Pentax WG-3: Clevere Outdoor-Kamera im Praxistest

Das markante Design macht sie unverwechselbar und auch innen hat die Outdoor-Kamera von Pentax zahlreiche interessante Features auf Lager.

Design und Ausstattung

Eines muss man den Pentax-Entwicklern lassen: Mit dem Design der Pentax WG-3 haben sie Mut bewiesen. Durch ihr martialisches Äußeres hebt sich die Pentax aus der Masse der Outdoor-Kameras sofort heraus. Ein Motiv dahinter könnte sein, dass der japanische Optik- und Kamerakonzern mit der Pentax WG-3 eine eigene unverkennbare Marke schaffen will.

Mutig ist dies auch deshalb, weil das Design nicht unbedingt jedermanns Sache sein dürfte und auch so manchen Käufer abschrecken könnte. Das rechteckig in die Länge gezogene Format mit der konkaven Einbuchtung in der Mitte, der Wechsel von gerippten, genoppten, aufgerauten und dann wieder glatten Oberflächen und nicht zuletzt das leuchtende Orange ist schon heftig. Fast erinnert die Pentax WG-3 an ein Hightech-Spielzeug für Jungen. Dazu passen auch die Icons, die mit ihren knallbunten Farben und simplen Symbolen irgendwie kindlich erscheinen.

Wer das auffällige Orange der Pentax WG-3 nicht mag, kann sich die Outdoor-Kamera auch in Schwarz kaufen (Foto: Pentax).

Wer das auffällige Orange der Pentax WG-3 nicht mag, kann sich die Outdoor-Kamera auch in Schwarz kaufen (Foto: Pentax).

Die Pentax WG-3 gibt es allerdings auch in einer dezenteren schwarzen Version, wobei man beim Fotografieren selbst sicherlich nicht an das Design der Kamera denkt. Die auffällige Optik führt unter Umständen sogar dazu, dass man die Qualität der Kamera unterschätzt. Denn die Pentax WG-3 ist eine vollwertige Outdoor-Kamera mit cleveren Features und guter Bildqualität.

Verarbeitung und Bedienung

Im unserem Praxistest muss die Pentax WG-3 so einiges erdulden. Sie wird ins Wasser geworfen, per Saugnapf an der Karosserie eines Autos befestigt und muss auch die Sturzfahrt in einem Wasserfall der Münchner Isar überstehen. Die bis zu einer Tiefe von 14 Metern wasserdichte Pentax übersteht all diese Herausforderungen unbeschadet und beweist damit ihre Tauglichkeit als robuste Outdoor-Kamera. Und wer es braucht: Die Kamera hält auch einem Druck von maximal 100 Kilo stand und überlebt eine Nacht im Kühlregal bei -10 Grad. So lässt sich die Pentax auch in der kalten Jahreszeit oder beim Skifahren einsetzen.

Die Pentax WG-3 ist eine sehr robuste Outdoor-Kamera mit guter Bildqualität und lichtstarkem Objektiv (Foto: Mehmet Toprak).

Die Pentax WG-3 ist eine sehr robuste Outdoor-Kamera mit guter Bildqualität und lichtstarkem Objektiv (Foto: Mehmet Toprak).

Allerdings zeigt sich, dass das Schokoriegel-Format der Kamera beim Fotografieren nicht unbedingt ideal ist. Auslöser und die rückseitige Zoom-Wippe liegen dadurch nämlich so weit rechts, dass man die Kamera nicht bequem mit einer Hand halten und gleichzeitig zoomen oder auslösen kann. Man muss die WG-3 immer mit beiden Händen halten. Nicht optimal scheint auch das rechts außen gelegene Stativgewinde.

Die Bedienung der Pentax WG-3 fällt aber insgesamt sehr leicht. Die Tasten auf der Ober- beziehungsweise Rückseite der Kamera sind zwar etwas klein geraten, aber ergonomisch richtig platziert. Die Bedienoberfläche der Kamerasoftware ist ebenfalls geglückt, alle Funktionen sind da einsortiert, wo man sie auch erwartet und mit verhältnismäßig wenig Tastendrücken zu erreichen. Hier zeigt sich die Erfahrung eines etablierten Kameraherstellers.

Funktionen wie bei einer klassischen Digicam

Die WG-3 präsentiert sich zunächst einmal als eine sehr kompakte Digicam, die all die klassischen Features herkömmlicher Digicams der Klasse unter 500 Euro mitbringt. Dafür sprechen beispielsweise die zahlreichen Motivprogramme und Farbfilter, die Schnappschüsse in allen Situationen erleichtern sollen oder helfen, ein Bild schon unterwegs optisch aufzuhübschen.

Auch bei Gegenlicht sorgt die Programmautomatik der Pentax WG-3 noch für gute Fotos (Foto: Mehmet Toprak).

Auch bei Gegenlicht sorgt die Programmautomatik der Pentax WG-3 noch für gute Fotos (Foto: Mehmet Toprak).

Wer jenseits der Automatikfunktionen seine Bilder auch manuell optimieren will, kann sowohl die Fokusfunktion als auch die Belichtungsmessung individuell einstellen. Sehr praxisgerecht sind beispielsweise die Voreinstellungen beim Fokus. Die Schärfe lässt sich bei Bedarf fixieren, zum Beispiel auf unendlich, auf größtmögliche Schärfentiefe (Pan-Fokus) oder auf einen vordefinierten Abstand. Standardmäßig arbeitet die Pentax WG-3 mit Autofokus, daneben gibt es gleich zwei Makroeinstellungen. Schärfenachführung und Gesichtserkennung sind ebenfalls an Bord.

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

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