Dell XPS 13 im Test: Ultrabook mit schneller Intel-CPU

Das neue Dell Ultrabook XPS 13 ist schnell, superflach, schick und kommt mit hochauflösendem 13,3-Zoll-Display mit 1080p. Wir haben uns den MacBook-Air-Konkurrent genauer angesehen.

Es ist gerade einmal ein gutes Jahr her, dass Dell mit seinem kleinen, beeindruckenden 13-Zoll-Notebook namens XPS 13 debütierte. Es zielte genau auf Produkte wie das MacBook Air und die Windows-Ultrabooks im Businesssegment ab – technisch ausgerichtet auf Business-Kunden, aber dennoch kompakt und voller Stil. Aufgrund einer gewissen Ähnlichkeit zu Apples MacBook Air hatte es bei unseren US-Kollegen ganz schnell seinen neuen Namen weg: Dellbook Air.

Dell hat das XPS 13 zwischenzeitlich einem Update unterzogen und einige Features optimiert. Es verfügt jetzt – je nach Modell – über einen schnelleren Core-i5- respektive i7-Prozessor von Intel, zwei USB-3.0-Ports und einen höherauflösenden 1080p-Bildschirm. Aber eine Touch-Display? Fehlanzeige.

Im vergangenen Jahr hatten wir beim XPS 13 die begrenzte Port-Auswahl wie den fehlenden HDMI-Slot beziehungsweise den SD-Kartensteckplatz bemängelt. Außerdem kritisierten wir das Display und die Lebensdauer der Batterie, die im Test hinter andere schlanke Konkurrenten zurückgefallen war. Das neue XPS 13 kommt jetzt mit einem schicken 1080p-Display und mehr Akkulaufzeit. Die höhere Auflösung hat allerdings ihren Preis: das günstigste Modell mit 1080p kostet immerhin 1149 Euro. Das Einstiegsmodell gibt es zwar bereits ab 999 Euro, dann allerdings mit einem 720p-Bildschirm.

(Foto: Sarah Tew / CNET)

(Foto: Sarah Tew / CNET)

Technische Daten Dell XPS 13
Preis der Testkonfiguration/Spitzenmodell/Einstiegsmodell 1399 Euro 1399 Euro (N0013Z11) 999 Euro (N0013Z45)
Bildschirm 34 cm (13,3 Zoll)-Full-HD-WLED-Display mit 1.080p, Truelife und Skype-zertifizierter 1,3-MP-HD-Webcam 34 cm (13,3 Zoll)-Full-HD-WLED-Display mit 1.080p, Truelife und Skype-zertifizierter 1,3-MP-HD-Webcam 34 cm (13,3 Zoll)-Full-HD-WLED-Display mit 720p, Truelife und Skype-zertifizierter 1,3-MP-HD-Webcam
Prozessor 1,9 GHz Intel Core i7-3517U 2,0 GHz Intel Core i7-3537U 1,7 GHz Intel Core i5-3317U
Arbeitsspeicher 8 GByte 8 GByte 4 GByte
Festplatte 256 GByte SSD 256 GByte SSD 128 GByte SSD
Chipsatz Intel QS67 k.A. k.A..
Grafik Intel HD 4000 Intel HD 4000 Intel HD 4000
Betriebssystem Windows 8 Windows 8 Windows 8
Wireless Intel Centrino Advanced-N 6235 + Bluetooth 4.0 Kombikarte Intel Centrino Advanced-N 6235 + Bluetooth 4.0 Kombikarte Intel Centrino Advanced-N 6235 + Bluetooth 4.0 Kombikarte
Abmessungen (WD) 31,5 x 20,6 cm 31,5 x 20,6 cm 31,5 x 20,6 cm
Höhe 6 bis 18 mm 6 bis 18 mm 6 bis 18 mm
Bildschirmgröße (Diagonale) 13,3 Zoll 13,3 Zoll 13,3 Zoll
Gewicht 1,36 kg 1,36 kg 1,36 kg
Geräteklasse 13 Zoll 13 Zoll 13 Zoll

Das Dell XPS 13 ist zweifelsohne eines der bestaussehendsten Dells seit dem Adamo. Die Softtouch-Oberfläche, eine elegante Tastatur, das schlanke Metall und eine insgesamt stabile Konstruktion vermitteln einen starken ersten Eindruck. Auch wenn das neue XPS 13 im Grunde nicht viel anders aussieht aus sein Vorgänger, macht es optisch immer noch eine ausgesprochen gute Figur.

(Foto: Sarah Tew / CNET)

(Foto: Sarah Tew / CNET)

Die Grundfläche fällt mit 31,5 mal 20,6 Zentimeter etwas kleiner aus als beim MacBook Air (32,5 mal 22,7 Zentimeter), wodurch es eher wie ein 11- beziehungsweise 12-Zoll-Notebook wirkt. Der magnetische Verschluss lässt sich bequem öffnen und der Deckel ragt im zusammengeklappten Zustand minimal vor, genau so weit, dass man ihn mit dem Daumen problemlos öffnen und schließen kann.

