Google: Chromecast streamt Videos & Co. vom Smartphone oder Tablet auf den Fernseher

Der HDMI-Streaming-Stick ist zum Start allerdings erst einmal nur in den USA erhältlich. Er unterstützt Android, iOS sowie Macs und PCs mit Google Chrome.

Google hat diese Woche seinen neuen HDMI-Streaming-Stick Chromecast vorgestellt und damit einen neuen Versuch gestartet, seine Dienste auf Fernsehgeräte zu bringen. Googles erster Versuch, ein Produkt im Stil von Apple TV zu etablieren, war im vergangenen Jahr gescheitert. Die Multimedia-Konsole Nexus Q, die 299 Dollar kosten sollte, zog das Unternehmen nach mehrfach verzögertem Start und kritischen Vorab-Tests wieder zurück, um sie „noch besser zu machen“. Auch sie bot die Möglichkeit, Inhalte von Google Play Music, Google Play Movies & TV sowie Youtube auf den Fernseher zu bringen.

Zum Start ist der neue Stick jetzt allerdings erst einmal nur in den USA erhältlich. Das 35 Dollar teure Gerät will Google später aber auch in anderen Ländern anbieten.

Google Chromecast

Google Chromecast

Der etwa 7 Zentimeter große Stick überträgt drahtlos Videos von Smartphones und Tablets auf HDMI-fähige Anzeigegeräte. Er lässt sich mit Youtube, Google Play Movies & TV, Google Play Music und Netflix nutzen. Das Angebot soll noch um weitere Streaming-Dienste wie Pandora erweitert werden.

Die Bedienung inklusive Lautstärkeregelung erfolgt per Mobilgerät oder Computer. Unterstützt werden Geräte mit Android oder iOS sowie Macs und Windows-PCs mit Googles Browser Chrome.

Chromecast merkt sich, an welcher Stelle die Wiedergabe eines Videos unterbrochen wurde. Diese Information wird mit allen verbundenen Geräten synchronisiert, um beispielsweise die Wiedergabe auf einem anderen Gerät fortzusetzen. Darüber hinaus kann Chromecast auch viele Browserinhalte wie Fotos und Videos übertragen. Dabei handelt es sich allerdings noch um eine Beta-Funktion, die Google mit dem Videodienst Vimeo demonstrierte.

Chromecast kann Videos im Full-HD-Format 1080p sowie mit Surround-Sound wiedergeben. WLAN-Verbindungen sind allerdings nur im 2,4-GHz-Band möglich. Darüber hinaus ist der Stick auf eine externe Stromversorgung per USB oder Netzteil angewiesen.

Entwicklern stellt der Internetkonzern ab sofort eine Preview des Google Cast SDK zur Verfügung. Sie sollen Anwendungen für den Streaming-Stick entwickeln, die ein „einheitliches, intuitives Multi-Screen-Erlebnis auf mobilen Geräten und Fernsehern bieten“, schreibt Android-Chef Sundar Pichai in einem Blogeintrag.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ]

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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