Google Drive: Update der Android-App und Integration in Gmail

Google arbeitet hart daran, die Android-App ihres Cloud-Speicherdienstes Drive stetig zu verbessern. Im September hat Google mit der Möglichkeit Ordner zu erstellen eine grundlegende Funktion nachgereicht. Das aktuelle Update erweitert die Drive-App nun um eine Bearbeitungsmöglichkeit für Tabellen. Bisher hat die Anwendung dafür lediglich an den Webbrowser weitergeleitet. Jetzt sind die Arbeiten direkt über die App erledigt.

Nutzer stehen über die Toolbar am oberen Bildschirmrand grundlegende Werkzeuge zum Formatieren der Zelleninhalte zur Verfügung. Vertreten sind dabei fett, kursiv sowie unterstrichen und durchgestrichen. Zudem gibt es eine Funktion zum Rückgängigmachen der ausgeführten Bearbeitungsschritte. Daneben können Nutzer neue Spalten und Zeilen einfügen sowie deren Größe und Sortierung ändern. Per Fingertipp auf eine Zelle lässt sich zudem dessen Inhalt ausschneiden oder kopieren, und in eine andere Zelle einfügen. Das erste Symbol der aufpoppenden Werkzeugleiste dient dabei zum Ausschneiden, das zweite zum Kopieren. Das Einfügen funktioniert mit Hilfe des dritten Symbols. Sind mehrere Zellen markiert lässt sich der kopierte Inhalt auch auf einen Schwung in ihre Felder einfügen. Farbliche Hervorhebungen, Zellenformatierungen, Funktionen und weitere Tools der Browserversion sind leider noch nicht vorhanden.

Darüber hinaus ist es nun auch möglich, in Text-Dokumente eingebettete Tabellen zu bearbeiten. Zudem soll die Formatierung eines Textes beim Kopieren und Einfügen von einem Dokument in das nächste beibehalten werden. Um den Zugriff auf häufig verwendete oder wichtige Daten zu erleichtern, können Smartphone-Besitzer mit der neuen Version einzelne Dokumente als Shortcuts auf ihrem Homescreen platzieren.

Zeitgleich mit dem Update der Android-App hat Google an der Integration seines Cloud-Speichers in Google-Mail gearbeitet. Wollte man an eine E-Mail Fotos, Musik oder Dokumente anhängen, bot Google-Mail am Rechner bisher nur die Möglichkeit, Dateien von der Festplatte auszuwählen. Zudem war die maximale Größe der Anhänge auf 25 MByte beschränkt. Mit der Integration des Cloud-Speichers ist es Gmail-Nutzer nun auch erlaubt, Daten über den Webbrowser direkt aus Google Drive auszuwählen und an eine E-Mail anzuhängen. Außerdem ist es auf diese Weise möglich, Dateianhänge mit bis zu 10 GByte per Mail zu versenden.

Die Funktion steht laut Google-Produktmanager Phil Sharp nur bei Verwendung des neuen Nachrichteneditors des E-Mail-Dienstes zur Verfügung. Um einen Drive-Anhang einer E-Mail hinzuzufügen, klicken Anwender in der Funktionsleiste am unteren Rand des Editorfensters einfach auf das neue Drive-Symbol.

Über Gmail lassen sich jetzt in Google Drive gespeicherte Dateien versenden (Bild: Google).
Über Gmail lassen sich jetzt in Google Drive gespeicherte Dateien versenden (Bild: Google).

Durch das Versenden eines Drive-Anhangs sollen alle Empfänger automatisch die nötigen Berechtigungen zum Öffnen der Dateien erhalten. Zur Sicherheit überprüft dies nochmals der „Smart Assistent“. Sollte eine Datei nicht für alle Empfänger zugänglich sein, erhält der Nutzer einen Hinweis und hat die Möglichkeit, die Sharing-Einstellungen der Datei direkt aus der E-Mail heraus zu ändern. Das soll auch mit in die Nachricht eingefügten Links auf Drive funktionieren.

Die Drive-Integration wird gerade von Google ausgerollt und soll in den nächsten Tagen für alle Gmail-Nutzer zur Verfügung stehen.

Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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