Das XPS 13 wiegt 1360 Gramm und liegt damit auf Augenhöhe mit dem MacBook Air und seinen 1350 Grammm. An der schmalsten Stelle ist es gerade einmal 6 Millimeter stark und an der dicksten nur 18 Millimeter. Das MacBook Air kommt hier auf Werte von 0,3 bis 1,7 Zentimeter. Das XPS 13 fällt jedenfalls insgesamt für ein 13-Zoll-Ultrabook vergleichsweise schlank und leicht aus.

(Foto: Sarah Tew / CNET)

(Foto: Sarah Tew / CNET)

Wie schon erwähnt sind, lassen sich optisch kaum Unterschiede zum Vorgängermodell ausmachen. Der Rest ist eher Kosmetik. Auch wenn das XPS 13 sehr kompakt ausfällt, hat das keinen negativen Einfluss auf die Tastatur. Dell setzt auch hier auf ein Chicklet-Keyboard mit guter Haptik. Die hintergrundbeleuchtete Tastatur ist großzügig genug bemessen und das klickbare Multitouch-Touchpad bietet den Fingern genügend Platz.

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Als Betriebssystem kommt Windows 8 zum Einsatz, das bekanntermaßen touchorientiert ist. Auch wenn eine Touch-Funktionalität nicht zwingend erforderlich ist, so wird man sie hier doch bei einigen Microsoft-Anwendungen vermissen. So ist und bleibt das Touchpad beim XPS 13 die einzige Touch-Schnittstelle. Das Reaktionsverhalten des Pads ist gut, wobei hier sicherlich auch noch Spiel nach oben ist. Gewöhnungsbedürftig sind vor allem die Wischgesten vom Rand.

(Foto: Sarah Tew / CNET)

(Foto: Sarah Tew / CNET)

Das sicherlich interessanteste neue Feature beim aktuellsten XPS 13 ist das 13-Zoll-1080p-Display mit Gorilla Glas. Es präsentiert sich bei einer Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixel mit scharfer, brillanter Darstellung, mit hohem Blickwinkel von 178 Grad und einer Helligkeit von 250 cd/m². In puncto Bildqualität überflügelt es sogar das MacBook Air. Aber aufgepasst: nicht alle XPS-13-Varianten sind mit diesem Display ausgestattet. Die hier nicht getesteten Einstiegsmodelle beschränken sich – wie schon oben erwähnt – auf eine Auflösung von 1366 x 768 Pixel. Normalerweise wirkt ein 13-Zoll-Bildschirm bei 1080p eher überladen, aber das Schöne an Windows 8 ist, dass das neue Interface mit den Tiles und die Full-Screen-Anwendungen von der höheren Auflösung auf kleineren Bildschirmen wie hier eher profitieren. Über dem Display befindet sich noch eine Skype-zertifizierte 1,3-Megapixel-HD-Webcam.

Trotz des großen 13,3-Zoll-HD-Displays mit seiner Bilddiagonale von 34 Zentimeter braucht es nur annähernd so wenig Platz wie ein 11-Zoll-Notebook. Das Display geht hier fast bis zum Rand, der seitlich inklusive Gehäuse etwa einen Zentimeter breit ist, oben und unten ist es etwas mehr. Damit fehlt natürlich der nötige Platz für Wischgesten.

So hat sich Dell beim XPS 13 bewusst zugunsten des brillanten, hochauflösenden Full-HD-Displays und einer kompakten Bauform entschieden – und damit gegen Touch. Darüber lässt sich natürlich streiten. Sicherlich kann man für 1400 Euro eigentlich auch einen Touchscreen erwarten und im Zeitalter von Windows 8 lässt sich dieses Feature nicht mehr so einfach ignorieren. Inzwischen bekommt man bereits für die Hälfte des Preises auf dem Markt Ultrabooks mit Touchscreen und findet zudem immer immer Highend-Notebooks, die Touch serienmäßig anbieten.

Dell XPS 13 (2013) Durchschnitt in dieser Kategorie [13 Zoll]
Video Mini-DisplayPort HDMI oder DisplayPort
Audio Stereo-Lautsprecher, Kopfhörer-/Mikrofonanschluss Stereo-Lautsprecher, Kopfhörer-/Mikrofonanschluss
Anschlüsse 2 x USB 3.0 2 x USB 3.0, 1 x USB 2.0, SD-Kartenleser
Netzwerk 802.11n Wi-Fi, Bluetooth Ethernet, 802.11n Wi-Fi, Bluetooth
Optisches Laufwerk nein DVD-Brenner

 

 

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