Samsung Galaxy Express: Mittelklasse-Smartphone mit Android Jelly Bean und LTE

Das Samsung Galaxy Express sieht aus wie eine Miniaturausgabe des großen Galaxy S3. Mit seinem 4,5 Zoll-Display ist es größer als das S3 Mini aber kleiner als das große Vorbild. Wie beim Mini arbeitet aber auch hier statt einer Quad-Core-CPU ein Dual-Core-Prozessor. Dafür sind Jelly Bean, NFC und LTE an Bord.

Auch wenn sich derzeit beim Namen Galaxy fast alles um das neue S4 dreht, bietet Samsung ein weiteres kompaktes Mittelklasse-Galaxy an: das Express (GT-I8730), das – was die Größe anbelangt – die Lücke zwischen SIII Mini (S3 Mini) und SIII respektive S4 schließt.

Auf den ersten Blick erinnert das Express wie schon das Galaxy Mini an ein geschrumpftes SIII. Wie auch schon beim Mini steckt auch hier „nur“ ein Dual-Core-Prozessort drin – anders als beim großen Vorbild.

Samsung Galaxy Express

Im Vergleich zum SIII Mini hat Samsung aber bei der Ausstattung noch etwas zugelegt. So unterstützt das Express jetzt auch LTE und NFC und sind nicht mehr nur optional verfügbar. Der Prozessor ist etwas schneller, die Akkuleistung stärker und statt dem Super-AMOLED-Display spendiert Samsung jetzt einen Super-AMOLED+-Bildschirm. Als Betriebssystem kommt Android 4.1.2 Jelly Bean zum Einsatz, dem Samsung wie immer die Touch-Wiz-Oberfläche übergestülpt hat.

Laut Liste kostet das Express 489 Euro, das Galaxy SIII Mini im Vergleich 439 Euro, wobei das Mini natürlich schon länger auf dem Markt ist. Vergleicht man die Preise in den Online-Shops, bewegen sich beide Smartphones mit derzeit rund 370 Euro etwa auf Augenhöhe.

Design und Ausstattung

Das Gehäuse unseres Testgerätes besteht in altbekannter Manier aus hochglänzendem weißen Kunsstoff, Glas und Metall, womit Samsung Galaxy-Style treu geblieben ist. Das Express liegt gut in der Hand und macht insgesamt einen solide verarbeiteten Eindruck.

Mit seinen Abmessungen von 13,2 mal 6,9 Zentimetern ist es rund einen Zentimeter länger und einen halben Zentimeter breiter als das Galaxy SIII Mini, dafür mit 9,3 Millimetern Höhe geringfügig flacher als das Schwester-Modell. Das Nexus 4 kommt übrigens mit nahezu gleicher Größe (13,4 mal 6,9 mal 0,9 Zentimeter), ist aber etwas länger. Mit 138 Gramm bringt das Express etwas mehr Gewicht auf die Waage als das SIII (120 Gramm) und ist in etwa genauso schwer wie das Nexus 4 (139 Gramm). Wie gewohnt, lässt sich auch hier die Kunststoff-Abdeckung auf der Rückseite einfach und schnell abnehmen und gibt den Blick auf den auswechselbaren Akku, den SIM-Karten- und den MicroSD-Karten-Slot frei. Hier könnte man natürlich wieder am Einsatz von Plastik herummäkeln, aber anders als beim Nexus 4 mit seiner schicken Glasrückseite, kommt man hier an das Innenleben heran.

Oben am Gerät haben die Koreaner den Kopfhörer-Anschluss integriert, an der rechten Gehäuseseite liegt der Ein-/Ausschalter. Die Unterseite beherbergt den Micro-USB-Anschluss und die Mikrofon-Öffnung.

Display

Die Koreaner verbauen beim Express einen mit 4,5 Zoll etwas größeren Bildschirm als beispielsweise beim Galaxy SIII Mini mit 4 Zoll. Das Nexus wartet hier bei etwa gleichen Abmessungen schon mit 4,7 Zoll auf.

