Lenovo ThinkPad Twist im Test: schlankes Convertible-Notebook mit Windows 8

Anschlüsse, Performance und Akkulaufzeit

Was die Verbindungsmöglichkeiten angeht ist das Twist für ein 12,5-zölliges Notebook mit Touchscreen vergleichsweise gut bestückt. Man braucht zwar Adapter für den Videoausgang, aber wenn das nächste Mal jemand sagt, dass sich in einem flachen Convertible-Laptop kein vollwertiger Ethernet-Anschluss unterbringen lässt, braucht man einfach nur das Twist vorzeigen. Ein paar Sachen, auf die man im Tablet-Modus schnellen Zugriff braucht (beispielsweise physische Lautstärketasten und die Ein-/Aus-Taste), hat Lenovo an den Displaydeckel verlegt, aber die eigentlichen Schnittstellen finden sich alle an der Basis des Geräts.

In der von uns getesteten 899-Euro-Version des Twist steckt der 1,7 GHz schnelle Intel-Prozessor Core i5-3317U, der auch in vielen anderen Windows-8-Notebooks steckt. Dazu kommen vier GByte Arbeitsspeicher, eine 500 GByte große HDD und eine 24 GByte große SSD für schnellere Starts von Betriebssystem und Anwendungen. Alles in allem ist das sicherlich nicht die beste Ausstattung, die man in dieser Preisklasse findet; wer sucht, findet sicherlich auch Notebooks mit einer vollwertigen SSD statt einer HDD. Aber man sollte auch die hohe Anfass- und Fertigungsqualität des Lenovo Twist nicht vergessen, das ist schließlich auch eine Menge wert.

In unseren Benchmark-Tests liegt das Twist wenig überraschend auf gleichem Niveau wie andere Windows-8-Notebooks mit dem Core i5-3317U. All diese Systeme haben mehr als genug Leistung für Office-Aufgaben, HD-Video-Playback und das Surfen im Web. Bei Videospielen sieht es völlig anders aus: Nur mit Intels integrierter Grafiklösung HD Graphics 4000 bestückt, ist man mit dem Twist und anderen Geräten seiner Art auf ältere oder auf Games der Casual-Klasse beschränkt. Fordernde, moderne Spiele kann man bestenfalls mit niedrigsten Detaileinstellungen laufen lassen. Aber wenn Gaming die Hauptpriorität ist, wird man sich wohl kaum nach einem ThinkPad umsehen.

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Mit seiner mattschwarzen Oberfläche passt das Twist gut in Büros, fällt aber auch im Café nicht auf.

Die Akkulaufzeit ist dagegen für jeden mobilen Nutzer wichtig. Bei einem schlanken 12,5-Zoll-Notebook wie dem Twist würde man eigentlich eine Akkulaufzeit erwarten, die den ganzen Tag abdeckt. Aber leider hält das Twist nicht so lange durch wie andere Touchscreen-Notebooks mit Windows 8 und schafft in unserem Akkutest bei der Videowiedergabe nur vier Stunden und zwölf Minuten. Da fehlen fast anderthalb Stunden an der getesteten Akkulaufzeit von Lenovos Yoga-Convertible. Allerdings arbeitet unser Akkutest auch mit ausgesprochen strikten Energieeinstellungen, während Lenovo dem Twist eine einfach zu benutzende App mit mitgibt, mit der Anwender beispielsweise die Bildschirmhelligkeit oder das Startverhalten bestimmter Services an ihre persönlichen Vorlieben anpassen und somit die Akkulaufzeit beeinflussen können.

Fazit

Das Lenovo ThinkPad Twist ist auf den ersten Blick ein Anachronismus aus der Gründerzeit der Touch-fähigen Convertible-Notebooks. Das Design mit dem Zentralscharnier springt zwar nicht ganz so ins Auge wie die klappende, faltende oder gleitende ultramoderne Konkurrenz, aber nichtsdestotrotz stellt das Twist ein schlankes und rundum uneingeschränkt nutzbares Convertible-Gerät mit gutem Tablet-Modus dar. Aber vor allem ist das Twist ein dünnes Ultraportable-Notebook mit einem Gehäuse aus einer Magnesium-Legierung und einer der besten Tastaturen, die man in dieser Preisklasse findet.

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