Samsung Galaxy Note 8.0: das kompakte 8-Zoll-Tablet mit Stylus im Test

Das Galaxy Note 8.0 ist Samsungs Antwort auf Googles Nexus 7 und Apples iPad Mini. Es kommt mit einem 8-Zoll-TFT-Display, einer schnellen Quad-Core-CPU, 2 GByte RAM und der einzigartigen Stiftbedienung. Mit einem Preis ab 400 Euro ist es aber auch teurer als die Konkurrenz.

Mit dem Galaxy Note 8.0 erweitert Samsung seine Galaxy-Note-Produktpalette um ein 8-Zoll-Tablet mit Stiftbedienung, dass die Lücke zwischen dem 5,5-Zoll-Smartphone Galaxy Note II und dem 10-Zoll-Tablet Galaxy Note 10.1 füllt. Im 7- bis 8-Zoll-Bereich soll es Googles Nexus 7 oder Apples iPad Mini Konkurrenz machen. Mit einem Preis ab 400 Euro ist das neue Note 8.0 aber nicht gerade günstig. Das Nexus 7 ist mit einem Preis ab 199 Euro halb so teuer, und sogar das iPad Mini geht schon ab 329 Euro über die Ladentheke. Wir haben das Galaxy Note 8.0 genauer unter die Lupe genommen und verraten wie es sich im Vergleich schlägt und ob sich ein Kauf lohnt.

Design

Das Galaxy Note 8.0 misst 211 mal 136 Millimeter und ist damit ähnlich groß wie das iPad Mini. Es sieht im Prinzip wie ein vergrößertes Galaxy Note II aus. Das Gehäuse ist wie üblich aus Kunststoff gefertigt. Die Ecken sind typischerweise abgerundet. Die Seiten ziert ein Rahmen aus Metall, der dem Note 8.0 mehr Stabilität verleiht.

Mit 7,9 Millimeter ist das Note 8.0 nur unwesentlich dicker als das iPad Mini und ein Stück schlanker als das Gehäuse eines Nexus 7. Mit einem Gewicht von rund 340 Gramm ist es etwas schwerer als die Konkurrenz von Apple und bringt das Gewicht eines Nexus 7 auf die Waage.

Spezifikationen Samsung Galaxy Note 8.0 Apple iPad Mini Google Nexus 7 Amazon Kindle Fire HD 8.9
Gewicht 340 g 308 g 340 g 567 g
Breite (Querformat) 211 mm 198 mm 198 mm 163 mm
Höhe 136 mm 135 mm 120 mm 239 mm
Tiefe 7,95 mm 7,2 mm 10,2 mm 8,9 mm
Seitliche Rahmenbreite (Querformat) 17,8 mm 6,4 mm 20,3 mm 25,4 mm

Unter dem Bildschirm sitzen drei Tasten: ein Menü-, Home- und Zurück-Button. Der Vorteil: Sie nehmen keinen Teil des Displays in Anspruch wie es beispielsweise beim Nexus 7 der Fall ist. Im Gegensatz zum Note II lassen sich die Navigationstasten hier auch mit dem Stift betätigen.

Wie bei den meisten Samsung-Tablets besteht auch hier die Rückseite aus Kunststoff (Foto: CNET).

Wie bei den meisten Samsung-Tablets besteht auch hier die Rückseite aus Kunststoff (Foto: CNET).

Wie bei allen Tablets ist es auch beim Note 8.0 praktisch unmöglich, das Gerät einhändig zu bedienen. Im Gegensatz zu einem 10-Zoll-Gerät lässt es sich aber noch umgreifen. Die meiste Zeit wird man es allerdings auf dem Schoß oder der flachen Hand ablegen. Dabei bietet die glatte Kunststoff-Rückseite nicht gerade perfekten Halt. Eine leichte Texturierung – wie es beim Nexus 7 der Fall ist – hätte hier wohl Abhilfe geschaffen. Zudem ist die Oberfläche anfällig für Fingerabdrücke und macht schneller “schwitzige” Hände als beispielsweise die kühlere Aluminium-Rückseite des iPad Mini.

Samsung Galaxy Note 8.0: das kompakte 8-Zoll-Tablet mit Stylus im Test (Foto: CNET.com)

Im Gegensatz zu einem 10-Zoll-Gerät lässt sich das Note 8.0 noch gerade so umgreifen (Foto: CNET).

Die 5-Megapixel-Kamera des Note 8.0 sitzt direkt in der Mitte auf der Rückseite. Im Vergleich zum iPad Mini, bei dem die Linse in der Ecke verbaut ist, hat das den Nachteil, dass beim Fotografieren oder Aufnehmen eines Videos schon einmal die Finger in den Weg geraten. Zudem könnte die Zurück-Taste für den ein oder anderen zum Ärgernis werden. Hält man das Tablet im Landschafts-Modus, kann es passieren, dass man aus Versehen auf den Zurück-Button kommt. Das ist aber vermutlich alles nur Gewöhnungssache. Die Front-Kamera hat Samsung in der oberen, rechten Ecke platziert.

An der unteren Kante befinden sich dann noch der Micro-USB-Port, zwei Lautsprechschlitze und der Einschub für den S Pen. Auf der linken Seite findet sich der Ein-/Ausschalter. Rechts sitzen ein microSD-Kartenslot, ein Infrarot-Sensor und die Lautstärketasten. Der Kopfhöreranschluss ist an der oberen Kante des Gerätes verbaut.