Samsung setzt beim Display des Express auf Super-AMOLED+ und nicht nur auf Super-AMOLED. Das kleine Plus wirkt sich in der Praxis durchaus aus. Während bei den normalen Super-AMOLED-Displays, den PenTile-Displays, ein grüner Subpixel mehrfach verwendet wird, kommt bei den Super-AMOLED-Plus-Displays die vollständige RGB-Struktur zum Einsatz. Man erkennt vor allem bei Buchstaben den Unterschied, die beim normalen Super-AMOLED-Display im Vergleich zur Plus-Version etwas von ihrer Schärfe einbüßen. Aber auch das Super-AMOLED-Plus-Display ist – wie man beim Galaxy Express klar sehen kann – nicht unbedingt der Garant für ein brillantes, knacking scharfes Bild.

Das Display des Express beeindruckt mit kräftigen Farben und reicht für die alltäglichen Anwendungen auf den ersten Blick absolut aus. Mit einer Auflösung von gerade einmal 480 x 800 Pixel und einer Pixeldichte von 207 ppi kommt das Samsung aber natürlich nicht an Highendgeräte mit 720p oder gar 1080p heran. Muss es im Grunde auch nicht, denn es spielt alleine schon preislich in einer anderen Liga, aber trotzdem ist die Auflösung für eine Displaygröße von 4,5 Zoll ausgesprochen knapp bemessen. Vergleicht man es beispielsweise mit dem Nexus 4 für 299 Euro, das mit 1280 x 768 Pixel Auflösung kommt und eine deutlich höhere Pixeldichte von 320 ppi schafft, erkennt man mit bloßem Auge ganz schnell den Unterschied. Das Samsung kommt bei der Bildschärfe nicht an das Nexus heran und das ganze Display zeigt einen leichten Blaustich, der sich bei seitlicher Betrachtung noch verstärkt. Positiv fällt aber der hohe Blickwinkel auf.

Bei seitlicher Betrachtung ist der Farbstich klar erkennbar: Samsung Galaxy Express (hinten), HTC One (Mitte) und Nexus 4 (vorne) (Foto: CNET.de)

Bei seitlicher Betrachtung ist der Farbstich klar erkennbar: Samsung Galaxy Express (hinten), HTC One (Mitte) und Nexus 4 (vorne) (Foto: CNET.de)

Kamera

Zum Fotografieren und Filmen stehen beim Express eine 5-Megapixel-Hauptkamera und eine 1,3-Megapixel-Frontkamera zur Verfügung. Für gelegentliche Schnappschüsse ist die Qualität durchaus ausreichend. Bei guten Lichtverhältnissen liefert das Smartphone ordentliche Ergebnisse, ersetzt aber keine kompakte Digitalkamera.

Samsung hat eine 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite und eine 1,3-Megapixel-Frontkamera verbaut (Foto: CNET.de).

Samsung hat eine 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite und eine 1,3-Megapixel-Frontkamera verbaut (Foto: CNET.de).

Software

Beim Express kommt Android 2.1.2 Jelly Bean zum Einsatz, ein Update auf Android 4.2 ist angekündigt. Wie von den Koreaner gewohnt, wurde auch hier die herstellereigene TouchWiz-Oberfläche übergestülpt. Wie beim SIII wird auch beim Express Smart Stay unterstützt. Bei Smart Stay werden die Augen des Anwenders von der vorderen Kamera erfasst, damit der Bildschirm so lange eingeschaltet bleibt, wie man ihn ansieht.

 

Die Koreaner haben dem Betriebssystem Android in der Version 2.1.2 bei Auslieferung (das Update auf 2.2 ist angekündigt) wie immer üblich auch hier die TouchWiz-Oberfläche übergestülpt (Foto: CNET.de).

Die Koreaner haben dem Betriebssystem Android in der Version 2.1.2 bei Auslieferung (das Update auf 2.2 ist angekündigt) wie immer üblich auch hier die TouchWiz-Oberfläche übergestülpt (Foto: CNET.de).

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

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