Android 4.3: TRIM optimiert Flashspeicher älterer Geräte und sorgt für mehr Leistung

Das neu integrierte Linux-Tool fstrim sorgt für eine kontinuierlich hohe Leistung. Es wird einmal am Tag automatisch ausgeführt, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

Bisher litten viele Android-Modelle unter einem schleichenden Performance-Verlust. Damit ist es jetzt wohl Schluss, denn die jüngste Android-Version 4.3 Jelly Bean könnte auf älteren Geräten für einen Leistungsschub sorgen. Denn wie Anandtech herausgefunden hat, unterstützt das neue Google-Mobilbetriebssystem die Optimierung von Flashspeicher mittels TRIM. Das Feature sorgt für eine kontinuierlich hohe Leistungsbereitschaft eines SSD- oder eMMC-Speichers.

Android 4.3

Anroid 4.3

Ohne TRIM-Support kann nach längerer Nutzung die Performance teilweise beträchtlich sinken, wie es bei vielen älteren Android-Geräten der Fall ist. Davon betroffen ist etwa auch die erste Generation von Googles 7-Zoll-Tablet Nexus 7. Mit der Zeit lässt dessen I/O-Speicherleistung beispielsweise durch die Installation und Deinstallation von Anwendungen sowie das Herunterladen und Löschen von Daten spürbar nach.

Der Grund für dieses Phänomen liegt an den physikalischen Eigenschaften von Flash-Zellen. Flashspeicher lässt sich nur dann ohne Wartezyklen beschreiben, wenn die entsprechenden Zellen leer sind. Da das Betriebssystem Dateien jedoch nur aus dem Inhaltsverzeichnis des Dateisystems löscht und der Flash-Controller von diesem Löschvorgang nichts mitbekommt, muss dieser beim erneuten Zugriff auf die Zelle diese erst löschen, bevor er sie beschreiben kann.

Bei der zweiten Generation des Tablets mit vorinstalliertem Android 4.3 umgeht Google das Problem durch die tägliche Ausführung des Linux-Tools fstrim. Es teilt dem Flash-Controller mit, welche Daten nicht mehr benötigt werden, sodass dieser in Ruhephasen die nicht benötigten Zellen löschen kann, um sie später wieder ohne Leistungsverlust zu beschreiben.

Laut Anandtech müssen einige Bedingungen erfüllt sein, damit der TRIM-Befehl automatisch ausgeführt wird. So muss das Gerät mindestens noch 80 Prozent Akkuleistung haben oder mit mindestens 30 Prozent am Ladegerät hängen. Außerdem darf es in der letzten Stunde nicht benutzt worden sein.

Bisher ließ sich der schleichende Performance-Verlust vieler Android-Geräte nur durch Drittanbieter-Tools wie LagFix vermeiden. Diese setzen aber Root-Rechte voraus. Mit Version 4.3 unterstützt Android die TRIM-Funktion nun von Haus aus. Das Update wird aktuell an Nexus-Modelle wie das erste Nexus 7 und das Smartphone Nexus 4 verteilt. Sony hat bereits Aktualisierungen für zahlreiche Xperia-Geräte angekündigt.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
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