Apple: 8 Millionen fehlerhafte iPhones zurück an Foxconn geschickt

Apple: 8 Millionen fehlerhafte iPhones zurückgeschicktLaut einem Bericht des China Business Journals musste Apple aufgrund von Fertigungsmängeln angeblich rund 5 Millionen iPhones zur Überarbeitung zurück an den Fabrikanten Foxconn senden. Die Quelle bei Foxconn, von der die Informationen stammen, geht davon aus, dass sogar bis zu 8 Millionen Apple-Geräte mit Fehlfunktionen und Schönheitsfehlern behaftet sein könnten.

Foxconn, die im Auftrag von Apple für die Montage der iPhones zuständig sind, kommt die ganze Sache ziemlich teuer. Pro zurückgeschicktem iPhone sollen allein 200 Yuan – das sind rund 24,66 Euro – für Löhne anfallen. Bei 8 Millionen Apple-Smartphones sind das insgesamt mehr als 197 Millionen Euro – rund ein Drittel des Gewinns der entsprechenden Foxconn-Sparte (Integrated Digital Product Business Group) aus dem Jahr 2012.

Ein Einzelfall scheint dies nicht zu sein wie der Foxconn-Insider verriet. Bereits Ende 2012 musste Foxconn für Qualitätsmängel bei der Fertigung der iPhones geradestehen. Aufgrund dessen soll Foxconn die Produktion mittlerweile auf 1000 bis 2000 Geräte pro Tag zurückgefahren haben.

Foxconn ist derzeit auch mit der Fertigung des kommenden iPhones beauftragt. Möglicherweise ist dies mit ein Grund für den verzögerten Marktstart des iPhone 5S, den KGI-Securities-Analyst Ming-chi Kuo vor rund einer Woche vorhergesagt hat. Vermutet wird, dass Apple das neue iPhone erst im dritten Quartal 2013 herausbringen wird und nicht schon im Juni.

Das iPhone 5S soll mit einem schnelleren Prozessor und einer 12-Megapixel-Kamera ausgestattet sein. Unter anderem soll es auch mit einem NFC-Modul (Near-Field Communications) kommen, welches das iPhone für mobiles Bezahlen rüstet. Ein Fingerabdruckscanner soll dann zum Entsperren des Gerätes und sicheren Bezahlen eines Einkaufs dienen.

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Gemunkelt wird zudem, das Käufer erstmals die Wahl zwischen iPhones mit unterschiedlichen Displaygrößen haben werden. Das nächste iPhone soll in mindestens zwei oder womöglich sogar drei verschieden Varianten auf den Markt kommen. Denkbar wäre es, dass Apple das iPhone 5S zusätzlich zum 4-Zoll-Modell in einer Variante mit einem größeren und einem kleineren Display anbietet. So könnte Apple mehrere Käufergruppen gleichzeitig ansprechen und beispielsweise Kunden für sich gewinnen, die sonst zu einem größeren 5-Zoll-Android-Smartphone greifen würden.

[Mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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