Windows 8.1: Microsoft gibt offiziellen Ausblick auf Neuerungen

Windows 8.1: Microsoft gibt offiziellen Ausblick auf die Neuerungen (Bild: Microsoft)

Antoine Leblond, der bei Microsoft das Amt des Vizepräsidenten im Bereich Windows Program Management belegt, hat im hauseigenen Windows-Blog einen offiziellen Ausblick auf einige neue Features der kommenden Windows-Version 8.1 mit dem Codenamen Blue geben.

Nachdem sich der Startbutton gerade erst auf Screenshots einer Vorabversion von Windwos 8.1 gezeigt hat, hat auch Leblond die Rückkehr des Startbuttons in einer abgewandelten Form bestätigt. Er findet sich wie üblich in der linken unteren Ecke. Auf der Kacheloberfläche von Windows 8.1 oder in einer App erscheint er nur dann, wenn der Anwender den Mauszeiger in die Ecke bewegt. Im Desktop-Modus ist das Windows-Icon dauerhaft in der Taskleiste sichtbar.

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Zudem hat Microsoft die Darstellung mehrerer Apps auf dem Bildschirm verbessert. Windows 8.1 soll mehr Möglichkeiten bieten, Apps gleichzeitig auf dem Bildschirm zu haben. Leblond verspricht sogar, die bei den bisher verfügbaren Vorabversionen nicht vorhandene Option, Apps “in der Größe beliebig anzupassen” sowie bis zu drei Apps anzeigen zu lassen. Wer mehrere Displays nutzt, könne auf allen unterschiedliche Windows Store Apps gleichzeitig laufen lassen und den Startbildschirm dabei auf einem Monitor im Auge behalten. Außerdem sei es künftig möglich, zwei Fenster einer Anwendung parallel offen zu haben, beispielsweise zweimal den Internet Explorer.

Windows 8.1: Verbessertes Multitasking (Bild: Microsoft)

Mit dem Update erweitert Microsoft Windows 8 weiterhin um einige Funktionen und Apps, die insbesondere die Möglichkeiten des Betriebssystems auf Touchscreens erweitern sollen. Außerdem enthält der Windows Store umfangreichere Informationen zu den dort angebotenen Apps. Die vorinstallierten Anwendungen erneuert Microsoft und ergänzt sie um weitere.

Mit Windows 8.1 wird auch der Internet Explorer 11 ausgeliefert, der sich laut Leblond besser als andere Browser – die eigenen eingeschlossen – für die Touchbedienung eignet. Zudem soll er Seiten schneller laden, eine “beliebige Anzahl offener Tabs” erlauben und einige “weitere neue Features” bringen, zu denen sich Microsoft aber noch bedeckt hält.

Ein Teil der von Leblond für Windows 8.1 angekündigten Änderungen sind lediglich optischer Natur. Da Microsoft den Amwendern den Desktop-Hintergrund weggenommen hat, haben viele den Sperrbildschirm dazu genutzt, eigene Bilder anzeigen zu lassen. Ihnen kommt das Unternehmen nun entgegen, indem auf dem Lockscreen nun Bilder als Diashow wiedergegeben werden können. Dafür lassen sich auch direkt mit der Kamera des Geräts aufgenommene Fotos verwenden.

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Außerdem wird es mehr Farbkombinationen und Hintergründe für den Startbildschirm geben – darunter auch Bilder mit Bewegungselementen. Das Angebot an Kachelgrößen ergänzt Microsoft um eine kleinere und eine größere – so soll sich der Startbildschirm besser anpassen lassen.

Wirklich praktisch ist die Möglichkeit, Apps nach Name, Installationsdatum oder Kategorien zu filtern und anzeigen zu lassen. Außerdem landet eine neu installierte App nicht mehr automatisch direkt auf dem Startbildschirm, sondern in der Kategorie “neu” – und kann dann von dort bei Bedarf auf den Startbildschirm gepinnt werden.

Windows 8.1: Microsoft peppt unter anderem die Suche auf. (Bild: Microsoft)

Die Suche peppt Microsoft mit Hilfe seiner Suchmaschine Bing auf: Bei Anfragen werden nun das Web, Apps, Dateien und der Online-Speicher SkyDrive durchsucht und als Ergebnis unter anderem Vorschläge unterbreitet, was der Nutzer möglicherweise gerne tun würde – zum Beispiel ein Lied abzuspielen oder ein Video zu betrachten. Überhaupt rückt Microsoft seinen eigenen Online-Speicher mehr in den Vordergrund. So wird es für Nutzer einfacher, Dateien zu finden und abzulegen, aber intransparenter, wo diese tatsächlich gespeichert sind.

Windows 8.1: SkyDrive (Bild: Microsoft)

Zweischneidig sind auch die Synchronisationsoptionen: Leblond verspricht Zugriff auf die Dateien bei SkyDrive auch dann, wenn der Nutzer mit seinem Gerät offline ist. Das funktioniert natürlich nur, wenn diese lokal gespeichert werden. Zwar ist dies praktisch, um Dateien wie Fotos von unterschiedlichen Geräten in die Cloud zu schieben und abzurufen, setzt aber voraus, dass die Daten außer in der Cloud auch noch einmal auf allen genutzten Geräten liegen. Wie genau, in welchem Umfang und nach welchen Kriterien diese Synchronisation erfolgt, erklärt Leblond in seinem Blogeintrag nicht.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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