Acer Aspire S7 im Test: hochwertiges 13-Zoll-Ultrabook mit Windows 8 und Touchscreen

Design und Ausstattung

Das Acer Aspire S7 ist eines der am besten aussehenden Notebooks des vergangenen Jahres. Das Gerät ist unglaublich dünn und leicht, hat aber wegen der Glasabdeckung des Deckels eine etwas ungewohnte Massenverteilung. HPs Envy Spectre hat mit ähnlichen Problemen zu kämpfen; bei diesem Notebook sind Displaydeckel und sogar die Handgelenkauflage mit Glas bedeckt. Beim Acer Aspire S7 ist die Handgelenkauflage dagegen nicht verglast – und das ist gut so.

Optisch muss das Acer Aspire S7 mit seinem schnörkellosen, eleganten Design vor keiner Konkurrenz verstecken.

Der Rest des Gehäuses besteht aus Aluminium. Acer nennt das Ganze zwar ein Unibody-Gehäuse, aber wie bei Apple bedeutet das letztlich nur, dass die Basis aus einem einzigen Block des Ausgangsmaterials geformt wurde. In Sachen verwendeter Materialien und Farbgebung unterscheidet sich das S7 zwar von einem MacBook, aber dennoch gibt es gewisse stilistische Ähnlichkeiten. Trotzdem ist es einzigartig genug, um eindeutig zu beweisen, dass Apple kein Monopol auf scharfe Designs für Highend-Notebooks hat. Bei Preisen von über 1500 Euro darf man bei diesem Notebook auch beeindruckende Technik erwarten …

Die Tastatur hat Tasten mit ebener Oberseite, ist allerdings durch ihren extrem flachen Anschlag eingeschränkt. Im Test kam es immer wieder zu Tippfehlern, da man gerade anfänglich oft unsicher ist, ob ein Anschlag nun registriert wurde oder nicht. Das ist allerdings ein Problem, was nicht neu und zudem vielen ultra-flachen (sowie etlichen normalen) Notebooks gemein ist. Dies macht diese Notebooktastatur zwar nicht gerade unbenutzbar, aber gleichzeitig gehört sie auch nicht zu den besten, die wir in letzter Zeit gesehen haben.

Das Touchpad hat für ein so kleines Notebook eine gute Größe, gehört aber nicht zu den reaktionsfreudigsten. Dieses Touchpad wird nicht von Synaptics, sondern Elan hergestellt – ein Unternehmen, dem sich unsere CNET-Kollegen erst kürzlich wegen seiner ambitionierten Pläne bezüglich Touchpad-Hardware und -Software für Windows 8 gewidmet hatten. In diesem Test führt die zähe Reaktion des Touchpads aber dazu, das wir uns oft beim Griff zum Touchscreen ertappten.

Die Tastatur des Aspire S7 ist wie in jedem ultradünnen Notebooks gewöhnungsbedürftig, erfüllt aber ihren Zweck.

Die optimale Interaktion mit einem Windows-8-Notebook wie dem Acer Aspire S7 erfolgt über eine Kombination aus Tastatur, Touchpad und Touchscreen. Es ist ein ungewöhnliches Konzept, das sich bei Windows-8-Laptops von Herstellern wie Dell, HP, Acer, Asus, Toshiba, Sony, Lenovo und anderen über Nacht zum Standard gemausert hat. Noch kann man nicht sagen, ob sich dieses Konzept als Standard für alle Notebooks etablieren wird, aber bislang ließen nur wenige Windows-8-Testgeräte einen Touchscreen vermissen – und die Einstiegspreise für Basismodelle mit Touchscreen und Intel-Core-i3-Prozessoren sind enorm gefallen und beginnen schon in einem Bereich von unter 600 Euro. Wenn er ohne erhebliche Kostensteigerung integriert werden kann, wird ein im Notebook integrierter Touchscreen wohl zur neuen Normalität im Jahr 2013 werden.

Fairerweise muss man aber auch sagen, dass der Touchscreen vielleicht nur deshalb als optimales Eingabegerät für die Interaktion mit Windows 8 erscheint, weil die Bedienung mit Touchpad und Tastatur so unglaublich kontraintuitiv ist. Der Wechsel zwischen Programmen, das Anzeigen aller offenen Programme und selbst der Wechsel zwischen Browser-Tabs ist unter Windows 8 umständlich, wenn man über keinen Touchscreen verfügt. Hat man dagegen einen, genügt ein einfacher Wischer für die grundlegenden Aufgaben in der Systemnavigation. Das Touchpad kann solche Bewegungen zwar imitieren, lässt sich aber nicht so unkompliziert nutzen.

Wir ertappten uns zunehmend dabei, dass wir im Test den Touchscreen für einige Aufgaben verwenden und Touchpad und Tastatur für andere. Ein Touchscreen im Notebook ist war keine Notwendigkeit, aber dank der jahrelangen Gewöhnung an Touchscreens in Smartphones und Tablets ist er mittlerweile auch hier ein viel natürlicheres Eingabegerät, als das noch in der letzten Hardware-Generation der Fall gewesen wäre.

Diesbezüglich hilfreich ist auch, dass das Aspire S7 einen Fehler vermeidet, den andere Touchscreen-Laptops machen: Vom geschlossenen Zustand bis zu einem Winkel von ungefähr 120 Grad verhält sich der Displaydeckel wie der jedes normalen Notebooks, aber ab 120 Grad versteifen die Displayscharniere spürbar. Im Endergebnis resultiert so das Tippen und Wischen auf dem Touchscreen in wesentlich weniger Erschütterungen und Bewegungen des Bildschirm als das bei vielen anderen Notebooks der Fall ist. Das Display lässt sich auf volle 180 Grad öffnen, so dass man das System auch komplett flach auf den Tisch legen kann, wenn man will – auch wenn das wohl nur selten passieren wird.

Der Bildschirm selbst löst 1920 x 1080 Pixel auf, was für ein 13-zölliges Notebook ein echtes Premium-Feature und mit Grund dafür ist, warum das Aspire S7 so teuer ist. Obwohl viele PC-Hersteller immer wieder sagen, dass das Hinzufügen von Touch-Funktionalität zu einem Ultrabook-Display das Gerät dicker macht, scheint der Displaydeckel des Aspire S7 immer noch sehr dünn zu sein. Das Display selbst hat ordentliche Einblickwinkel und ist zwar ein glänzendes Modell, reflektiert aber nicht übermäßig.

Acer Aspire S7 Durchschnitt für die Kategorie (13″)
Video: Micro-HDMI HDMI oder DisplayPort
Audio: Stereo-Lautsprecher, Combo-Anschluss (Kopfhörer/Mikrofon) Stereo-Lautsprecher, Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon
Netzwerk: WLAN (802.11n), Bluetooth Ethernet, WLAN (802.11n), Bluetooth
Optisches Laufwerk: - DVD-Brenner

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