nutzbar) und hat zusätzlich eine Ladestation und einen Aufsteller für das GamePad, einen Ständer für die Konsole sowie eine Sensorleiste im Gepäck. Außerdem ist wahlweise das Spiel Nintendo Land oder ZombiU im Preis enthalten.

(Foto: CNET)
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Das ZombiU-Premium-Packet erscheint als Limited Edition und hat zusätzlich noch einen schwarzen Wii-U-Pro-Controller im Gepäck und wird rund 399 Euro kosten. Käufer der Premium-Version nehmen zudem an einem speziellen Prämien-Programm teil. Im Rahmen des sogenannten Nintendo Network Premium erstattet Nintendo zehn Prozent des Kaufpreises auf Inhalte des Nintendo eShops in Form von Prämien-Punkten zurück. Mit den erhaltenen Punkten können Nutzer dann weitere Artikel erwerben. Diesen Mehrbetrag sollten Käufer definitiv investieren. Allein der größere Speicher, das Spiel und die Ladestation sind den zusätzlichen Betrag wert.

Zubehörteile aus der Deluxe-Edition (Foto: CNET)
Zubehörteile aus der Deluxe-Edition (Foto: CNET)

Konsole und GamePad

Die Wii U ist rund 4,6 Zentimeter hoch, 26,8 Zentimeter lang und 17,2 Zentimeter breit und ist damit ein gutes Stück länger als das Vorgänger-Modell. Mit ihren Maßen ist die Wii U aber immer noch kleiner als die Konsolen der Konkurrenz. Auf der Rückseite hat Nintendo erstmals einen HDMI-Anschluss verbaut, denn die Wii U ist die erste HD-Konsole des japanischen Herstellers und gibt Bilder mit einer Auflösung von 1080p aus. Wie die Wii verfügt auch die Wii U weiterhin über einen Component- beziehungsweise Composite-AV-Anschluss und einen Port für die Sensorleiste. Insgesamt hat Nintendo die Wii U mit vier USB-Anschlüssen ausgestattet. Zwei befinden sich auf der Vorderseite, zwei auf der Rückseite der Konsole. Die Front hält zudem einen SD-Karten-Einschub für eine Erweiterung des Speichers bereit. Unterstützt werden SD-Karten mit einer Größe von bis zu 2 GByte sowie SDHC-Karten mit bis zu 32 GByte.

Einige vertraute Anschlüsse auf der Rückseite (Foto: CNET)
Einige vertraute Anschlüsse auf der Rückseite (Foto: CNET)

Das neue GamePad der Wii U ist zirka 13,3 Zentimeter hoch, 25,5 Zentimeter breit und 4,1 Zentimeter tief. Das Gewicht schlägt mit rund 500 Gramm zu Buche. In der Mitte des GamePads befindet sich ein resistiver 6,2-Zoll-LCD-Touchscreen mit einem Bildformat von 16:9 und einer Auflösung von 854 mal 480 Pixel. An Bedienmöglichkeiten hat Nintendo fast alles verbaut, was derzeit an Technologie vorhanden ist. Das Wii-U-Pad verfügt über zwei Analogsticks, ein Steuerkreuz sowie A-, B-, X- und Y-Knöpfe. An der Ober- beziehungsweise Rückseite des Pads befinden sich L- und R- sowie ZL- und ZR-Tasten. Außerdem verfügt der Controller über einen Beschleunigungs-, einen Gyro- und einen geomagnetischem Sensor zur Bewegungssteuerung. Darüber hinaus können Wii-U-Besitzer mittels einer Front-Kamera samt Mikrofon oder per NFC-Kommunikation mit Spielen interagieren. Weiterhin hat das Wii-U-GamePad eine Rumble-Funktion, einen Stereo-Lautsprecher, einen Kopfhörereingang sowie einen Infrarot-Port zum Bedienen des Fernsehers an Bord.

(Foto: CNET)
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Das GamePad wird auf unterschiedliche Weisen in Spielen zu halten sein. Wie alle Features des GamePads – wie beispielsweise die Nahfeldkommunikation – in den Spielen zum Einsatz kommen werden, ist allerdings noch nicht ganz klar. Eine erste Vorstellung der NFC-Technologie zeigte ein ins Netz geratener Trailer des Spiels Rayman Legends. Spieler konnten beispielsweise zusätzliche Lebenspunkte einheimsen oder Charaktere in das Spiel importieren, indem sie kleine Figuren, die mit einem NFC-Chip ausgestattet waren, auf das Display des GamePads legten. Der Bildschirm selbst wird in Spielen unter anderem zum Anzeigen zusätzlicher Informationen wie einer Karte der aktuellen Umgebung, dem Inventar der Spielfigur oder anderen Spielelementen verwendet.

Der Touchscreen kann außerdem zur Steuerung dienen. In einer Szene des Titels Batman: Arkham City lenkt der Spieler mit dem GamePad beispielsweise den sogenannten „Batarang“, eine Art Boomerang per Kippen und Neigen des Controllers durch das Level an sein Ziel. Im Spiel Nintendo Land lassen sich beispielsweise Wurfsterne mit einem Fingerwisch über das Display des GamePads abfeuern. Das zeigt schon, die Möglichkeiten das neue Wii-U-GamePad in Spiele einzubinden, ist schier unbegrenzt.

Damit ist der Controller definitiv ein beeindruckendes Stück Hardware. Jedoch ist er auch ein ganz schön großes Teil und nicht gerade das handlichste Gerät. Schwer zu sagen, wie ein kleines Kind mit diesem riesigen GamePad zurechtkommen wird. Jedenfalls müssen sich auch große Hände strecken, um alle Bereiche des Touchscreens mit den Daumen zu erwischen. Hinzu kommt, dass der resisitive Touchscreen des GamePads im Gegensatz zu den kapazitiven Displays heutiger Smartphones und Tablets deutlich mehr Druck benötigt, um auf Interaktionen zu reagieren. Ein leichter Fingerwisch kann da schon einmal nicht ausreichend sein.

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