Canon Powershot G15: 12-Megapixel-Kompaktkamera mit lichtstarkem Objektiv im Test

Canons Powershot G15 kommt mit einem lichtstarken Objektiv und 5fach optischem Zoom. Die 12-Megapixel-Kompaktkamera bringt zwar ein paar praktische Veränderungen zum Vorgänger mit, auf so manch liebgewonnenes Feature muss man zukünftig allerdings verzichten. Wir haben uns die Nachfolgerin der Powershot G12 genauer angesehen.

Seit der ersten Powershot G1 sind inzwischen 12 Jahre und neun G-Modelle ins Land gegangen. Ob die Canon PowerShot G15 die lange Tradition würdig fortsetzen kann, wird sich zeigen. Die G15 unterscheidet sich jedenfalls auf den ersten Blick optisch kaum vom Vorgänger-Modell G12, Canon hat aber eine Reihe von Veränderungen an den Bedienelementen vorgenommen. So ist der Blitz in der neuen Canon jetzt im Gehäuse versenkt und schnellt nur bei Bedarf hoch. Das Rad für die Einstellung der Grundfunktionen wie Programmautomatik, Zeitautomatik, Video und so weiter ist jetzt auf der rechten Oberseite etwas versetzt auf dem Rad für die Belichtungskorrektur angebracht. Das sieht interessant aus und ist auch ganz im Sinne eines funktionellen Bedienkonzepts.

Das hochwertige Objektiv der Powershot G15 arbeitet mit 11 Linsen in neun Gruppen und verfügt über einen internen Bildstabilisator (Foto: Canon)
Das hochwertige Objektiv der Powershot G15 arbeitet mit 11 Linsen in neun Gruppen und verfügt über einen internen Bildstabilisator (Foto: Canon)

Ein dickes Manko: Das LC-Display ist bei der neuen Powershot fest eingebaut und nicht mehr über ein Schwenk- und Drehgelenk anpassbar wie das noch bei der G12 der Fall war. Die gummibeschichtete Daumenauflage ist dafür etwas größer geworden. In der Mitte sitzt der Knopf für die Videoaufnahme. Allerdings sitzt der Knopf so nahe an der Daumenauflage, dass es schwierig wird, ihn schnell zu betätigen. Rund um das zentrale Navigationsrad sind vier Tasten angeordnet: Speicherung des Belichtungswerts, Autofokus-Rahmen, Belichtungs-Messverfahren (Spot, mittenbetont oder Mehrfeld) sowie Menü. Das Navigationsrad selbst bietet via Wippmechanismus auch Einstellmöglichkeiten für ISO-Wert, Makroaufnahmen, Blitz und Display.

Anordnung und Aufbau der Bedienelemente erlauben zügiges und einfaches Fotografieren, ohne dass man lang herumfummeln muss, um bestimmte Einstellungen aufzurufen. Auch die softwaregesteuerte Bedienoberfläche im Display ist logisch aufgebaut und lässt den Nutzer schnell zu den Untermenüs und Optionen vorstoßen.

Hightech-Ausstattungsmerkmale wie GPS oder ein WLAN-Modul bringt die G15 nicht mit, dafür nützliche Features wie den bereits oben erwähnten optischen Sucher und einen Blitzschuh. Ein interessantes Feature ist allerdings die Gesichtserkennung. Damit kann der Hobbyfotograf beispielsweise bis zu fünf verschiedene Fotos von einem Gesicht speichern und dieses mit Informationen zu der jeweiligen Person versehen, also etwa Name oder Geburtsdatum. Die Eingabe der hierfür notwendigen Buchstaben erfolgt direkt in der Kamera. Nach Drücken der Funktionstaste muss man das Wahlrad drehen beziehungsweise die Pfeiltasten betätigen, bis der richtige Buchstabe markiert ist.

Das Geburtsdatum wird ähnlich wie bei der Einstellung von Datum und Uhrzeit bei der Inbetriebnahme mit Pfeiltasten und Wahlrad bestimmt. Wenn die Kamera das Gesicht einer auf solche Weise gespeicherten Personen erkennt, stellt sie automatisch auf diese Person scharf, sofern die entsprechende Funktion aktiviert ist. Maximal bis zu zwölf Personen können so im Speicher der Kamera abgelegt werden. Die Daten der Gesichts-ID werden auch in den jeweiligen Fotos mitgespeichert. Das kann nützlich sein, wenn man die Canon als Bildbetrachter nutzt und dabei die Fotos sortieren möchte oder die Fotos einer bestimmten Person sucht.

Ein Handbuch, das in alle Features und Funktionen einführt, gibt es nicht in gedruckter Form, sondern nur als 314-seitiges PDF-Dokument auf der mitgelieferten CD.

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