Samsung Galaxy S4 Active: Das Outdoor-Galaxy-S4 im Test

Das Galaxy S4 Active ist nach der IP67-Zertifizierung vor Wasser, Staub, Schmutz & Co geschützt. Bis auf das 5-Zoll-Full-HD-LC-Dispaly und eine 8-Megapixel-Kamera ist die Hardware-Ausstattung identisch mit dem Standard-S4. So robust wie der Name verspricht ist es aber nicht.

Im Gegensatz zum Flaggschiff Galaxy S4 ist die Active-Ausführung nach der IP67-Zertifizierung vor Wasser, Staub, Schmutz & Co. geschützt und kann wie das Xperia Z 30 Minuten unter Wasser (bis zu einer Tiefe von einem Meter) überstehen. Wir haben uns die strandtaugliche Version des S4 genauer angesehen.

Wie robust ist das Active tatsächlich?

Wie sich schnell herausstellt, ist das Active nicht so robust wie ein echtes Outdoor-Handy. Samsung hat zwar zum Schutz der Kanten an der Ober- und Unterseite Verstärkungen verbaut, doch würde man sich von einem echten Outdoor-Handy mehr Maßnahmen erwarten. Das Gehäuse fällt nun weniger glänzend und glatt aus wie beim S4 und bietet etwas besseren Halt. Wirklich griffig ist das Gerät für ein Outdoor-Smartphone damit aber nicht. Die dekorativen „Schrauben“ sehen ebenfalls nach mehr aus, erfüllen aber offensichtlich keine Funktion.

Sind alle Luken dicht, steht einem kleinen Tauchausflug nichts im Wege (Foto: Josh Miller/CNET).

Sind alle Luken dicht, steht einem kleinen Tauchausflug nichts im Wege (Foto: Josh Miller/CNET).

Eine Klappe schützt dann den Micro-USB-Slot, während der Kopfhöreranschluss ohne zusätzlichen Schutz auskommt. Komplett dicht ist das Smartphone, wenn der Deckel auf der Rückseite korrekt aufgesetzt ist und nach einem Druck auf das Symbol auf der Rückseite richtig fest sitzt.

Die feine Gummidichtung sorgt dafür, dass die Komponenten im Inneren trocken bleiben (Foto: Josh Miller/CNET)

Die feine Gummidichtung sorgt dafür, dass die Komponenten im Inneren trocken bleiben (Foto: Josh Miller/CNET)

Den IP67-Spezifikationen zufolge kann man das S4 Active problemlos ins Wasser eintauchen – bis zu einer Tiefe von etwa einem Meter und bis zu 30 Minuten lang. Mag sein, dass dabei noch etwas Spielraum ist, aber hier zu experimentieren gleicht einem Spiel mit dem Feuer. Was in der Praxis jedenfalls kein Problem sein sollte, ist das Active bei der nächsten Party kurz mit in den Pool zu nehmen.

Design

Optisch wirkt das Design des Active jedenfalls schon interessanter als das des Galaxy S4. Die Navigationstasten und die poppigen Farben „Feuerorange“ und „Meerblau“ stechen geradezu ins Auge. „Stadtgrau“ ist vielleicht nicht ganz so spektakulär.

Das Active kommt abhängig vom jeweiligen Markt in Stadtgrau/Feuerorange/Meerblau (Foto: Josh Miller/CNET).

Das Active kommt abhängig vom jeweiligen Markt in Stadtgrau, Feuerorange oder Meerblau (Foto: Josh Miller/CNET).

Abgesehen vom Design und der wasserfesten Kamera unterscheidet sich die Active-Version auch in weiteren Punkten vom Original-S4. Das Gehäuse misst 139,7 mal 71.3 mal 9,1 Millimeter und ist damit etwas größer, breiter und dicker geworden. Zudem ist es mit 151 Gramm etwas schwerer. Wie beim Galaxy S4 besteht es wieder aus Polycarbonat. Anstatt einer glatten und rutschigen Klavierlack-Oberfläche, bringt das Active eine texturierte und griffigere Rückseite mit. Neben dem neuen Design, das uns fast besser gefällt als das Aussehen des Standard-Modells, hat Samsung die Softkey-Buttons auf der Frontseite durch Hardware-Buttons ersetzt. Wie der Touchscreen würden sich auch die Soft-Keys-Buttons unter Wasser kaum verwenden lassen. Weiterhin sind die Kamera und der Blitz in eckigeren Fassungen eingelassen und der Ein-/Ausschalter sowie die Lautstärke-Wippe fällt größer aus als beim S4 – und lässt sich auch einfacher bedienen.

