Kazam: Neuer Smartphone-Hersteller will Samsung, Sony, HTC & Co. Konkurrenz machen

Kazam: Neuer Smartphone-Hersteller will Samsung, Sony, HTC & Co. Konkurrenz machen (Bild: Kazam)

Das neue Smartphone-Start-up Kazam will in Zukunft am Handy-Markt mitmischen und Samsung, Sony, HTC & Co. Konkurrenz machen. Gegründet wurde es von den zwei früheren Mitgliedern des HTC-Managements Michael Coombes und James Atkins. Beide hatten HTC im März 2013 den Rücken gekehrt. Coombes bekleidete das Amt des Vertriebsleiters bei HTC und wird jetzt den Posten als CEO bei Kazam übernehmen. Atkins, der ehemalige Leiter von HTCs Marketingabteilung, wird der neue Chief Marketing Officer sein.

Kazam will sich vor allem auf den europäischen Smartphone-Markt konzentrieren und legt die Latte ziemlich hoch. Seine Konkurrenten wollen sie mit “verblüffenden Designs, robuster Hardware, intuitiver Technik und besserem Kundenservice” ausstechen. Atkins zeigt sich höchst optimistisch und äußerte sich in einem Interview wie folgt: “Es gibt eine echte Chance für eine neue Mobilgeräte-Marke, um den Status Quo aufzubrechen. Wir versuchen mit Leidenschaft, eine wirklich positive Mobilerfahrung zu liefern, auch über den eigentlichen Kauf des Produkts hinaus.”

Damit ist wohl gemeint, dass Kunden auch noch lange Zeit nach dem Kauf eines Kazam-Smartphones vom Hersteller unterstützt werden. Offensichtlich bezieht sich die Aussage auf die aktuelle Situation bei Android, wo viele Geräte keine Updates mehr erfahren, sobald es einen Nachfolger gibt. Kazam will aber derzeit weder zum Betriebssystem noch zu anderen Eigenschaften der geplanten Telefone konkrete Angaben machen.

Dass Kazam vor beträchtlichen Herausforderungen steht, ist Coombes und Atkins aber klar – schließlich konnten sie genau verfolgen, wie schwer sich selbst ein Unternehmen mit großen Ressourcen wie HTC in diesem Markt tut. Coombes hält jedoch entgegen: “Die dynamische Struktur von Kazam und sein Fokus auf lokale Märkte heißen, dass wir schnell auf jeden Wandel und jede Tendenz der Anwenderbedürfnisse reagieren können.”

In der Tat zieht der Smartphone-Markt noch laufend neue Player an: Mit Firefox OS und Ubuntu Phone stehen weitere Betriebssysteme vor dem Launch, und das finnische Jolla versucht, sowohl als Gerätemarke als auch als OS-Hersteller eine Rolle zu spielen. Seine Weiterentwicklung von MeeGo namens Sailfish OS wird auf eigenen wie auf lizenzierten Fremdgeräten zum Einsatz kommen. In diesem Zusammenhang ist auch der Comeback-Versuch von Blackberry zu nennen, das mit dem Touchscreen-Modell Z10 und dem QWERTZ-Smartphone Q10 derzeit seine neuen Geräte mit dem Betriebssystem Blackberry 10 auf den deutschen Markt bringt. Ein Nachfolger des Z10 ist Gerüchten zufolge schon in Arbeit.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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