Asus VivoBook S200E im Test: preiswertes Windows-8-Notebook mit Touch-Display und Intel-Core-i3-CPU

Asus bietet mit dem VivoBook S200E eines der derzeit günstigsten Windows-8-Notebooks. Es sieht auf den ersten Blick sehr ansprechend aus und geizt auch nicht mit den Anschlussmöglichkeiten. Im Test zeigt sich schnell, wie es um die gesamte Leistungsfähigkeit bestellt ist.

Auf den ersten Blick würde man von außen nicht vermuten, dass es sich beim VivoBook S200E von Asus um ein eher preiswertes Notebook handelt. Abgesehen vom Aluminium-Gehäuse und der stabilen Bauweise befindet sich auf diesem 11,6-Zoll-Notebook bereits ab Werk Microsofts Betriebssystem Windows 8 und außerdem ein Touchscreen. Zusätzlich sind noch jede Menge Anschlussmöglichkeiten einschließlich Ethernet und HDMI sowie ein SD-Karten-Leser an Bord.

Es präsentiert sich vielleicht nicht ganz so elegant und schick wie ein ZenBook von Asus, aber es sieht ohne Frage teurer aus, als es tatsächlich ist. Mit einem Preis ab 549 Euro ist eines der erschwinglichsten Windows-8-Notebooks mit Touchscreen, die man zur Zeit von namhaften Herstellern bekommen kann.

Gut, bei der Preisgestaltung sollte man auch bereit sein, ein paar Kompromisse einzugehen, wobei die dann eher im Inneren zu finden sind. Dazu zählen beispielsweise eine „langsamere“ Intel-Core-i3-CPU und eine normale Festplatte anstelle einer SSD oder eines Hybrid-Antriebs. Optimierungsbedarf besteht sicherlich auch bei der Lebensdauer des Akkus. Das Asus VivoBook S200E ist aber in jedem Fall eine preiswerte Möglichkeit das Windows-8-Touch-Interface in Ruhe auszuprobieren.

Design

Mit dem S200E für 549 Euro bietet Asus ein durchaus preiswertes Window-8-Notebook mit Touchscreen (Foto: CNET).

Mit dem S200E für 549 Euro bietet Asus ein durchaus preiswertes Window-8-Notebook mit Touchscreen (Foto: CNET).

Anstelle der für Notebooks in diesem Preissegment üblichen Kunststoff-Konstruktion kommt bei diesem VivoBook ein Chassis aus gebürstetem Aluminium zum Einsatz. Das Design hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem der Highend-ZenBooks, auch wenn die VivoBooks nicht ganz so schlank ausfallen wie diese Ultrabooks.

Mit rund 1,4 Kilo ist das VivoBook jedenfalls leicht genug, um zumindest in puncto Gewicht mit den Ultrabooks zu konkurrieren, und dank seiner Abmessungen lässt sich das 11,6-Zoll-Notebook auch locker nahezu in jede Tasche stecken.

Technische Daten: Asus Vivobook S200E

Preis (Testversion) 549 Euro
Prozessor 1,8 GHz Core i3-3217U
Arbeitsspeicher 4 GByte, 1,333MHz DDR3
Festplatte 500 GB 5400 rpm HDD
Chipsatz Intel HM76
Grafik Intel HD Graphics 4000
Betriebssystem Microsoft Windows 8 Pro (64-bit)
Abmessungen 30,3 x 20,0 cm
Höhe 21,7 cm
Bildschirm 11,6 Zoll
Gewicht 1,40 kg
Geräte-Kategorie Ultraportable

Aufgrund des günstigen Preises ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Asus hier auf eine hintergrundbeleuchtete Tastatur verzichtet hat. Das VivoBook ist mit einem Island-Keyboard ausgestattet, bei dem die Funktionstasten in der obersten Reihe und die Pfeiltasten schmäler ausfallen. Bei den Funktionstasten kann nicht einfach auf eine Doppelbelegung und damit die Multimediasteuerung umgeschaltet werden. Um beispielsweise die Lautstärke oder die Helligkeit zu verändern, muss die Fn-Taste gedrückt bleiben.

