Samsung Galaxy Note II im Test: das Android-Smartphone mit 5,5-Zoll-Display, Jelly Bean und LTE

Samsungs XL-Smartphone Galaxy Note hat mit dem Note II einen optimierten Nachfolger bekommen, der nicht nur ein größeres 5,55-Zoll-Display auf Lager hat, sondern auch noch mit einer Quad-Core-CPU, 2 GByte RAM, Android Jelly Bean und jetzt auch in einer LTE-Version ins Rennen geht.

Mit dem Galaxy Note II ist Samsung endlich der große Erfolg zuteil geworden, der ihm mit der vorangegangenen Version noch verwehrt blieb. Kein Wunder: das auf der IFA vorgestellte Nachfolgemodell glänzt mit verbesserter Hardware, kraftvollerem Prozessor, stärkerem Akku und größerem Display bei trotzdem nahezu gleichen Abmessungen. Jetzt ist das Galaxy Note II auch als LTE-Version und vor allem auch mit Jelly Bean erhältlich.

Bei der Vorderansicht des neuen Galaxy Note (rechts) ist gut erkennbar, dass der Home-Button jetzt nicht mehr so hoch, dafür etwas breiter ausfällt (Foto: CNET Asia).

Bei der Vorderansicht des neuen Galaxy Note (rechts) ist gut erkennbar, dass der Home-Button jetzt nicht mehr so hoch, dafür etwas breiter ausfällt (Foto: CNET Asia).

Design

Das Samsung Galaxy Note II sieht auf den ersten Blick wie ein gigantisches Galaxy S III aus. Es ist an den Kanten stärker abgerundet als das ursprüngliche Note und wird in Blau und Weiß angeboten. Für ein Smartphone fällt es mit seinen Abmessungen von 15,1 mal 8,1 Zentimetern und einer Bautiefe von 9,45 Zentimetern zwar dünn aber dennoch sehr groß aus – im Grunde eigentlich schon zu groß, um es mal eben lässig und schnell in die enge Hosentasche einer Jeans zu stecken. Der Vorgänger war im Vergleich dazu mit seinen 14,7 mal 8,3 Zentimetern nur geringfügig breiter und dafür etwas kürzer.

Das Note II ist mit 182 Gramm für ein Smartphone wahrlich kein Leichtgewicht und auch 4 Gramm schwerer im Vergleich zum ersten Note geworden. Durch die geringere Breite liegt das Smartphone trotz der Größe aber noch bequem in der Hand. Das Note lässt sich auch mit einer Hand noch gut bedienen, wobei man bei kleinen Händen natürlich schon Schwierigkeiten bekommt, den Menü-Button auf der anderen Seite mit dem Daumen noch zu erreichen. Ansonsten gleicht die Tasten-Anordnung der der meisten anderen Samsung-Smartphones.

Hält man das alte und das neue Note nebeneinander, gewinnt optisch klar das neue Note. Es wirkt deutlich schlanker und eleganter als das Vorgänger-Modell. Und auch die Rückseite macht im Bezug auf die Haptik einen hochwertigeren Eindruck, sowohl bei der Hochglanzversion des weißen Note (Marble White) als auch bei der metallisch wirkenden der blauen (Pebble Blau) Variante – obwohl sie bei allen Geräte nur aus vergleichsweise dünnem Kunststoff besteht. Die weiße Version ist, was Fingerabdrücke anbelangt, empfindlicher als der Vorgänger und die blaue Version.

Die Kanten sind beim Note II (oben) deutlich stärker abgerundet (Foto: CNET Asia).

Die Kanten sind beim Note II (oben) deutlich stärker abgerundet (Foto: CNET Asia).

Wie auch beim ersten Note findet der S Pen Stylus seinen Platz an der Unterseite des Smartphone. Er lässt er sich deutlich besser greifen und herausziehen als sein Vorgänger. Beim Herausziehen schaltet das Note II auf einen eigenen Pen-spezifischen Homescreen um – dazu später mehr. Das Einblenden eines eigenen Screens beim Herausziehen des Stifts gab es übrigens bei der ersten Version noch nicht.

