Twitter erwartet weitere Hack-Angriffe auf Accounts von Medien-Unternehmen

Twitter erwartet weitere Hack-Angriffe auf Medien-Accounts (Foto: Twitter)In den letzten Tagen war das Soziale Netzwerk Twitter in das Visier von Hackern geraten. Unter anderem wurden die Twitter-Konten von CBS News und der Agentur Associated Press (AP) gehackt und zur Verbreitung von Falschmeldungen missbraucht.

Die Gruppe Syrian Electronic Army (SEA), die sich zu den Angriffen bekannt hat, hat über das AP-Konto eine falsche Nachricht über Explosionen im Weißen Haus verbreitet und mit der Meldung für massive Einbrüche an den Börsen gesorgt. Der Index Dow Jones beispielsweise verlor binnen Sekunden über 100 Punkte.

Twitter hat nun eine Warnung an Medienunternehmen per E-Mail verschickt. Die Hackangriffe sollen weiterhin andauern und sich besonders gegen angesehene, populäre Medien richten. Auf der Webseite Buzzfeed ist die Meldung in voller Länge abgedruckt. Wer also in den kommenden Wochen wahnwitzige oder unglaubliche Meldungen von vertrauenswürdigen Quellen auf Twitter liest, der sollte das stets im Hinterkopf behalten.

Bei den Hacks handelt es sich laut Twitter um “Spear-Phishing-Angriffe auf Firmenmails”. Die Cyberangreifer suchen sich also gezielt Opfer aus und bringen sie dazu, eine präparierte Website oder Datei zu öffnen. Twitter zufolge gehen diese Mails in der Regel direkt an den Inhaber des Firmen-Twitter-Accounts.

Twitter stellt Music-Dienst #Music offiziell vor (Screenshot: CNET.de)Twitter stellt Music-Dienst #Music offiziell vor

Um nicht selbst zum Opfer zu werden, gibt Twitter den Medien nun Sicherheitshinweise. Firmen sollen am Besten den PC, mit dem sie auf Twitter zugreifen, nicht auch zum Abrufen und Lesen von E-Mails oder Surfen im Internet verwenden. Außerdem biete es sich an, die Zahl der zugangsberechtigten Mitarbeiter so klein wie möglich zu halten.

Twitter selbst arbeitet bekanntlich auch an einer Zwei-Faktor-Authentifizierung, um die Sicherheit des Sozialen Netzwerks zu verbessern. Dabei braucht es neben dem Passwort einen nur kurze Zeit gültigen Code, um sich einzuloggen. Das kann beispielsweise eine sechsstellige Kennzahl sein, die dem Nutzer per Smartphone-App oder per SMS zugeschickt wird.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
Christian Schartel Christian Schartel Christian Schartel

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Twitter erwartet weitere Hack-Angriffe auf Accounts von Medien-Unternehmen

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *