Moto X: Release am 1. August, Pressefotos und technische Daten

Motorola hat Einladungen zu einem Presse-Event am 1. August in New York verschickt, auf dem das neue Smartphone Moto X vorgestellt wird. Zudem sind erste Pressefotos des Gerätes sowie weitere Details zu den technischen Daten aufgetaucht.

Motorola wird das Moto X am 1. August vorstellen. Das von Google übernommene Unternehmen Motorola Mobility hat Einladungen zu einem Presse-Event an besagtem Termin in New York verschickt.

Motorola hat Einladungen zur Vorstellung des Moto X am 1. August in New York verschickt. (Bild: Motorola)

Nachdem letzte Woche bereits erste Fotos der Vorder- und Rückseite sowie ein Video zur Sprachsteuerung des Gerätes ins Netz geraten sind, sind nun auch erste Pressefotos des Moto X aufgetaucht. Veröffentlicht haben sie der Twitter-Nutzer @evleaks, der schon für so einige durchgesickerte Informationen verantwortlich war, und die Webseite The Unlocker.

Die authentisch wirkenden Pressefotos zeigen das Moto X in Schwarz und Weiß. Wie auch auf den zu Letzt durchgesickerten Schnappschüssen zu sehen war, ist die Rückseite des Moto X leicht gebogenen und weist eine texturierte Oberfläche und das Motorola-Logo auf. Bisherigen Informationen zufolge gilt das Design jedoch als individualisierbar. So sollen Käufern beispielsweise verschiedene Farben für die Rückseite und Zierleiste zur Auswahl stehen. Zudem sollen Kunden auch ihren Namen oder eine Nachricht eingravieren und angeblich beim Kauf ein Foto hochladen können, das ab Werk als Bildschirmhintergrund dient. Eine Variante mit schwarzer Soft-Touch-Oberfläche wurde ebenfalls schon gesichtet, was diese Gerüchte bekräftigt.

Moto X: Pressefotos des kommenden Motorola-Smartphones (Bild via The Unlocker).

Die Größe, Form und die Rundungen des Gerätes erinnern stark an das Nexus 4. Beim Moto X nehmen auch wieder Softtouch-Keys einen Teil des Displays in Anspruch, sind hier aber nicht schwarz unterlegt, sondern halbtransparent. Ob dies ein Hinweis darauf ist, dass das Moto X bereits mit der nächsten Android-Version 4.3 kommt, die Google passend am 24. Juli vorstellen wird, oder dies nur Anpassungen seitens Motorola an Android 4.2.2 sind, lässt sich nicht sagen. Das Moto X soll bisherigen Informationen zufolge mit Android 4.2.2 ausgeliefert werden.

Die Webseite Android Police hat weitere Fotos des Moto X veröffentlicht. Sie zeigen sich eine Ausführung des US-amerikanischen Providers AT&T mit identischem Design. Der zusehende Prototyp trägt den Spitznamen “ghost” und gibt gleichzeitig Aufschluss über die voraussichtlichen technischen Daten des Smartphones. Demnach besitzt es wie das Nexus 4 ein 4,7 Zoll großes HD-Display mit einer etwas geringeren Auflösung von 1184 mal 720 Pixel. Als Prozessor kommt ebenfalls Qualcomms Dual-Core-Chip Snapdragon S4 Pro (MSM8960DT) mit Adreno-320-GPU zum Einsatz, der beispielsweise auch im Lumia 925, Lumia 1020 oder dem BlackBerry Z10 verbaut ist. Beim Moto X soll er allerdings mit 1,7 GHz getaktet sein. Der CPU stehen 2 GByte RAM und 16 GByte interner Speicher (12 GByte für Nutzerdaten) zur Seite. Eine Erweiterung ist aufgrund eines fehlenden MicroSD-Kartenslots vermutlich nicht möglich. Das Moto X soll zudem WLAN nach dem jüngsten IEEE-Standard 802.11ac sowie NFC unterstützen. Neben einer 2,1-Megapixel-Webcam in der Front bietet es angeblich eine rückseitige 10,5-Megapixel-Kamera mit Blitz. Der Akku hat eine Kapazität von 2200 mAh und ist fest verbaut. Er wird sich also nicht auswechseln lassen.

Motorolas Moto X in Weiß. (Bild: @evleaks)

Erste Benchmark-Ergebnisse liegen ebenfalls vor. Im AnTuTu-Bench, der unter anderem CPU-, RAM- und Grafikleistung ermittelt, erreichte das Moto X laut Android Police 18700 Punkte. Zum Vergleich: Das Galaxy S4 erreicht 25683, das HTC One 23446 und das Nexus 4 21000 Punkte.

Die Abmessungen des Smartphones sollen 128,5 mal 65 Millimeter betragen.

Viele der Angaben entsprechen den schon zuvor durchgesickerten Spezifikationen. Laut Android Police sind sie nun aber erstmals durch die Fotos bestätigt. Sollten sie wirklich korrekt sein, wird das Moto X kein teures High-End-Smartphone à la HTC One oder Samsung Galaxy S4, sondern ein Mittelklasse-Modell, das durch Softwarefunktionen und eine Reihe an Individualisierungsmöglichkeiten überzeugen will. Daher ist auch zu erwarten, dass Motorola das Moto X zu einem relativ günstigen Preis verkauft – ähnlich wie Google das Nexus 4.

 

Einem offenbar versehentlich zu früh bei Youtube eingestellten Werbefilm des kanadischen Providers Rogers zufolge zählt zu den herausstechenden Funktionen eine verbesserte Sprachsteuerung, die Befehle ganz ohne Betätigen einer Taste ausführt. Dazu muss das Telefon den Nutzer aber durchgehend belauschen, was angesichts des aktuellen Überwachungsskandals wohl nicht bei allen Kunden gut ankommen dürfte. Das Video erwähnt zudem Neuerungen bei der Benachrichtigungsfunktion und der Kamera-Anwendung. Der Clip zeigt eine neue Benachrichtigungsfunktion namens “Active Updates”. Statt (oder zusätzlich zu) einem mehrfarbigen Blinklicht zeigt das Moto X Benachrichtigungen im Standby-Modus einfach auf dem Display an. Das erinnert an Nokias Glance-Screen-Funktion, die die Finnen mit dem Lumia 925 eingeführt haben.

Zu guter Letzt zeigt das Video noch eine Neuerung der Kamera-Anwendung. Sie lässt sich jederzeit per Schütteln des Smartphones öffnen, was schneller gehen soll, als sie per Tastendruck zu starten.

Ende Mai kündigte Motorola-CEO Dennis Woodside zudem eine Fülle an weiteren Sensoren für das Moto X an und beschrieb das Moto X als ein Smartphone, das voraussieht, was Nutzer von ihm erwarten. Es könne etwa die Kamera aktivieren, sobald es aus der Tasche komme. Es sei weiterhin “kontextbezogen bewusst” und verhalte sich entsprechend anders, wenn der Nutzer mit 100 Stundenkilometern in einem Fahrzeug unterwegs ist.

Das Moto X gilt als das erste Smartphone, das Motorola Mobility vollständig unter der Aufsicht von Google entwickelt. Der Mutterkonzern stellt Motorola angeblich ein Budget von 500 Millionen Dollar für die Vermarktung des Moto X zur Verfügung.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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