Google I/O: Google zeigt zukünftige Version von Google Maps mit personalisierten Inhalten

Google I/O: Google zeigt zukünftige Version von Google Maps mit personalisierten Karten (Screenshot: CNET.de)

Auf der der Entwicklerkonferenz Google I/O hat der Suchmaschinenbetreiber einen Vorgeschmack auf die kommende Version seines Kartendienstes Google Maps gegeben.

Zum einen hat Google die Oberfläche von Google Maps überarbeitet. Sie präsentiert sich jetzt in einem frischen Design und im Vollbildmodus. Das Suchfeld finden Nutzer also nicht mehr oberhalb, sondern innerhalb der Karte.

Zum anderen passt sich Google Maps jetzt an die individuelle Suche des Nutzers an und liefert für ihn maßgeschneiderte Karten. Als Beispiel führt Google eine Suche nach dem Begriff „Burger“ an. Klickt der Nutzer auf eines der herausgesuchten Restaurants, passt sich die Karte automatisch an, blendet irrelevante Straßen aus und hebt nur die Straßen und Wege hervor, die für das Erreichen des Zieles interessant sind. So sollen Nutzer noch einfacher ans Ziel kommen.

Jede Karte baut sich zudem nur aus den Orten auf, die für den Nutzer auch relevant sind. Dabei lernt Google aus vorherigen Suchanfragen und Googles Suchdienst Now oder bezieht Empfehlungen beziehungsweise von Freunden bewerte Orte mit ein. Je häufiger der Anwender Google Maps verwendet, desto besser sollen Karten auf seine Interessen abgestimmt sein.

Weiterhin hält Google Maps bei jeder Suche Karten bereit, die dem Nutzer alle relevanten Details eines Ortes in einer praktischen Übersicht präsentieren. Die neuen Karten sind an die “Info-Kärtchen” von Google Now angelehnt und liefern beispielsweise bei einem Klick auf einen Ort zusätzliche Informationen wie Öffnungszeiten eines Restaurants, Bewertungen von anderen Nutzern oder auch Links zu Street View. Cool: Per Klick landet man automatisch in der Innenansicht eines Gebäudes und bekommt eine 360-Grad-Ansicht zu sehen. Demonstriert wurde das Feature von Bernhard Seefeld anhand eines Restaurants in San Francisco. Vermutlich wird das anfangs nur bei wenigen, ausgewählten Gebäuden funktionieren.

Google-Now-ähnliche Karten liefern alles relevanten Informationen eines Ortes (Foto: CNET.com)

Leichter soll in Zukunft auch die Wahl des passenden Verkehrsmittels sein, um ein Ziel zu erreichen. Anwender können beispielsweise die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln mit der Anfahrt mit dem Auto direkt auf der Karte vergleichen.

Google Maps macht die Wahl des passenden Verkehrsmittels für die Anreise einfacher (Screenshot: CNET.de)

Neu bei Google Maps ist zudem die Integration von Google Earth. Nutzer können so direkt in der Karte wie bei Earth durch die Städte fliegen. Dafür soll keine zusätzliche Software oder ein Browser-Plug-in nötig sein – vorausgesetzt der Browser unterstützt WebGL. Darüber hinaus können Nutzer Google Maps nun selbst um Photosphere-Bilder erweitern, was Google als “nutzergeneriertes Street View” bezeichnet.

Google Earth ist nun nahtlos in Google Maps integriert (Foto: CNET.com)

Google Maps für Smartphones und Tablets

Neben einem neuen Interface für den Browser hat Google auch ein neues Design für Smartphones und Tablets vorgestellt. Um Maps optimal auf Tablets nutzen zu können, will Google eine eigenständige Maps-App für Tablets entwickeln.

Auch die mobile Version von Google Maps erhält ein neues Design (Screenshot: CNET.de)

In Google Maps integriert sind nun auch Inhalte von dem Restaurant-Bewertungsportal Zagat, das Google erst kürzlich übernommenen hat. Die Inhalte des Portals sind allerdings hauptsächlich auf die USA ausgerichtet und liefern in Deutschland nur wenige Ergebnisse.

Zudem verbessert Google die Navigation auf Smartphones. Der Suchmaschinenriese führt ein System ein, das bei der Routenführung Unfälle in Echtzeit mit einbezieht und dem Anwender alternative Wege vorschlägt, um eventuelle Staus zu umfahren.

Google stellt das neue Feature Explore für Tablets vor (Screenshot: CNET.de)

Auf dem Tablet hat Google eine weitere neue Funktion mit dem Namen „Explore“ gezeigt – eine Art elektronischer Reiseführer. Der Nutzer gibt in das Suchfeld einfach den Begriff „Explore“ ein und bekommt dann eine Übersicht zu sehen, was in der betrachteten Region los ist. Verschiedene Kategorien wie Essen, Trinken, Shopping oder Schlafen erleichtern die Suche nach passenden Zielen.

Die mobile Version von Google Maps erscheint im Sommer (Foto: CNET.com)

Die neue Googles-Maps-Version für mobile Endgeräte soll im Sommer herauskommen.

Zu guter Letzt hat Google auch drei neue Location-APIs für Entwickler vorgestellt, die das Orten von Smartphone-Besitzern schneller, genauer und Akku-schonender machen. Außerdem wird es in Zukunft möglich, genau zu unterscheiden, ob sich der Smartphone-Besitzer gerade zu Fuß, mit dem Auto oder mit dem Fahrrad bewegt oder ob er gerade eine bestimmte Zone betritt oder verlässt, was App-Entwicklern ganz neue Möglichkeiten in der Programmierung von Apps eröffnet.

[Mit Material von Josh Lowensohn, CNET.com]

Autor: Christian Schartel
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