Seite an Seite: links das Samsung Galaxy S4 Active und rechts das Original S4 (Foto: Josh Miller/CNET).

Seite an Seite: links das Samsung Galaxy S4 Active und rechts das Original S4 (Foto: Josh Miller/CNET).

Das Galaxy S4 Active ist außerdem nicht wie üblich mit einer AMOLED-Anzeige, sondern mit einem fünf Zoll großen TFT-LC-Display ausgestattet, das aber ebenfalls mit 1920 mal 1080 Bildpunkten, also Full-HD, auflöst. Das ist besonders praktisch für den Außeneinsatz, denn LCDs gelten generell als heller und unter Sonneneinstrahlung besser ablesbar. Dafür verbrauchen sie etwas mehr Strom als AMOLED-Bildschirme. Der Touchscreen ist auch wieder äußerst sensibel und kann wie beim normalen S4 mit Handschuhen bedient werden, was ebenfalls praktisch für den Außeneinsatz ist.

Die Tasten sind leicht zu drücken und spechen gut an (Foto: Josh Miller/CNET).

Die Tasten sind leicht zu drücken und sprechen gut an (Foto: Josh Miller/CNET).

Betriebssystem und Anwendungen

Wie auf dem Galaxy S4 läuft auch auf dem Active-Modell die aktuellste Android-Version 4.2.2 Jelly Bean samt Samsungs TouchWiz-Benutzeroberfläche. Der Großteil der Neuerungen, die Samsung beim S4 eingeführt hat, hat es auch auf das S4-Active geschafft. An Bord sind beispielsweise S Traval, S Translator, S Health, Smart Pause, Air View, die Air Gestures und die Kamera-Funktionen Drama Shot, Sound & Shot, Story Album oder Group Play. Einen ausführlichen Überblick über alle Software-Neuheiten, hält der Testbericht des Standard-Galaxy-S4-Modells bereit.

Ein paar kleine Unterschiede gibt es dann aber doch. Das Active kommt beispielsweise ohne den Kamera-Modus Dual Shot, bekommt dafür aber einen speziellen Modus für Unterwasser-Aufnahmen.

Zudem hat Samsung eine Funktion eingebaut, die es erlaubt, die Taschenlampe per Gedrückthalten der Lautstärketasten auch bei ausgeschaltetem Display zu aktivieren. Das kann bei den verschiedensten Aktivitäten im freien – beispielsweise beim Zelten – aber auch nur im schlecht beleuchteten Hausflur praktisch sein. Die Option muss lediglich in den Einstellungen aktiviert sein. Anwender können dann noch festlegen, ob sich das Licht nach einer gewissen Zeit abschalten oder es dauerhaft brennen soll.

 

Autor: Christian Schartel
Christian Schartel Christian Schartel Christian Schartel

Neueste Kommentare 

12 Kommentare zu Samsung Galaxy S4 Active: Das Outdoor-Galaxy-S4 im Test

  • Am 19. Juli 2013 um 17:59 von Tima

    Warum ist denn der Punkt „trotz Wasseresistenz lässt sich der Akku auswechseln“ bei den Contras?

  • Am 19. Juli 2013 um 18:50 von Marc

    Ich finde, dass die Tatsache den Accu trotzdem, dass das Smarzphone wasserdicht ist, auswechseln kann ist 100% PRO!!!!!!!!!!

  • Am 20. Juli 2013 um 15:45 von carl

    Wieso isz die Austauschbarkeit des Akkus ein Kontraargument ihr Pappnasen?

  • Am 20. Juli 2013 um 17:39 von André S.

    Ein sehr ausführlicher und interessanter Bericht.
    Er macht auf jeden Fall Lust auf das Handy. Leider bieten es die Mobilfunkanbieter noch nicht z.B. im Rahmen einer Vertragsverlängerung an. Scheinbar ist die Abdichtung des Rückendeckels jetzt aber deutlich filigraner ausgeführt, als z.B. bei den Vorgängern XCover und XCover2. Mit denen war ein kleines Bad im Wasser echt kein Problem.
    Beim S4 Active scheint nur eine kraftschlüssige Dichtung Stoß-an-Stoß zu wirken, bei den XCover-Modellen war es eine echte formschlüssige Profildichtung. Aber dafür ist das S4 Active offensichtlich richtig modisch und halt das leistungsstärkste Phone derzeit auf dem Markt mit diesen Eigenschaften.

