Lenovo ThinkPad Twist im Test: schlankes Convertible-Notebook mit Windows 8

Lenovo präsentiert mit dem ThinkPad Twist ein weiteres eher ungewöhnliches Convertible-Notebook mit Windows 8 und einem 12,5 Zoll großen und drehbaren Bildschirm. Aus dem Ultrabook entsteht dann im Handumdrehen ein Tablet-PC für die Bedienung per Finger oder Stift oder ein praktisches Tool für Präsentationen.

Den Begriff “Tablet” gab es schon lange vor iPad, Galaxy Note, Nook HD und Co. Ein Tablet war damals ein Windows-basiertes Gerät, das den Großteil seines Daseins als traditionelles Notebook verbrachte und dessen Display bei Bedarf auf den Rücken gedreht wurde, so dass das Gerät dann als Touchscreen-Slate-PC genutzt werden konnte. Lenovo und HP gehören zu den wichtigsten der wenigen großen Hersteller, die die Windows-basierten Convertible-Notebooks während der kargen Jahre vor der iPad-Revolution mit Systemen wie dem Lenovo IdeaPad S10-2 und dem HP Touchsmart TX2 am Leben gehalten haben.

Heutzutage sind Tablets, Hybrid-Geräte und Convertibles dagegen omnipräsent und in Massen verfügbar. Die Bandbreite geht dabei von Geräten wie dem Sony Vaio Duo, das einfach zum Notebook aufgeschoben wird, über das Dell XPS 12, dessen Display einfach im Displayrahmen gedreht wird, bis hin zum Lenovo IdeaPad Yoga, dessen Display man aus dem Notebookmodus einfach nach hinten klappt und es so zum Tablet macht. Aber das klassische Convertible-Design – also ein Display, das an einem zentralen Scharnier gedreht und dann auf die Rückseite des Geräts geklappt wird – haben wir schon lange nicht mehr gesehen.

Damit stellt das Lenovo ThinkPad Twist in gewissem Sinne eine technische Antiquität dar – und das muss nicht unbedingt schlecht sein. Denn Convertible-Notebooks mit zentralem Drehscharnier dürften noch sehr vielen Anwendern vertraut sein, die vor 2010 ein Windows-Tablet ihr Eigen nannten. Das Design ist natürlich nicht ganz so schick aus wie das der futuristischen Convertibles von Dell oder Toshiba, aber gerade Business-Anwendern dürfte es vertrauter sein – und das bringt ja auch einen gewissen Wohlfühleffekt mit sich. Dazu kommt noch die ThinkPad-typische stabile Konstruktion, ein IPS-Panel sowie Lenovos übliche Palette an benutzerfreundlicher Konfigurations- und Support-Software.

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Der Beschleunigungsmesser zeigt sich manchmal etwas zickig, was in einer fehlerhaften Bildschirmausrichtung resultiert.

In der Preisklasse der hier getesteten etwa 950 Euro teuren Core-i5-Konfiguration des ThinkPad Twist würde es Suchern jedenfalls schwerfallen, ein qualitativ hochwertigeres Gerät zu finden. Wer auf todschickes Aussehen Wert legt, ist mit dem Twist wahrscheinlich falsch bedient – es sieht wirklich so aus, als habe es gerade einen Zeitsprung aus dem Jahr 2009 hinter sich. Aber Business-User und private Anwender ohne große Designansprüche bekommen hier die volle, klassische ThinkPad-Breitseite verpasst, was in diesem Fall auch Touch-Funktionalität unter Windows 8 einschließt.

Preis des Testgeräts: ca. 950 Euro
Prozessor: Intel Core i5-3317U (1,7 GHz, Dual-Core)
Arbeitsspeicher: 4 GByte (DDR3, 1600MHz)
Festspeicher: 500 GByte HDD (7200 U/min.) + 24 GByte SSD (mSATA)
Chipsatz: Intel HM77
Grafik: Intel HD Graphics 4000 (integriert)
Betriebssystem: Windows 8 (64 Bit)
Abmessungen: 31,3 x 23,6 x 2,0 cm
Display: 12,5 Zoll (1366 x 768 Pixel, IPS-Panel)
Gewicht: 1,5 kg
Kategorie: Ultraportable

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