Google Project Glass: Google zeigt erste Apps für die Datenbrille

Google zeigt erste Apps für Google Project GlassGoogle zeigt auf der South-by-Southwest-Konferenz (SXSW) erneut seine Datenbrille Google Glass und präsentiert erste Apps von Evernote, Skitch, Path und der The New York Times.

Die Anwendung der Zeitung The New York Times liefert Artikel in Form eines Bildes samt Überschrift und kurzem Auszug. Zusätzlich zeigt sie an, vor wie vielen Stunden ein Artikel veröffentlicht wurde. Auf Wunsch liest die App dem Glass-Träger den Artikel anschließend vor. In Planung ist zudem eine Funktion, die sich automatisch aktualisiert und den Nutzer stets mit den aktuellsten Schlagzeilen versorgt.

Mit Google Glass aufgenommene Schnappschüsse sendet die Datenbrille an die Notizbuch-Anwendung Evernote oder zur Weiterverarbeitung an die App Skitch. Außerdem zeigt Google Glass die Updates des Sozialen-Netzwerks Path und erlaubt es, Kommentare zu verfassen oder Beiträge mit Smileys & Co. zu bewerten.

Daneben hat Google noch eine für Glass optimierte Version der GMail-App in petto. Trudelt eine neue E-Mail ein, haben Glass-Träger die Möglichkeit, per Sprachbefehl das Kontakt-Foto des Absenders sowie den Betreff der Nachricht abzurufen und der App eine Antwort mitzuteilen.

Google betonte auf der Konferenz, dass dies erst die Anfänge der Entwicklung sind und die Anwendungen vorerst nur zum Testen der Programmierschnittstelle (API) dienen. Was Google genau für die Zukunft plant, bleibt abzuwarten.

Google Glass

Angekündigt hatte Google die Brille mit Titan-Gestell auf seiner Hausmesse I/O im Juni 2012. Einen Patentantrag hat der Suchmaschinenbetreiber für Google Glass bereits im August 2011 eingereicht, der die Datenbrille bis in die kleinsten Details beschreibt.

Sie kann Audio und Video abspielen, verfügt über einen Kompass und einen Beschleunigungssensor. Die Bedienung des Prototypen erfolgte damals per Kopfbewegung. Die auf Android basierende Brille ist so leicht wie übliche Sonnenbrillen. Sie verfügt seitlich über ein Touchpanel und oben über einen Button, mit dem sich Fotos und Videoaufnahmen auslösen lassen. Ein transparentes Display oberhalb des regulären Sichtfelds kann Informationen einblenden, ohne Sicht und Augenkontakt zu beeinträchtigen.

Im Januar 2013 waren die Eingabemethoden ein Schwerpunkt der Entwicklung. Projektleiter Babak Parviz sagte, man probiere immer wieder neue Ideen aus. Neben dem seitlich montierten Touchpad oder Sprachbefehlen experimentiere man auch mit einem Laserprojektor, der eine virtuelle Tastatur auf den Arm oder die Hand des Anwenders projiziert.

Wichtige Merkmale, die das Glass-Team anstrebe, seien außerdem eine Telefonfunktion und ausreichend Akkulaufzeit für einen ganzen Tag. Zudem soll sich Glass via Bluetooth sowohl mit Android-Smartphones als auch mit Apples iPhone verbinden können. Über die WLAN- oder Mobilfunkverbindung des gekoppelten Geräts kann es dann auch Daten beziehen. Über eigenes Mobilfunkmodul verfügt Glass aber nicht.

Im Februar 2013 hat Google dann ein offizielles Promo-Video veröffentlicht, dass Google Glass in Aktion zeigt.

Der freie Verkauf an den Verbraucher war bislang erst für 2014 vorgesehen. Die Entwicklung seiner Datenbrille Glass hat Google aber scheinbar stark beschleunigt und will sie noch vor Ende dieses Jahres an den Start bringen. Der Verkaufspreis soll weniger als 1500 Dollar betragen.

[Mit Material von Donna Tam, CNET.com]

Autor: Christian Schartel
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