Samsung Chromebook Serie 3: kompaktes Surfbook zum günstigen Preis

Bei Googles Chromebooks macht der Preis wirklich den Unterschied. Wer den Begriff nicht kennt: Chromebooks sind Notebooks, die Googles Browser-basiertes, Cloud-fokussiertes Chrome OS als Betriebssystem nutzen. Auf den Kern reduziert sind sie einfach Notebooks, die um einen Browser herumgebaut sind.

Dieses Prinzip gilt auch für das neue Samsung Serie 3 Chromebook (Modell XE303C12), das in den USA für 249,99 US-Dollar und auch in Großbritannien bereits angeboten wird, auf der deutschen Webseite allerdings noch nicht in Sicht ist.

Google rührte für die Chromebooks nie sonderlich offensiv die Werbetrommel nach dem Motto “Lasst alles stehen und liegen und wechselt zu Chrome OS”. Aber dieses Notebook wird jetzt offensichtlich intensiver beworben. Man versucht es als zusätzliches, preiswertes Gerät zu positionieren, das im Haus herumliegt und schnell, unkompliziert und sicher von verschiedenen Anwendern für Web-Apps genutzt werden kann.

Diese Art von Notebooks ist somit vor allem für jene Anwender interessant, die immer seltener auf traditionell installierte Software zurückgreifen. Dies gilt besonders für Nutzer, die Google-Cloud-affin sind und mit Google Docs, Google Drive und Gmail arbeiten.

Das Gerät ist mit einer soliden, wenn auch nicht überragenden Hardware ausgestattet, bietet eine ordentliche Akkulaufzeit, ist schnell angeschaltet und reißt mit einem Preis von 250 US-Dollar (3G-Version: 330 US-Dollar) ein wesentlich geringeres Loch in den Geldbeutel als das Ende Mai von unseren US-Kollegen getestete Chromebook Samsung Serie 5 550 für 450 US-Dollar (3G-Version: 550 US-Dollar).

Samsungs neues Chromebook basiert auf Googles Betriebsystem Chrome OS – praktisch ein Browser auf einer Linux-Basis.
Samsungs neues Chromebook basiert auf Googles Betriebsystem Chrome OS – praktisch ein Browser auf einer Linux-Basis.

Angesichts seiner ab und an doch recht trägen Performance entfacht das Samsung Chromebook allerdings keine Begeisterungsstürme. Es ist zwar für viele Aufgaben durchaus gut geeignet, aber Power-User, die gewohnt sind, ein paar Dutzend Tabs offen zu haben, sollten dem Chromebook besser fernbleiben.

Design

Das Serie 3 Chromebook ist mit seinem 11,6-Zoll-Bildschirm kleiner, leichter und dünner als das frühere Modelle und unterscheidet sich vor allem unter der Haube doch deutlich davon. Das neue Samsung Chromebook verbaut den im eigenen Haus produzierten Low-Power-Prozessor Samsung Exynos 5 Dual, der auf ARMs neuen Dual-Core-SoC (System-on-a-Chip) Cortex-A15-Design basiert. Im Gegensatz dazu nutzen ältere Chromebooks Intels Atom- und Celeron-Prozessoren. Das neue Chromebook verfügt außerdem nur über zwei GByte Arbeitsspeicher.

Das Design des Geräts ist sehr kompakt. Es ist etwas schmaler als Apples 11-Zoll-MacBook-Air, aber tiefer und dicker. Es verfügt über eine Chiclet-Tastatur, ein angenehm großes Touchpad und vorne über eine Ausbuchtung, dank der man das Display bequem mit dem Daumen aufklappen kann. Die Akkulaufzeit des Samsung-Chromebooks kann sich ebenfalls sehen lassen – solange keine außergewöhnlich anspruchsvollen Anwendungen laufen.

Ausstattung

Das 11,6 Zoll große Display des Samung Series 3 Chromebook löst ordentliche 1366 mal 768 Pixel auf, kommt mit einer matten Oberflächenbeschichtung, die Blend- und Spiegeleffekte minimiert und liefert eine gute Helligkeit. Die Farben allerdings wirken nicht übermäßig lebendig und auch der Einblickwinkel ist vergleichsweise beschränkt. Laut Google kann dieses Chromebook zwar 1080p-Videos abspielen – aber da das Displays selbst nur 1366 mal 768 Pixel auflöst, können Full-HD-Videos bestenfalls auf einem externen Bildschirm in voller Qualität dargestellt werden.

Das 11,6-zöllige Display des Samsung Chromebook löst 1366 x 768 Pixel auf.
Das 11,6-zöllige Display des Samsung Chromebook löst 1366 x 768 Pixel auf.

Ähnlich sieht es auch mit den im Gehäuseboden integrierten Lautsprechern aus. Sie funktionieren zwar, liefern aber einen eher trüben Klang – besonders dann, wenn sie durch etwas Stoff auf dem Schoß noch zusätzlich gedämpft werden.

Das Touchpad hinterlässt einen guten Eindruck. Es kann zwar nicht mit denen von Apple mithalten, schlägt aber viele andere Touchpads – teilweise auch die von deutlich teureren Notebooks. Google adaptiert mit dem Zwei-Finger-Tipp für den Rechtsklick und den Zwei-Finger-Wischer zum Scrollen oder Schwenken zudem etliche Apple-Gepflogenheiten, was die Bedienung angeht. Das Klicken erfordert für unseren Geschmack zu viel Druck, aber glücklicherweise klappt das Ganze auch mittels Tippen.

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