Sony enthüllt PS4: Design, Hardware, Preis und Verfügbarkeit

Sony enthüllt die PS4: Sie kommt zu Weihnachten für rund 400 Euro (Foto: CNET.com)

Auf einem Presse-Event im Rahmen der Spielemesse E3 hat Sony endlich die PS4 gezeigt und Details zum Preis und Launch der Konsole preisgegeben. Sie wird für rund 400 Euro zum Weihnachtsgeschäft erhältlich sein. In Kürze wird sich die PS4 auch bereits vorbestellen lassen. Eine entsprechende Webseite hat Sony jedenfalls schon eingerichtet.

Design

Das Design der neuen PS4 erinnert mehr an die PlayStation 2 als an den direkten Vorgänger. Die schwarze Box ist wieder deutlich kantiger geworden und hat grob die Form eines Parallelogramms. Auf den ersten Blick scheint der Kasten aber nicht annähernd so groß zu sein wie die Xbox One und macht insgesamt eine gute Figur.

PS4: So sieht Sonys neue Konsole aus. (Bild: Sony)

Hardware

Die Specs der PS4 waren schon weitgehend bekannt. Hier nochmals eine Zusammenfassung der wichtigsten Daten:

  • CPU: Acht-Kern-X86-Jaguar-Prozessor von AMD
  • GPU: 1.84-Teraflops, AMD Radeon TM Graphics Core Next Engine (mit 18 “Compute Units“)
  • 8 GByte GDDR5-Speicher
  • HDD-Speicher (nicht SSD)
  • Blu-ray-Laufwerk (6fach Blu-ray, 8fach DVD)
  • drei USB 3.0 Ports
  • WLAN 802.11 b / g / n ()
  • GigaBit-Ethernet, HDMI, Bluetooth 2.1, optischer Audio- und analoger AV-Ausgang

Das Herzstück der PS4 ist eine x86-CPU von AMD mit acht “Jaguar”-Kernen und eine AMD-Radeon-GPU mit 18 Recheneinheiten und einer Speicherbandbreite von 1,84 Teraflops. (Bild: Sony)

Herzstück ist eine x86-CPU von AMD mit acht “Jaguar”-Kernen und eine AMD-Radeon-GPU mit 18 Recheneinheiten und einer Speicherbandbreite von 1,84 Teraflops. Außerdem sind 8 GByte gemeinsamer GDDR5-Speicher und eine Festplatte für Daten an Bord. Ähnlich wie Microsoft mit seiner Xbox setzt also auch Sony künftig auf PC-Komponenten, was die Multi-Plattform-Entwicklung vereinfachen dürfte.

An Schnittstellen bietet die PS4 drei USB-3.0-Ports, HDMI, einen analogen AV-Ausgang und einen optischen digitalen Audioausgang. (Bild: Sony)

Als optisches Laufwerk kommt weiterhin ein Blu-ray-Drive zum Einsatz. Die Schnittstellenausstattung umfasst drei USB-3.0-Ports, HDMI, einen analogen AV-Ausgang und einen optischen digitalen Audioausgang. An Verbindungsoptionen sind WLAN nach 802.11b/g/n, Ethernet und Bluetooth 2.1 vorhanden.

DualShock 4 & PS4 Eye Camera

Der neue DualShock-4-Controller verfügt jetzt über ein kleines Touchpad in der Mitte, ein Share-Button, ein Kopfhöreranschluss und eine Lichtleiste für Bewegungssteuerung. Letztere war bisher nur mit dem zusätzlichen Move-Controller möglich, der aber auch an der neuen Konsole funktionieren soll. Mit dem Share-Button lassen sich mit einem Klick Spielszenen heraussuchen und als Clip mit Freunden teilen.

PS4 samt DualShock-4-Controller und PlayStation Eye. (Bild: Sony)

Als Gegenstück dient das mit der Konsole mitgelieferte “PlayStation 4 Eye. Sie wird auf den TV gelegt und kommuniziert mit PlayStation Move und dem DualShock 4 Controller, um die Bewegung der Spieler zu verfolgen. Die neue Eye Camera verfügt jetzt über zwei Kameras, die alle Aktivitäten bis zu einem Winkel von 85 Grad erfassen können. Das sind 75 Grad mehr als noch bei der Vorgänger-Version.

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Online

Generell spielt die Internetverbindung eine große Rolle. Über die PlayStation Cloud erhalten Anwender Streaming-Zugang zu Titeln der Vorgänger-Konsolen. Als Basis dient die Cloudtechnik der im Juli 2012 übernommenen Firma Gaikai, die auch Videostreaming via Netflix, Hulu oder Vudu unterstützt. Damit ist die PS4 im Prinzip Abwärtskompatibel, obwohl sie selbst keine alten PS3-Datenträger unterstützt. Allerdings hat Jack Tretton, CEO Sony Computer Entertainment America, auf der Spielemesse E3 betont, dass es bei der PS4 keinen Online-Zwang geben wird und die Konsole sich nicht alle 24 Stunden mit dem Internet verbinden muss, um Spiele im Offline-Modus zocken zu können.

Zum Launch der PS4 sollen die Spiele Killzone: Shadow Fall, Driveclub und Knack erhältlich sein. (Screenshot: CNET.de, Bild: Sony)

Games, gebrauchte Spiele und PlayStation Plus

Pünktlich zum Start der PS4 am Ende des Jahres sollen Killzone: Shadow Fall, Driveclub, und Knack erhältlich sein. Bis Ende des ersten Quartals 2014 soll noch Infamous: Second Son folgen. Natürlich werden im Laufe er Zeit zahlreiche weitere Titel für die PS4 herauskommen. Darunter Halo, Destiny oder Assassin’s Creed: Black Flag. Erste Spielszenen gab es auf der E3 auch schon zu sehen.

Gebrauchte Spiele handhabt Sony wesentlich einfacher als Microsoft bei der Xbox One. Sie lassen sich ohne Restriktionen weiterverkaufen oder an Freunde ausleihen.

Außerdem unterstützt die PS4 auch wieder den Dienst PlayStation Plus. Die Mitgliedschaft soll auf die PS4 übertragen werden und zu einem identischen Preis erhältlich sein. Es wird auch wieder eine Instant Game Collection geben, die mit Drive Club in der PS-Plus-Edition startet. Jeden Monat erhalten Plus-Mitglieder dann ein neues kostenloses Game. Darunter Don’t Starve oder Outlast.

PS Vita, Smartphones, Tablets und Remote Play

Die neue Konsole unterstützt Remote Play. So lassen sich Spielinhalte auf dem 5-Zoll-Bildschirm der Mobilkonsole Playstation Vita wiedergeben. Eine ähnliche Lösung bietet Nintendo mit dem in den Controller der Wii U intergierten Display an. Sonys Ziel ist es, dass sich die meisten PS4-Titel via Remote Play auf der Vita spielen lassen.

Für Smartphones und Tablets mit Android und iOS wird es eine “PlayStation App” geben, die aus den Mobilgeräten einen zweiten Bildschirm macht. Beispielsweise sollen Nutzer damit ergänzende Karten für ein Adventure herunterladen und betrachten können, während sie es auf der Konsole spielen. Mit der Anwendung lassen sich auch die Gameplay-Streams anderer Spieler abrufen und Titel von unterwegs kaufen, die dann direkt auf die Konsole geladen werden.

[Mit Material von Scott Stein, CNET.com]

Autor: Christian Schartel
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