Twitter für Android erhält Update: jetzt mit Foto-Filtern im Stil von Instagram & Co.

Das soziale Netzwerk Twitter hat mit dem aktuellen Update seiner Android-App eine Funktion zum Verschönern der Fotos und Bilder eingeführt, die Nutzer auf ihr Profil hochladen wollen. Damit reagiert Twitter auf den großen Konkurrenten Facebook, der im April dieses Jahres den Foto-Sharing-Dienst Instagram aufgekauft und vor kurzem begonnen hat, Twitter sukzessive von Instagram auszuschließen.

Vergangene Woche hatte Instagram die Unterstützung für Twitter-Karten deaktiviert. Schon kurz bevor das aktuelle Update für die Twitter-App veröffentlicht wurde, hat Instagram das Soziale Netzwerk im Prinzip ganz ausgesperrt. Instagram-Fotos erscheinen nicht mehr in Tweets oder den Fotogalerien der Nutzer und können daher nicht mehr via Twitter betrachtet werden. Anstelle der Fotos bekommen Twitter-Nutzer nur eine weiße Fläche zu sehen. Lediglich das Veröffentlichen von Links zu Instagram-Bildern ist weiterhin möglich. Anschauen sollen sich Anwender die Bilder allerdings auf dessen eigenen Website und nicht auf Twitter.

Mit der aktuellen Version der Twitter-App will das Soziale Netzwerk seinen Nutzern nun eine eigene Alternative zum Aufhübschen der Fotos bieten. Möchte man nach dem Update ein gerade geschossenes Foto oder einen Schnappschuss aus der Galerie einem Tweet hinzufügen, öffnet sich nach dem Schießen beziehungsweise Auswählen des Fotos die neue Funktion. Sie wartet mit insgesamt acht Farb-Filtern, einer Option zur automatischen Optimierung von Helligkeit und Farbsättigung sowie einer Funktion zum Zuschneiden des Bildes auf.

Zur Auswahl stehen die Filter Vignette, Schwarz-Weiß, Warm, Kühl, Vintage, Filmisch, Glücklich und Grobkörnig. Bereitgesellt wurden diese von Aviary, die selbst eine eigene App zum Bearbeiten und verschönern von Fotos im Programm haben. Die Filter lassen sich per Fingerwisch wechseln. Ein Klick öffnet zudem eine Gitteransicht, mit der sich die Auswirkungen der unterschiedlichen Filter bequem vergleichen lassen. Das Zuschneiden des Bildes ist dann eventuell etwas ungewohnt. Anstatt wie bei den meisten Foto-Apps üblich einen Rahmen zu bewegen, bleibt dieser hier starr und das Bild wird per Fingergeste solange vergrößert beziehungsweise verkleinert bis nur noch der gewünschte Ausschnitt zu sehen ist. Per Fingertipp auf das Symbol in der Leiste lässt sich noch das Bildformat ändern. Nach einem Klick auf Fertig landet das Foto dann im Tweet und kann hochgeladen werden.

Mit den 18 Filtern von Instagram kann die Twitter-App damit natürlich nicht mithalten. Allerdings ist – mit hoher Wahrscheinlichkeit – damit zu rechnen, dass in Zukunft weitere hinzukommen werden. Unsere amerikanischen Kollegen von CNET.com haben eine Galerie veröffentlicht, die die Filter beider Apps gegenüber stellt.

Eine noch bessere Alternative, die wesentlich mehr Möglichkeiten als beide Anwendungen zusammen mitbringt, ist die Android-App Pixlr Express. Sie bietet weit mehr Bearbeitungsmöglichkeiten und hat rund 600 Effekte, Überlagerungen und Rahmen im Gepäck. Die aufgehübschten Fotos lassen sich dann genauso bequem aus der Anwendung heraus auf Twitter, Facebook, Instagram, Google+ & Co. hochladen.

Die aktuelle Version der Twitter-App steht ab sofort kostenlos in Googles Play Store zum Download bereit. Twitter läuft auf allen Smartphones mit Android in der Betriebssystemversion 2.1 und höher.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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