Die Bedienelemente beschränken sich auf die Lautstärke-Wippe an der linken Gehäuseseite und den Ein-/Ausschalter rechts. Ansonsten ist oben der Kopfhöreranschluss verbaut und unter der USB-Multifunktions-Slot.

Zieht man den Stylus heraus, öffnet sich ein spezieller Homescreen (Foto: CNET.de).

Zieht man den Stylus heraus, öffnet sich ein spezieller Homescreen (Foto: CNET.de).

Sind die Finger nicht lang genug, kann man auch bequem mit beiden Daumen arbeiten (Foto: CNET Asia).

Sind die Finger nicht lang genug, kann man auch bequem mit beiden Daumen arbeiten (Foto: CNET Asia).

Ausstattung

Das Smartphone kommt mit Googles aktuellem Betriebssystem Android Jelly Bean in der Version 4.1.2, das im Vergleich zu Ice Cream Sandwich deutlich performanter ist und beispielsweise auch den Einsatz von Google Now möglich macht. Samsung hat auch dem Note II die Samsung-eigene TouchWiz-Oberfläche übergestülpt. TouchWiz ist nicht nach jedermanns Geschmack, aber hier sehr gut umgesetzt.

Im Inneren des Note II werkelt ein Quad-Core-Exynos-Prozessor mit 1,6 GHz, dem gleich 2 GByte RAM zur Seite stehen. Damit bietet das neue Note genügend Power und Speicher für alle Anwendungen und natürlich auch Spiele. Zum Speichern von Daten stehen 16 GByte Kapazität zur Verfügung, die teilweise durch Systemdateien belegt sind. Über die Micro-SD-Karte lässt sich der Speicherplatz aber um 64 GByte erweitern. Um an den Slot zu gelangen, muss man allerdings erst den Akkudeckel entfernen.

Samsung-Smartphones kommen in der Regel mit austauschbaren Stromspeichern und auch das Note II bildet hier keine Ausnahme. Der Hersteller hat beim neuen Note im Vergleich zum alten – was die Kapazität anbelangt – noch eine Schippe draufgelegt um auch den erhöhten Leistungsanforderungen im LTE-Einsatz gerecht zu werden – und liefert jetzt einen Akku mit 3100 mAh statt 2500 mAh.

Samsung hat das Seitenverhältnis beim Note II von 16:10 auf 16:9 geschrumpft. Das neue Note fällt mit seinem 5,5-Zoll-Display etwas länger, dafür aber schmäler aus als das erste Note mit einem 5,3-Zoll-Display. Wie schon beim ersten Note kommt hier ein HD-Super-AMOLED-Bilschirm zum Einsatz, allerdings nicht mehr mit einer Auflösung von 1280 mal 800 Pixel, sondern mit 1280 mal 720 Pixel. Die Pixeldichte hat sich damit von 284 ppi auf 264 ppi verringert. Im Vergleich zum ersten Note liefert das Note II mit seinem AMOLED auch brillante Farben, satte Kontraste und hohe Blickwinkelstabilität, kommt aber doch nicht ganz an die Leuchtkraft des Vorgängers heran.

Anders als die meisten Smartphones, ist das Note II mit einem Stift namens S Pen ausgestattet. Es handelt sich dabei nicht um einen gewöhnlichen Stift, sondert um einen drucksensitiven Digitizer. Das bedeutet, dass die Schriftstärke durch entsprechenden Druck steuerbar ist. Mit dem Stift lassen sich Notizen erstellen, Anmerkungen auf Fotos erfassen, Bildausschnitte festlegen et cetera. Hierfür stehen extra eigene S-Apps wie der S-Planner, S-Note oder S-Suggest zur Verfügung. Praktisch ist auch AirView: Wenn sich die Spitze des Stifts in der Nähe des Bildschirms befindet, werden die dort verfügbaren Funktionen beziehungsweise weitere Details angezeigt.

Mit dem Stift kann man auch zwischendurch schnell Notizen erstellen (Foto: CNET Asia).

Mit dem Stift kann man auch zwischendurch schnell Notizen erstellen (Foto: CNET Asia).

