Google I/O: Google führt abobasierten Musik-Streaming-Dienst Play Music All Access ein

Google I/O: Google führt abobasierten Musik-Streaming-Dienst Play Music All Access ein (Screenshot: Gizmodo.de)

Neben dem neuen Gaming-Service Play Games hatte Google am gestrigen Abend auf der Entwicklerkonferenz I/O mit einem hauseigenen Musik-Streaming-Dienst eine weitere große Ankündigung in petto. Mit dem Dienst Google Play Music All Access erweitert der Suchmaschinenbetreiber sein bisheriges Musik-Angebot und will Spotify, Pandora & Co. Konkurrenz machen.

Bisher haben Android-Nutzer nur die Möglichkeit, einzelne Musikstücke oder Alben über den Play-Store zu erwerben und den Play-Music-Dienst mit bis zu 20.000 eigenen Liedern zu füttern. Mit All Access können Nutzer alle Inhalte nun auch für einen monatlichen Festbetrag per Stream anhören.

Wie bei Spotify müssen Kunden ein Abonnement abschließen, um den Dienst nutzen zu können. Für 9,99 Dollar pro Monat (7,77 Euro) erhalten Nutzer Zugriff auf Millionen von Songs. Damit liegt All Access vom Preis her zwischen dem Unlimited-Paket und dem Premium-Zugang von Spotify.

All Access startet gleichzeitig mit der Vorstellung zuerst einmal nur in den USA. Frühanmelder, die sich bis zum 30. Juni 2013 registrieren, erhalten zudem einen Rabatt von rund zwei Dollar. Womöglich wird es hierzulande dann eine ähnliche Aktion zum Start geben. Wer All Access erst einmal unverbindlich testen möchte, der kann das Angebot die ersten 30 Tage auch kostenlos nutzen.

Google Music All Access (Bild: CNET.com)

Um ein noch breiteres Musikangebot zu gewährleisten, hatte Google bereits im März große Musik-Labels wie Warner Music, Universal Music und Sony Music mit ins Boot geholt. Google betonte während der Präsentation, dass sie All-Access-Nutzern nicht nur den Zugriff auf unzählige Songs bieten wollen, sondern auch das Entdecken von neuen Musikstücken im Vordergrund steht.

Dazu bietet All Access verschiedene Möglichkeiten. Alle Songs lassen sich wie üblich nach verschiedenen Kategorien sortiert durchstöbern. So gibt es zum Beispiel einen Bereich mit „featured Music“ oder 21 verschiedenen Genres, die nochmals in Unterkategorien aufgeteilt sind. Per Suchfunktion lässt sich natürlich auch gezielt nach gewünschten Inhalten suchen.

Google Music All Access bietet Radio-Mix im Stil von Spotify-Radio (Bild: CNET.com)

Daneben hält der Musik-Streaming-Dienst personalisierte Empfehlungen bereit. All Access schlägt beispielsweise Songs passend zum eigenen Musik-Geschmack vor. Der Dienst analysiert also, welche Songs der Anwender hört, und liefert beispielsweise weitere Lieder von ähnlichen Interpreten oder Bands. Besonders ist dabei laut Google, dass der Dienst nicht nur via All Access angehörte Musik beachtet, sondern auch die private Musik-Sammlung, die Nutzer hochgeladenen haben.

Google Music All Access (Bild: CNET.com)

Zudem bringt All Access persönliche Radiosender im Stil von Spotify-Radio mit. Anhand des eigenen Musikgeschmacks stellt der Dienst selbstständig unzählige Mixe mit Songs für den Nutzer zusammen. Dabei kann er sich einfach zurücklehnen und den Musik-Zusammenstellungen lauschen oder auch selbst eingreifen. Per Klick holt er die komplette Liste aller im Mix enthaltenen Lieder auf den Schirm und sortiert die Tracks einfach nach seinem Geschmack. Außerdem besteht die Möglichkeit, uninteressante Titel bequem per Fingerwisch auszusortieren. Das Ganze fasst Google unter der Bezeichnung „Explore“ zusammen.

Für einen unkomplizierten Musik-Genuss hält All Access noch die Funktion Listen Now bereit. Ohne großen Aufwand und Heraussuchen von Songs sollen Nutzer so in Sekunden für sie interessante Musik genießen können – falls einmal wenig Zeit zum Stöbern ist. Dafür bedient sich Listen Now der persönlichen Song-Mixe und kreiert weitere Zusammenstellungen aus der persönlichen Musiksammlung. Das Listen-Now-Angebot wird automatisch mit neuen Inhalten aktualisiert und soll den Anwender täglich neu überraschen.

Google Music All Access ist auch über den Browser verfügbar (Bild: CNET.com)

All Access steht natürlich nicht nur auf dem Smartphone oder Tablet zur Verfügung, sondern ist auch über den Browser zu erreichen. Alle Inhalte hält der Dienst dann auch wieder über alle Geräte synchron. Dank eines Offline-Modus können alle Titel auch ohne bestehende Internetverbindung gehört werden.

Hier noch ein Hands-on unserer amerikanischen Kollegen:

[Mit Material von Jason Parker, CNET.com]

Autor: Christian Schartel
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