Sony Xperia Z Ultra: das 6,4-Zoll-Phablet im Hands-on

Sonys 6,4-Zoll-Phablet Xperia Z Ultra kommt mit Snapdragon-800-Prozessor, LTE und 8-Megapixel-Kamera und ist nach IP55/58 gegen Staub und Wasser geschützt. Der Preis: 679 Euro ohne Vertrag.

Wer das Xperia Z einfach eine Nummer größer will, findet es im Xperia Z Ultra (Foto: CNET).

Wer das Xperia Z einfach eine Nummer größer will, findet es im Xperia Z Ultra (Foto: CNET).

Sony hat heute sein jüngstes Mitglied der Xperia-Familie und das bis dato größte Smartphone des Unternehmens endlich offiziell vorgestellt. Das Android-Phablet kommt – wie bereits vermutet – mit 6,4 Zoll großem Full-HD-Display, LTE und Qualcomms Quad-Core-Snapdragon-800-CPU. Wie auch die anderen Xperia Z-Modelle ist es gegen Staub und Wasser geschützt.

Die Markteinführung des Xperia Z Ultra ist im Laufe des dritten Quartals geplant. Das Xperia Z Ultra wird in Schwarz, Weiß und Violett für 679 Euro kommen. Als Zubehör bietet Sony ab dem dritten Quartal eine Ladestation DK30 für 35 Euro, ein Bluetooth-Headset SBH52 für 89 Euro und die Smartwatch 2 SW2 für 199 Euro an.

Design

Optisch an das Design des Xperia Z angelehnt, macht auch das Z Ultra eine ausgesprochen gute Figur. Sony kombiniert hier einen eleganten Metallrahmen mit gehärtetem Glas sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite, was dem Z Ultra einen minimalistischen und sehr stylischen Touch verleiht. Es fühlt sich – wie auch das Xperia Z – sehr wertig an und ist dabei gerade einmal 6,5 Millimeter dick. Das Xperia Z Ultra misst 17,9 mal 9,2 mal 0,65 Zentimeter und bringt 212 Gramm auf die Waage. Es ist 1,5 Millimeter dünner als das Xperia Z und 66 Gramm schwerer. Trotz der Abmessungen lässt sich das Z Ultra auch mit nur einer Hand noch bequem halten, ohne sich dabei schwer anzufühlen.

Auch wenn das Z Ultra nicht das dünnste Phablet auf dem Markt ist – hier unterbietet Huaweis Ascend P6 mit seinen 6,18 Millimetern doch noch etwas – ist Sony zweifelsohne ein beeindruckendes Design gelungen. Das Samsung Galaxy Mega 6.3 wiegt im Vergleich dazu nur 198 Gramm, wobei der Rahmen allerdings vorwiegend aus Kunststoff besteht und nicht an die hochwertig wirkende Optik des Z Ultra herankommt.

Die Rückseite aus gehärtetem Glass vermittelt einen sehr wertigen Eindruck (Foto: CNET).

Die Rückseite aus gehärtetem Glass vermittelt einen sehr wertigen Eindruck (Foto: CNET).

Das Xperia ist unschwer am seitlich angebrachten großen Ein-/Ausschalter zu erkennen (Foto: CNET).

Das Xperia ist unschwer am seitlich angebrachten großen Ein-/Ausschalter zu erkennen (Foto: CNET).

Der kratzfeste Triluminos-Bildschirm des Xperia Z Ultra löst 1920 mal 1080 Bildpunkte auf. Sony verspricht neben einer natürlichen Farbwiedergabe auch eine gute Ablesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung. Die Pixeldichte liegt mit 342 ppi deutlich unter der des Xperia Z, das mit seinem 5-Zoll-Screen bei gleicher Auflösung auf 443 ppi kommt. Das Sony-Phablet übertrifft aber immer noch die 326 ppi des iPhone 5 mit 4-Zoll-Display. Der erste Eindruck des Triluminos-Displays ist durchaus beeindruckend. Die Farben wirken lebendig, die Darstellung scharf. Die Schwächen des Xperia Z scheinen ausgemerzt. Wie einige frühere Sony-Smartphones kommen auch hier Onscreen-Tasten zum Einsatz.

Bedienen lässt es sich wie Samsungs Galaxy-Note-Modelle mit den Fingern oder einem mitgelieferten Stylus. Das Z Ultra wird zwar ohne Stift geliefert, das Display ist aber in der Lage – dank Schrifterkennung – neben dem kapazitiven Standard-Stift auch beliebige andere leitfähige Stifte zu erkennen. So kann man problemlos mit einem Bleistift oder anderen Metall-Stift auf dem Display schreiben. Allerdings ist es nicht drucksensitiv. Somit ist es nicht möglich beispielsweise gezielt dünnere oder dickere Linien zu ziehen. Die Stiftstärke muss gezielt manuell in der Zeichen-App ausgewählt werden.

Ultra ist größer als Mega (Foto: CNET).

Ultra ist größer als Mega (Foto: CNET).

Das Ultra ist größer, aber dennoch deutlich schlanker (Foto: CNET).

