Google I/O: Google stellt Messaging-Dienst Hangouts und weitere Neuerung für Google+ vor

Google I/O: Google stellt Messaging-Dienst Hangouts und weitere Neuerung für Google+ vor (Screenshot: Gizmodo.de)

Vor wenigen Stunden hat Google auf der diesjährigen Entwicklerkonfernz Google I/O im sonnigen Kalifornien rund 41 Verbesserungen für sein Soziales Netzwerk Google+ präsentiert – darunter auch eine plattformübergreifende Messaging-Anwendung mit dem Namen Hangouts.

Google Talk wird zu Hangouts

Wie bereits im Vorfeld der Messe spekuliert wurde, hat Google mit Hangouts eine plattformübergreifende Messaging-Anwendung vorgestellt. Die neue Hangouts-Anwendung ist eine eigenständige App, die sowohl im Browser als auch auf Android- und iOS-Geräten funktioniert. Sie steht bereits im Play Store und iTunes-Store zum Download bereit. Auf Android-Geräten ersetzt sie die Anwendung Google Talk.

Googles neue Messanging-App Hangouts (Screenshot: CNET.de, Foto: Google)

Google betont: Bei Hangouts liegt der Fokus ganz auf den einzelnen Konversationen. Es gibt es also keine Buddy-Liste mehr, sondern nur eine Liste mit allen individuellen Unterhaltungen – im Prinzip ähnlich wie beim Facebook-Messenger.

Wie bereits von Google+-Hangouts bekannt, sind neben Chats mit mehreren Teilnehmern auch Videokonferenzen mit bis zu 10 Personen möglich. Um einen Unterhaltung zu starten, öffnet man eine neue Konversation und fügt die gewünschten Kontakte hinzu. Personen wie Freunde oder Familie, mit denen man am häufigsten Kontakt hat, schlägt Hangouts bei der Auswahl automatisch vor.

Googles neue Messanging-App Hangouts (Screenshot: CNET.de, Foto: Google)

In die Unterhaltungen lassen sich dann beispielsweise Emoticons sowie Bilder einbinden, die Google automatisch in Fotoalben ordnet.

Den Verlauf der Unterhaltung sowie alle Inhalte speichert Google auf Wunsch ab und hält ihn auf allen Geräten synchron.

Praktisch: Verpasste Nachrichten verschwinden bei Hangouts beispielsweise automatisch am Smartphone, wenn sie bereits im Browser am Rechner gelesen wurden.

Neues Design & Hash-Tags

Der Google+-Stream hat weiterhin ein hübscheres und übersichtlicheres Design erhalten. Nutzer haben nun die Möglichkeit, bis zu drei Spalten anzulegen oder wie üblich die Neuigkeiten in einem Stream abzurufen – je nachdem wie viel Platz auf dem Display zur Verfügung steht. Zudem führt Google eine neue Menüleiste ein, die bei Bedarf ausgeblendet wird. Hübsche Animationen sollen das neue Design abrunden.

Google+ erstrahlt im neuen Design und erhält Hash-Tags (Screenshot: CNET.de)

Daneben integriert Google nun auch Hash-Tags in sein Soziales Netzwerk. Jeder Beitrag und jedes Foto wird von Google analysiert und mit passenden Tags versehen, die nach einem Klick weitere relevante Beiträge und Bilder auf den Schirm holen. Die Hash-Tags können anschließend auch vom Ersteller des Beitrags händisch angepasst werden.

Ein Ranking-System soll dabei die Inhalte für jeden Nutzer individuell sortieren. So bekommt man beispielsweise zuerst Informationen von relevanten Quellen aus den eigenen Kreisen zu sehen.

Wer seine Beiträge und Fotos lieber nicht der Analyse von Google aussetzen möchte, hat auch die Möglichkeit, Beiträge auszuschließen.

Google+ Fotos

Google stellt seinen Nutzern jetzt 15 GByte an Online-Speicher für Fotos und Bilder kostenlos zur Verfügung. Vorher waren es nur 5 GByte. Eine willkommene Erweiterung, da es seit einiger Zeit möglich ist, Fotos auch in voller Auflösung hochzuladen, die natürlich wesentlich mehr Platz benötigen als die verkleinerten Schnappschüsse.

Mit dem Feature Highlights stellt Google eine Funktion für Google+ vor, die Anwendern die besten Fotos aus seiner Bildersammlung präsentiert.

Google sucht die schönsten Schnappschüsse selbstständig heraus und präsentiert sie dem Anwender in einem eigenen Tab. Damit die Funktion auch Bilder wählt, die dem Nutzer gefallen, hat sich Google einiges einfallen lassen.

Das Feature Highlights präsentiert dem Nutzer die besten Fotos seiner Bildersammlung (Screenshot: Gizmodo.de)

So achtet das Highlight-Feature beispielsweise auf Fotos, auf denen Personen oder Wahrzeichen der Landschaften zu sehen sind. Daneben findet auch die allgemeine Ästhetik der Bilder Beachtung. Damit auch sicher die Familienmitglieder oder die engen Freunden in der Auswahl auftauchen, soll besonders auf Kontakte aus den eigenen Kreisen geachtet werden. Den Rest – etwa Duplikate, schlecht belichtete Fotos oder unscharfe Schnappschüsse – sortiert Google automatisch aus und präsentiert so nur die schönsten Fotos in der Übersicht.

Google hat dem Sozialen Netzwerk auch eine Bildoptimierungs-Funktion spendiert (Screenshot: Gizmodo.de)

Darüber hinaus hat Google eine Bildoptimierungs-Funktion für Google+ vorgestellt, die automatisch hinzugefügte Fotos professionell aufhübscht. Unter anderem nimmt sich das Tool dem Rote-Augen-Effekt an, reduziert das Rauschen oder verleiht dem Schnappschuss mehr Schärfe.

Doch keine Sorge: Die originalen Fotos bleiben erhalten und können per Fingertipp individuell angezeigt werden. Auf Wunsch lässt sich das Bildoptimierungs-Feature auch ganz abschalten.

Ein weiteres Feature von Google+ erstellt selbständig HRD-Fotos oder animierte GIFs (Screenshot: CNET.de)

Eine weitere neue Funktion namens Auto-Effekte peppt die Bilder der Nutzer weiter auf. Findet Google+ beispielsweise Bilder eines Motivs mit unterschiedlichen Belichtungen, macht es daraus auf Wunsch selbstständig ein HDR-Foto. Aus einer Abfolge von fünf oder mehr Bildern einer Szene bastelt das Feature zudem eine Art animiertes GIF.

Wer kennt es nicht: Bis das perfekte Gruppenfoto im Kasten ist, braucht man nicht selten mehrere Anläufe. Lädt der Anwender mehre Bilder einer Gruppe hoch, sucht sich Google+ ähnlich wie das Galaxy-S4-Feature „Best Face“ die besten Gesichtsausdrücke jeder Person heraus und macht daraus ein Foto.

Das klappt so ähnlich auch mit Landschaftsaufnahmen. Allerdings sucht sich Google+ hier nicht die besten Bilder heraus, sondern fügt zusammengehörende Landschaftsaufnahmen zu einem Panorama-Foto zusammen.

Alle Neuerung von Google+ können Anwender auch bereits ausprobieren. Die neue Version ist ab sofort über den Webbrowser verfügbar.

Autor: Christian Schartel
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