Eine Hintergrundbeleuchtung gibt es bei der Tastatur des S200E nicht, aber ein Jammern wäre da auch nicht gerechtfertigt (Foto: CNET Asia).

Eine Hintergrundbeleuchtung gibt es bei der Tastatur des S200E nicht, aber ein Jammern wäre da auch nicht gerechtfertigt (Foto: CNET Asia).

Man könnte fast annehmen, dass Asus vielleicht beim Touchpad knausern würde, nachdem der Hersteller dem VivoBook ja schließlich einen Touchscreen spendiert hat, aber zum Glück ist das überhaupt nicht der Fall. Das großzügig bemessene Touchpad fällt breit aus, kommt mit einer glatten Oberfläche und es reagiert insgesamt sehr gut – auch auf Multitouch-Gesten.

Features

Der 11,6-Zoll-Touchscreen löst mit einer typischen Auflösung von 1366 x 768 Pixel auf, was für diese Größe durchaus ausreichend ist. Der Bildschirm ist glänzend, aber die Darstellung scharf und die Blickwinkel gut. Leider zieht das Display Fingerabdrücke et cetera geradezu magisch an und da man aller Wahrscheinlichkeit nach den Touchscreen auch anfasst, – wie sollte es auch anders sein – könnte einem der optische Zustand des Bildschirm gelegentlich durchaus auf die Nerven gehen. Oberhalb des Displays befindet sich die Webcam, die für Video-Chats ausreicht.

Im Inneren werkelt beim VivoBook eine Intel-Core-i3-Ultra-Low-Voltage-CPU anstelle einer Core i5-Version, und statt der bei Ultrabooks üblichen SSD oder des Hybrid-Antriebs ist eine langsamere Festplatte mit 5400 rpm verbaut. Mit diesen Einschränkungen, besonders dem Einsatz „nur“ einer 2,5-Zoll-HDD mit einer Kapazität von 500 GByte kann man das VivoBook Anwendern, die ein Ultrabook gewohnt sind, sicherlich nur schwerlich schmackhaft machen, aber für ein Gerät dieser Preisklasse ist es ein durchaus guter Kompromiss. Zusätzlich stehen übrigens noch 32 GByte Cloudspeicher von Asus für drei Jahre kostenlos zur Verfügung.

Richtig gut gelungen ist das Angebot an Anschlussmöglichkeiten. Hier findet sich praktisch alles, was man überlicherweise benötigt. Es gibt sogar einen Ethernet-Anschlusss (10/100 Base T)  und einen SD-Karten-Leser, was bei den doch recht geringen Abmessungen durchaus beeindruckend ist. Mehrere USB-3.0-Ports wären schön gewesen – es gibt leider nur einen. Etwas Nörgeln sei erlaubt.

Einen Ethernet-Port hätten wir bei diesem Notebook eigentlich weniger vermutet (Foto: CNET Asia).

Einen Ethernet-Port hätten wir bei diesem Notebook eigentlich weniger vermutet (Foto: CNET Asia).

Auf der gegenüberliegenden Seite befinden sich der SD-Karten-Leser, der USB-2.0- und der VGA-Anschluss (Foto: CNET Asia)Auf der gegenüberliegenden Seite befinden sich der SD-Karten-Leser, der USB-2.0- und der VGA-Anschluss (Foto: CNET Asia).

Auf der gegenüberliegenden Seite befinden sich der SD-Karten-Leser, der USB-2.0- und der VGA-Anschluss (Foto: CNET Asia).