Das Ultra ist größer, aber dennoch deutlich schlanker (Foto: CNET).

Ausstattung

Wie das Xperia-Z ist auch das Z Ultra gegen Staub und Wasser geschützt: Die Zertifizierung IP55/58 garantiert Schutz gegen dauerndes Untertauchen (1,5 Meter für 30 Minuten) und gegen Strahlwasser aus beliebigem Winkel. Grundsätzlich lässt sich das Smartphone dazu nutzen, um beispielsweise auch Unterwasser-Full-HD-Videos mit der 8-Megapixel-Kamera aufzunehmen. Wir werden das natürlich testen, sobald ein finales Testgerät zur Verfügung steht.

Die kleinen Klappen schützen die Anschlüsse des Smartphones und sorgen dafür, dass es wasserdicht ist (Foto: CNET).

Die kleinen Klappen schützen die Anschlüsse des Smartphones und sorgen dafür, dass es wasserdicht ist (Foto: CNET).

(Foto: CNET)

(Foto: CNET)

Als Betriebssystem kommt beim Xperia Z Ultra Android 4.2 zum Einsatz. Das Z Ultra ist damit Sonys erstes Smartphone, das mit der aktuellsten Jelly-Bean-Version angekündigt wird. Sonys Oberfläche bietet zusätzlich zu den gängigen Android-Features und Sony-eigenen kleinen Apps auch eine vereinfachte einhändige Bedienung. Die Quick Settings aus Jelly Bean 4.2 fehlen, dafür lassen sich Lockscreen-Widgets hinzufügen.

Der Schnellzugriff auf die Features fehlt beim Ultra (Foto: CNET).

Der Schnellzugriff auf die Features fehlt beim Ultra (Foto: CNET).

Der Schnellzugriff auf die Features fehlt beim Ultra (Foto: CNET).

Außer GSM, GPRS, EDGE und UMTS mit HSPA+ unterstützt das Xperia Z Ultra auch LTE. WLAN, Bluetooth 4.0, NFC, aGPS und DLNA sind ebenfalls an Bord. Eine MHL-Schnittstelle erlaubt das Streamen von Multimedia-Inhalten an einen kompatiblen Fernseher. In Kombination mit den neuesten Sony-TVs ist dies mittels der Funktion “One Touch” auch über NFC möglich. Nutzer haben ebenfalls Zugriff auf das Sony Entertainment Network mit Diensten für Musik, Foto und Video.

Angetrieben wird Sonys Android-Phablet von Qualcomms Snapdragon 800 mit vier Kernen und 2,2 GHz Takt. Er ist damit noch leistungsfähiger als der Snapdragon S4 Pro des Xperia Z und Xperia Tablet Z, der mit 1,5 GHz taktet. Der CPU stehen 2 GByte Arbeitsspeicher zur Seite. Der 16 GByte große interne Speicher kann per MicroSD-Karte um bis zu 64 GByte erweitert werden.

 

 

Für ausreichend Energie soll der 3000-mAh-Akku sorgen. Der Hersteller gibt hier eine mögliche Gesprächsdauer von bis zu 14 Stunden und eine Standby-Zeit von maximal 790 Stunden an. Bei Musikwiedergabe reicht eine Akkuladung bis zu 120 Stunden, bei Videowiedergabe höchstens 7,5 Stunden. Wie es um die Zeiten tatsächlich bestellt ist, wird der Test des finalen Gerätes in Kürze zeigen.

Anstelle der 13-Megapixel-Kamera beim Smartphone Xperia Z findet man beim Phablet wie auch schon beim Tablet Z nur eine 8-Megapixel-Kamera mit Exmor-RS-Sensor. Mit ihr sind aber auch High-Dynamic-Range-Aufnahmen (HDR) zur detailreichen Wiedergabe großer Helligkeitsunterschiede möglich, etwa bei starkem Gegenlicht. Dank Schnellstartfunktion soll es aus dem Standby bis zum fertigen Foto nur eine Sekunde dauern. Die Videoaufzeichnung kann mit bis zu 1080p erfolgen. Für Videotelefonie steht zusätzlich eine frontseitige 2-Megapixel-Webcam zur Verfügung.

Performance

Nachdem das Z Ultra von einer Qualcom-Snapdragon-800-Quadcore-CPU mit 2,2 GHz angetrieben wird, darf man entsprechende Power erwarten und diese Erwartung wird auch erfüllt. Beim 3DMark werden 16828 respektive 11906 Punkte bei den Ice-Storm- und Ice-Storm-Extreme-Tests der US-Kollegen erreicht. Da hier auf einem Prototypen gemessen wurde, handelt es sich natürlich noch nicht um endgültige Messergebnisse.

Ausblick

Es sieht wohl ganz danach aus, dass sich Samsung mächtig ins Zeug legen muss, um mit seinem Galaxy Note 3 aus der breite Masse herauszuragen, da Sony mit seinem Xperia Z Ultra und sehr starken Benchmarks ordentlich vorgelegt hat. Die Koreaner laufen unter Umständen Gefahr, ihre Phablet-Führungsposition durch stetig wachsende Konkurrenz in den letzten Monaten zu verlieren.

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