    Mir ist aufgefallen der „trotz wasserdichtigkeit wechselbare Akku“ versehentlich unter die Negativ-Punkteliste geschrieben wurde. Das ist bestimmt ein Irrtum. Wechselakku ist doch grundsätzlich Vorteilhaft, insbesondere, wenn die Wasserdichtigkeit dadurch nicht eingeschränkt wird.

  • Am 20. Juli 2013 um 23:17 von Niko

    Kontra: „trotz Wasseresistenz lässt sich der Akku auswechseln“ ??? Wieso sollte das ein Nachteil sein?

  • Am 22. Juli 2013 um 02:56 von Kosta

    Wieso ist bei Con schlecht dass sich der Akku trotz Wasserresistenz austauschen lässt ? ? ?

    • Am 22. Juli 2013 um 11:08 von Christian Schartel

      Hallo,

      danke für den Hinweis! Habe es berichtigt. Der Punkt „trotz Wasseresistenz lässt sich der Akku auswechseln“ sollte natürlich unter „Pro“ stehen und kein Nachteil sein. Da ist uns ein Fehler unterlaufen!

      Danke und beste Grüße,
      Christian Schartel, CNET.de

  • Am 29. Juli 2013 um 10:27 von Martin

    Hallo,
    ich bin im Besitz des Samsung Galaxy S4 active.
    Leider ist der IP-Schutz völlig unzureichend.
    1. Kopfhörerbuchse steht voller Wasser nach dem Eintauchen (Pool )!
    Das Handy erkennt demzufolge einen Kopfhörer und schaltet das untere Mikrofon vollständig ab. Nach säubern mit Wattestäbchen und längerem trocknen ca. 7,5h wurden die sogenannten Kopfhörer nicht mehr erkannt. Das dauert so lang, da durch Kapillarwirkung Restfeuchtigkeit an den Kontakten verbleiben und diese anscheinend überbrücken.
    2. Die Eingebauten Mikrofone sind seitdem völlig unbrauchbar. Die Sprachqualität hat soweit abgenommen, sodass beim Telefonieren die Stimme nur noch dumpf übertragen wird. Getestet jeweils in Freisprecheinrichtung oberes Mikro und normal telefonieren unteres Mikro. Wobei die Qualität des oberen Mikros etwas besser ist.
    Die USB Verschlusskappe wirkt so filigran, das ich vermute, das der Verschluss keinen Monat überlebt und damit eine dauerhafte Abdichtung (IP67) vollkommen unmöglich wird. Zumindest wird täglich geladen bzw. die Dock-Station benutzt und somit der Verschluss mehrfach geöffnet und verschlossen.
    Resümee: Schade Samsung verspricht viel, aber die Praxis sieht anders aus.

    • Am 6. September 2013 um 20:53 von Konrad

      Hallo,
      interessant wäre, was im weitern Verlauf passiert ist. Hat sich das Problem mit dem Kopfhörer und den Mikros gebessert?

  • Am 2. August 2013 um 12:56 von Frank

    Ich kam das mit der undichtigkeit nur bestätigen.um wieder telefonieren zu können braucht es ein paar Stunden.dir den Kopfhörereingang ist ein zusätzlicher stöpsel zu empfehlen.ist meines Erachtens von Samsung noch nicht richtig umgesetzt.das geht bestimmt besser, zumal so ein Telefon ja nicht grade billig ist.

    • Am 25. Dezember 2013 um 15:01 von t2312

      es kann nicht im sinne von samsung sein,das an einem nagelneuen s4 active nach 3 tagen alle lichter am display ausgehen

  • Am 23. Juli 2014 um 17:35 von Berto1

    Hallo, habe an meinem „S4 Aktive“ seit kurzem plötzlich keinen Unterwassermodus mehr, wenn ich das Gerät auf Werkseinstellung resete ist alles iO für kurze Zeit und plötzlich ist der Modus wieder weg! was mache ich falsch?
    Zugegeben ich habe das Telefon seit kurzem und spiele mit den verschiedenen Funktionen, ich Kann aber doch nicht jedesmal das Telefon auf Werseinstellung setzen.
    Vielleicht kann ja jemand helfen, würde mich sehr freuen
    Gruß
    Berto

    Gruß Berto

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