Insgesamt wirkt das Galaxy Note 8.0 gut verarbeitet, mit seinem glatten Kunststoff-Gehäuse fühlt es sich aber bei Weitem nicht so edel an wie ein iPad Mini.

Display

Das 8-Zoll-TFT-LC-Display des Note 8.0 verfügt über eine Auflösung von 1280 mal 800 Bildpunkten. Das entspricht einer Pixeldichte von 189 ppi. Zum Vergleich: Das iPad Mini bringt eine Auflösung von 1024 mal 768 mit einer Pixeldichte von 163 ppi mit. Das Display des Nexus 7 verfügt ebenfalls über eine Auflösung von 1280 mal 800 Bildpunkten. Bei einer Display-Größe von 7 Zoll entspricht das einer höheren Pixeldichte von 216 ppi. Im Vergleich zum iPad Mini macht sich die höhere Pixeldichte des Note 8.0 durchaus bemerkbar. Schrift stellt es im Allgemeinen etwas klarer und schärfer dar. Das PLS-Panel des Note ist zudem extrem hell, farbenfroh und blickwinkelstabil.

Helligkeit/Kontrast Samsung Galaxy Note 8.0 Apple iPad Mini Google Nexus 7 Amazon Kindle Fire HD 8.9
Maximale Helligkeit 458 cd/m2 399 cd/m2 288 cd/m2 394 cd/m2
Maximaler Dunkelwert 0.47 cd/m2 0.49 cd/m2 0.28 cd/m2 0.41 cd/m2
Maximales Kontrastverhältnis 974:1 814:1 1,028:1 960:1

Insgesamt überzeugt das Display des Note 8.0 auf ganzer Linie. Derzeit ist es das beste Tablet-Display im 7- bis 8-Zoll-Bereich, auch wenn die knallige Farbdarstellung nicht jedermanns Sache ist. Im Vergleich zu den Anzeigen der Konkurrenz gefällt es uns etwas  besser. Einen Meilensprung sollte man aber nicht erwarten. Und unter Anbetracht, dass ein Nexus 7 oder iPad Mini schon wesentlich länger auf dem Markt sind, und Apple Gerüchten zufolge auch schon an einem iPad Mini 2 mit einem höher auflösenden Retina-Display beziehungsweise Google an einem Nexus 7 mit Full-HD-Display arbeitet, hält sich die Begeisterung in Grenzen. Die neuen Geräte der Konkurrenz könnten schon im dritten Quartal 2013 beziehungsweise im Sommer erscheinen und würden das Display des Note 8.0 womöglich schon bald wieder alt aussehen lassen.

Das Display des Note 8 mit seiner Auflösung von 1280 x 800 Pixel ist eines der besten, die wir bis jetzt bei einem Tablet gesehen haben. Man muss sich allerdings erst einmal daran gewöhnen, mit dem Stift zu schreiben, während man das Tablet in der Hand hält (Foto: CNET).

Das Display des Note 8.0 ist eines der besten, die wir bis jetzt bei einem Tablet dieser Größe gesehen haben. (Foto: CNET).

Hardware  

Unter der Haube des Galaxy Note 8.0 werkelt mit einem 1.6-GHz-Quad-Core-Prozessor (Exynos 4) und 2 GByte RAM im Prinzip die Hardware des Galaxy Note II. Hier hängt Samsung die Konkurrenz ab. Apples und Googles Tablets kommen nur mit einem Zwei-Kern-Prozessor und 512 MByte beziehungsweise einem GByte RAM.

Das Galaxy Note 8.0 gibt es wahlweise mit 16 oder 32 GByte internem Speicher. Zudem ist eine Erweiterung auf bis zu 64 GByte möglich. Dafür sorgt ein zusätzlicher microSD-Kartenslot. Außerdem erhalten Käufer zwei Jahre lang 50 GByte kostenlosen Online-Speicher bei Dropbox.

In Sachen Kommunikation bringt das Note 8.0 das übliche Programm mit: WLAN (802.11 a/b/g/n) sowie Dual-Band-Wi-Fi  (2,4 und 5 GHz), Wi-Fi-Direct, DLNA, Bluetooth 4.0, GPS und USB 2.0. An Sensoren hat Samsung einen Beschleunigungs- und Näherungssensor sowie einen Kompass verbaut.

Neben einer Variante, die ausschließlich WLAN unterstützt, gibt es auch Versionen mit 3G-Verbindung sowie LTE-Unterstützung. Das 3G- und LTE-Modell verfügt zusätzlich über einen SIM-Kartenslot und erlaubt dann auch das Telefonieren (beim Nexus 7 geht das beispielsweise nicht) sowie die mobile Datenübertragung via HSPA+ (850/900/1900/2100) mit bis zu 21 MBit/s oder LTE. Zudem unterstützten sie die GPS-Alternative Glonass.

Für Fotos und Videos ist das Galaxy Note 8.0 im Gegensatz zum Nexus 7 auch mit einer rückseitigen 5-Megapixel-Kamera ausgestattet, die Videos in einer HD-Auflösung von 1280 mal 720 Bildpunkten aufnimmt. Für ein Tablet macht die Kamera auch ganz ordentliche Fotos – zumindest bei genügend Licht. Dann liefert das Galaxy Note 8 sogar noch detailreichere Bilder als das iPad Mini. Für Schnappschüsse und kurze Videoclips ohne besondere Ansprüche reicht diese Ausstattung aus.

Für Video-Chats steht noch eine 1,3-Megapixel-Frontkamera zur Verfügung, die wie üblich nicht gerade durch eine hervorragende Bildqualität besticht, aber für Video-Konferenzen ausreichend ist.

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