Google Now läuft jetzt auch auf dem iPhone und iPad

Google Now läuft jetzt auch auf dem iPhone und iPad (Foto: Google)Letzen Monat ist ein durchgesickertes oder versehentlich veröffentlichtes Video im Netz aufgetaucht, das Google Now unter iOS demonstrierte und die Vermutung auf kommen ließ, Google bringe seinen Such-Assistenten auch auf das iPhone und iPad.

Mit dem aktuellen Update der Google-Such-App auf Version 3.0 ist die Mischung aus persönlichem Assistenten im Stil von Siri und vorausschauender Suche nun auf dem iPad, dem iPhone und dem iPod Touch angekommen. Das Update steht ab sofort über Apples App Store zum Download bereit. Voraussetzung ist iOS 5.0.

Die Funktionen und der auf Karteikarten basierende Stil sind mit der Android-Version deckungsgleich. Google Now zeigt diverse Infos wie das aktuelle Wetter, Fahrpläne und nahegelegene Restaurants an, versucht dabei aber die Suchanfragen von Anwendern vorauszusagen. So zeigt er je nach Situation beispielsweise Wetterinformationen, Sportergebnisse, Verkehrsdaten und Kalendereinträge an, ohne dass der Anwender eine Suche starten muss.

Tamar Yehoshua, Produktmanagerin bei Google, beschreibt den Dienst wie folgt: „Wir geben Ihnen Antworten, bevor Sie auch nur gefragt haben. Die Technik sagt voraus, was einen Anwender interessieren könnte. Schlägt beispielsweise ein Kontakt in einer Mail ein Treffen in einer bestimmten Kneipe vor, erkennt dies Google Now und präsentiert dem Nutzer Anfahrtinformationen zu eben dieser Kneipe. Auch Kalendereinträge werden berücksichtigt.“

Google Now nutzt Yehoshua zufolge eine ganze Reihe an anspruchsvollen Techniken, darunter Text-to-speech, Knowledge Graph, Stimmerkennung und eben vorausschauende Suche.

Einen wichtigen Unterschied gibt es aber doch zwischen der Android- und iOS-Version: Unter Android ist Google Now sofort nach der Installation einsatzbereit. Unter iOS muss sich der Nutzer erst in sein Google-Konto einwählen. Sprachsuche (“Wann spielt Bayern München?”) und vorausschauende Suche gibt es dann aber auch auf der Apple-Plattform.

Die Spracherkennung hat sich der Produktmanagerin zufolge seit den Anfängen von Google Now auch deutlich verbessert: “Seit Jelly Bean ungefähr um 15 bis 35 Prozent”, sagt sie. Die Leute hätten sich an Schlüsselwörter als Suchmethode gewöhnt, weil sie das mussten, aber dies sei keinesfalls der beste Ansatz. Für Google Now habe man nicht nur Fragesatz-Anfänge, sondern auch Kontext und Gesprächsfortschritt implementiert. So könne der Frage “Wie groß ist Barack Obama?” durchaus die Frage folgen: “Und wie groß ist seine Frau?”

Zu den Gerüchten, dass Google Now auch für andere Plattformen wie Chrome oder als Desktop-Version geplant ist, wollte Tamar Yehoshua sich nicht äußern. Letzte Woche hatte CEO Larry Page jedoch den Eindruck vermittelt, Google Now sei ein wesentliches Element seiner Strategie.

Ob es sich allerdings auf dem iPhone durchsetzen kann, wo mit Siri ein ähnlich angelegter Sprachassistent zur Verfügung steht, bleibt abzuwarten.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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