Anders als beim Note II gibt es beim Layout nur noch vier statt der fünf Spalten des Note I, was zumindest für Umsteiger gewöhnungsbedürftig sein dürfte.
Über den Multitasking-Modus lassen sich zwei Apps in einem Fenster öffnen. Dazu muss man unten auf die Schaltfläche “Zurück” drücken, bis links eine spezielle Menüleiste erscheint. Die gewünschten Apps können dann nacheinander ins Fenster gezogen werden. Die Position und die Fenstergröße lässt sich dann mithilfe des Schiebereglers anpassen.

Die visuelle Tastatur sorgt für ein bequemes Tippen. Durch das große Display fällt es auch leicht mit zwei Daumen zu tippen. Auf Wunsch kann auch der Einhand-Modus aktiviert werden.

Einem modernen Smartphone dieser Klasse angemessen, verfügt das Samsung Galaxy Note II über alle relevanten Kommunikationsschnittstellen. Das Note II kommuniziert über den schnellen UMTS-Standard HSPA+ mit bis zu 21 MBit/s in Download und bis zu 5,76 MBit/s beim Upload oder beim LTE-Modell mit bis zu 100 MBit/s beim Download und 50 MBit/s beim Upload. Das WLAN-Modul funkt sowohl auf dem 2,4- als auch auf dem weniger frequentierten 5-GHz-Band und auch mit Bluetooth-4.0 ist das Note auf dem aktuellen Stand. Einen GPS-Sensor hat das Samsung Note II selbstverständlich auch an Bord.

Neueste Kommentare 

7 Kommentare zu Samsung Galaxy Note II im Test: das Android-Smartphone mit 5,5-Zoll-Display, Jelly Bean und LTE

  • Am 18. Januar 2013 um 19:38 von Marcel

    Auf dem Vergleichsbild, ist der Akkudeckel das Note GT-N7000 auf einer Seite nicht richtig verschlossen! Aber ansonsten Top-Beitrag!
    Kann das Note II GT-N7100 nur empfehlen, bin stolzer Besitzer…

    • Am 23. Februar 2013 um 09:37 von Stefan Sailer

      Kann es ebenfalls voll empfehlen.Für mich das beste Smartphone ever. Warum die Größe immer als negativ bewertet wirdist mir schleierhaft’ Eher ein plus. Ein Tablet kriegt doch auch keine Minus Punkte wenn es 10 statt I z7 Zoll hat,wenn es dann nicht mehr in eine Damen Handtasche passt

  • Am 12. März 2013 um 20:31 von Booraq

    Habe einen Note 2 und wusste das es groß ist und fühl mich nicht gestört, denn ich wusste es ja. Wurde ja nicht verheimlicht. Deswegen sehe ich es nicht als ein Negativ Punkt.

  • Am 19. März 2013 um 12:37 von sven

    Super beitrag ! War bis vor zwei Wochen besitzer des s3 …hatte erst Vorurteile wegen der größe, aber habe mir das note 2 dann einfach gekauft… innerhalb weniger Minuten war mir das s3 dann zu klein und mit einer hand ist das note 2 auch easy zu bedienen! Die Features sind wahnsinnig…die Software 1a und im ganzen für mich das beste Handy aufmmarkt ! Der s pen ist sehr gensu und idealzim surfen, schreiben etc … dieses handy ist alles in einem…und wer zweifelt, sollte es einfach mal zwei tage ausprobieren! Das Thema mit der Hosentasche stimmt meiner Meinung nach nicht, denn es ist trotz der Größe handlich und ideal für alle Lebenslagen! Mfg

  • Am 25. Mai 2013 um 07:27 von Jörg

    Kann mich auch nur positiv über das Note 2 äußern. Das mit der Größe…tja das weiß man ja bevor man es kauft und genau das große Display ist auch mit ein Kaufkriterium. Ich bin voll begeistert vom Note 2 und möchte es nicht mehr hergeben.

  • Am 31. Mai 2013 um 13:28 von Tim

    Ich bin momentan ein mehr oder weniger stolzer Besitzer eines Sony Xperia z und überlege mir ob es sich nicht loht das Note 2 zu kaufen…was meint ihr dazu?!

  • Am 7. Juli 2013 um 19:35 von Emma

    Also ich würde mir es schon kaufen des is ober geiil

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