Google Maps für iPhone: Googles Karten-Dienst ist zurück im iTunes-Store

Nach einer Monate langen Abstinenz ist Google Maps für iOS zurück und steht als eigenständige Anwendung im iTunes-Store für iPhone- und iPod-Touch-Besitzer kostenlos zum Download bereit. Voraussetzung ist iOS in der Betriebssystemversion 5.1 oder höher. Eine optimierte Version für iPad- und iPad-Mini-Nutzer gibt es derzeit noch nicht, allerdings lässt sich die App trotzdem auf Apples Tablets installieren und in einem kleinen Fenster ohne Einschränkungen nutzen.

Mit iOS 6 hat Apple Googles Karten-Anwendung Maps durch eine eigens entwickelte App zur Orientierung und Navigation ersetzt, die allerdings voller Fehler war. Falsche Angaben bei Sehenswürdigkeiten und fehlende Orte waren nur einige Punkte, die bei vielen iOS-Nutzern für große Verärgerung sorgten. Zwar hat Apple mittlerweile nachgebessert und das von TomTom bereitgestellte Kartenmaterial ist teilweise sogar aktueller als Googles Karten, doch ganz fehlerfrei ist der Kartendienst von Apple immer noch nicht. Mit Google Maps steht iOS-Nutzer neben Nokia Here Maps und anderen Navigations-Diensten nun eine weitere Alternative zur Verfügung, um Orte zu suchen oder sich zum gewünschten Ziel lotsen zu lassen.

Wie sein Android-Gegenstück bringt die iOS-Version eine Adresssuche sowie eine Schritt-für-Schritt-Navigation samt Sprachausgabe mit. Routen berechnet Google Maps für Autofahrer, Fußgänger oder Nutzer, die auf den öffentlichen Nahverkehr setzen. Dabei beachtet Googles Maps die aktuelle Verkehrslage und kennt in ausgewählten Städten wie München auch die Abfahrtszeiten der S-Bahn, Straßenbahn oder der Buslinie.

Über ein kleines Symbol in der rechten, unteren Ecke wechseln Anwender von der Karten- in die Satelliten-Ansicht, blenden die Verkehrslage und öffentlichen Verkehrsmittel ein oder starten Google Earth für 3D-Bilder. Auch Googles Street-View steht unter iOS zur Verfügung. Markiert man per langem Fingertipp eine beliebige Stelle, lassen sich über eine Leiste am unteren Bildschirmrand die 360-Grad-Panoramaansicht starten und Details zu den Orten aufrufen – zum Beispiel Öffnungszeiten von Läden und Restaurants, Links zum Webauftritt oder Erfahrungsberichte von Google+-Nutzern.

Wer sich mit seinem Google-Konto anmeldet, hat zudem die Möglichkeit, Adressen abzuspeichern und auf bereits favorisierte Orte oder frühere Suchen und Routen zurückzugreifen. Eine Anmeldung ist aber nicht zwingend nötig, um Google Maps nutzen zu können. Sie kann nach dem Installieren der App per Fingertipp übersprungen werden.

Alles in allem funktioniert Google Maps für iOS so wie man es von der Web- oder Android-Version gewohnt ist. Dank vektorbasierten Karten geht das Laden – zumindest mit WLAN-Verbindung – zügig und das Scrollen reibungslos von der Hand. Alle Funktionen der Android-Variante sind allerdings noch nicht an Bord. So fehlt beispielsweise eine Spracheingabe, eine Geländeansicht oder die Möglichkeit, Kartenausschnitte für die Offline-Nutzung abzuspeichern. Eine Internetverbindung ist also stets nötig, um Google Maps nutzen zu können. Zudem vermissen wir den Bereich Local zum anzeigen von POIs. Restaurants, Tankstellen & Co. lassen sich allerdings auch über die Suche auffinden und auf den Schirm holen. In Sachen Akkuverbrauch könnte Google ebenfalls noch etwas nachbessern. Google Maps hat – jedenfalls in unserem Test – merklich den Akku geleert.

Autor: Christian Schartel
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