Asus VivoBook X202 Durchschnitt für diese Klasse (Ultraportable)
Video HDMI und VGA VGA und HDMI oder DisplayPort
Audio Stereo-Lautsprecher, Kopfhörer-/Mikrofon-Kombibuchse Stereo-Lautsprecher, Kopfhörer-/Mikrofon-Kombibuchse
Data 2 USB 2.0, 1 USB 3.0, SD-Karten-Leser 2 USB 2.0, 1 USB 3.0, SD-Karten-Leser
Netzwerk Ethernet, IEEE 802.11n, Bluetooth Ethernet, 802.11n Wi-Fi, Bluetooth, optional 3G/4G
Optisches Laufwerk nein nein

Es gibt ein paar Windows-8-Apps von Asus, darunter eine Weltzeituhr, einen wissenschaftlichen Taschenrechner und ein Umrechungstool. Es handelt sich dabei bei allen um relativ einfache Anwendungen, die komplikationslos zu bedienen sind. Das Unternehmen hat auch proprietäre Desktop-Anwendungen integriert, die den Benutzer beim Handling des Notebooks unterstützen sollen. Ein Power-Management-Tool und ein automatisches Software-Update-Dienstprogramm sind zwei nützliche Anwendungen, die uns durchaus positiv aufgefallen sind.

Die VivoBook kommt mit Stereo-Lautsprechern mit Asus‘ SonicMaster-Audio-Technologie. Die Qualität der Lautsprecher ist überraschend gut, sie füllen problemlos einen Raum mit ihrem Klang und geben den Sound auch bei maximaler Lautstärke ohne Verzerrungen wieder. Ohne Subwoofer mangelt es etwas an den Bässen, aber die Tonqualität ist eindeutig eine Klasse besser als bei anderen günstigen Maschinen.

Modell Asus VivoBook S200E Acer Aspire V5 Touch HP Envy x2
Prozessor 1,8 GHz Intel Core i3 1,7 GHz Intel Core i5 1,8 GHz Intel Atom
Grafik Intel HD Graphics 4000 PowerVR SGX 545 Intel HD Graphics für Intel Atom Processor Z2760
Video HDMI und VGA HDMI HDMI
Audio Stereo-Lautsprecher, Kopfhörer-/Mikrofon-Kombibuchse Stereo-Lautsprecher, Kopfhörerbuchse Stereo-Lautsprecher, Kopfhörer-/Mikrofon-Kombibuchse
Anschlussmöglichkeiten 2 USB 2.0, 1 USB 3.0, SD-Karten-Leser 2 USB 2.0, 1 USB 3.0, SD-Karten-Leser 2 USB 2.0, SD-Karten-Leser, MicroSD-Karten-Leser
Netzwerk Ethernet, IEEE 802.11n, Bluetooth Ethernet (via dongle), IEEE 802.11n, Bluetooth Ethernet 802.11n, Bluetooth
Preis ab 549 Euro ab ca. 685 Euro ab ca 899 Euro

Bis jetzt gibt es noch nicht allzu viele Notebooks mit Touchscreen am Markt, geschweige denn 11,6-Zoll-Modelle mit einem preiswerten Intel-Core-i3-Prozessor, da häufiger teure Intel-Atom-Prozessoren zum Einsatz kommen. Zwischenzeitlich werden bei den High-End-Geräten vor allem Core-i5- und -i7-CPUs verbaut. Daher war es ziemlich schwierig, zum Testzeitpunkt vergleichbare Modelle zu finden.

Alternativ kommt – wenn es ein relativ preisgünstiges Gerät sein soll – auch noch das Acer Asprire V5 Touchscreen infrage. Es ist in einer 14- und einer 15,6-Zoll-Version erhältlich, mit einer besseren Core-i5-CPU ausgestattet und verfügt über eine ähnlich langsame Festplatte. Der Preis liegt allerdings auch ein Stück weit über dem des VivoBook. Ein durch einen Intel Atom angetriebenes Notebook, wie das HP Envy X2, glänzt mit einer deutlich besseren Akkulaufzeit als das VivoBook. Dadurch, dass es auch als Tablet verwendet werden kann ist es zudem noch vielseitiger als das Asus-Notebook. Die Leistung ist aber nicht so gut und es ist bei weitem nicht so günstig.

 

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Asus VivoBook S200E im Test: preiswertes Windows-8-Notebook mit Touch-Display und Intel-Core-i3-CPU

  • Am 11. April 2014 um 23:44 von bier

    „mit einem preiswerten Intel-Core-i3-Prozessor, da häufiger teure Intel-Atom-Prozessoren zum Einsatz kommen“ – Guten Morgen!

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