Youtube: Startschuss für Pilotphase kostenpflichtiger Abo-Kanäle ist gefallen

Das Pilotprogramm ist Googles jüngster Versuch abseits von Werbeeinblendungen, Inhalteanbieter für seine Videoplattform Youtube zu gewinnen. Der Internetkonzern behält 45 Prozent der mit den neuen Bezahlkanälen erzielten Einnahmen ein. Kleinere Wettbewerber wie Vimeo sprechen Rechteinhaber schon länger mit kostenpflichtigen On-Demand-Videos an, um die Verbreitung zu kontrollieren und Umsätze zu generieren.

Ab sofort bietet Youtube damit ausgewählte Kanäle nur noch gegen Bezahlung an. Im Rahmen des jetzt gestarteten Pilotprogramms können Inhalteanbieter eine monatliche Abogebühr für den Zugang zu ihren Videos verlangen. Diese beginnt bei 99 US-Cent im Monat und wird über Google Wallet bezahlt.

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Alle Bezahlkanäle lassen sich 14 Tage lang kostenlos testen. Außerdem können die Anbieter ihren Kunden auch einen Rabatt gewähren, wenn sie sich für ein Jahresabonnement entscheiden, wie Youtube in einem Blogeintrag erklärt.

Zum Start sind 53 Bezahlkanäle verfügbar, darunter HDNet, UFC und PGA Digital Golf Academy. Einige dieser Kanäle kosten pro Monat bis zu 9,99 Dollar. Das sind 2 Dollar mehr als US-Kunden des Streaming-Portals Netflix als Monatsgebühr zahlen.

Die Financial Times hatte schon Anfang der Woche von einem bevorstehenden Start der kostenpflichtigen Abo-Kanäle berichtet. Youtube selbst bestätigte im Februar, dass es einen solches Angebot plane. Man wolle über die bisherigen Geschäftsmodelle Verleih und Werbung hinausgehen, hieß es. Rechteinhaber könnten die Channels für Serien, Filme oder Fernsehshows nutzen.

In der Ankündigung zum Pilotgrogramm schreibt Youtube, dass es in den kommenden Wochen auf andere „qualifizierte Partner“ ausgeweitet werde. Bis dahin haben Rechteinhaber die Möglichkeit, sich mittels eines Formulars für die Bezahlkanäle anzumelden.

Von Deutschland aus ist der Zugriff auf die kostenpflichtigen Kanäle bisher nicht möglich. Hierzulande erhalten Nutzer lediglich den Hinweis: „Dieser kostenpflichtige Kanal ist in deinem Land nicht verfügbar.“

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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