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Wir alle müssen die richtige Computermaus finden, sei es zum Spielen, Arbeiten oder Surfen. Doch dabei kann man ziemlich daneben langen, wie diese 16 verrückten Design-Fehlschläge beweisen.

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Hands-on: Das neue Motorola Moto X im Detail

Das Motorola Moto X wartet zwar nicht mit der neuesten Hardware auf, bietet Käufern dafür aber die Möglichkeit, eine Reihe an Design-Elementen des Smartphones individuell zu gestalten. In Deutschland wird es aber erst einmal nicht erhältlich sein.

Mit dem Moto X hat Motorola gestern Abend sein neues Flaggschiff-Smartphone vorgestellt. Es ist das erste Gerät von Motorola, das unter der Führung von Google entwickelt wurde. Das Highlight des Gerätes ist aber nicht etwa die neueste Hardware, sondern die Möglichkeit, eine Reihe an Design-Elementen des Smartphones nach den persönlichen Wünschen zu gestalten. So stehen Käufern beispielsweise verschiedene Farben für die Rück- und Vorderseite zur Auswahl.

Doch eines gleich vorweg: Das Moto X ist erst einmal nur in den USA, Kanada und einigen mittel- und südamerikanischen Ländern erhältlich. Dort soll es ab Ende des Monats auf den Markt kommen. In den USA kostet das Gerät bei Abschluss eines Mobilfunkvertrags mit zwei Jahren Laufzeit 200 Dollar.

Hands-on: Das neue Motorola Moto X im Detail

So sieht das neue Moto X aus. In Deutschland wird es allerdings erst einmal nicht erhältlich sein (Bild: CNET.com)

Dass das Moto X mit all seinen Individualisierungsmöglichkeiten nach Deutschland kommt, gilt aktuell mehr oder weniger als unwahrscheinlich. Konkrete Pläne für einen Lauch in Europa gibt es laut den Webseiten Pocket-lint und Slashgear nämlich nicht. Allerdings habe Motorola „spannende“ Pläne für Europa in Petto und werde auch hierzulande Geräte der Moto-X-Reihe auf den Markt bringen. Gegenüber unseren US-Kollegen bestätigte Motorola-CEO Dennis Woodside, dass das Moto X lediglich das erste Smartphone einer ganzen Produkte-Reihe ist, und das Unternehmen weitere Smartphones der Moto-X-Serie plane. Wann Geräte ihren Weg nach Deutschland finden und ob diese dann dieselben Freiheiten wie das vorgestellte Moto X bieten werden, steht derzeit noch in den Sternen und hängt voraussichtlich maßgeblich vom Erfolg des Moto X in Übersee ab.

Nach dem ganzen Hype um das Gerät wollen wir euch das Hands-on unserer amerikanischen Kollegen trotzdem nicht vorenthalten. Sie hatten auf der gestrigen Präsentation die Möglichkeit, das neue Moto X schon einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Design

Beim Design verfolgt Motorola einen Ansatz, den man in ähnlicher Form auch beim HTC One oder Lumia 920 sieht. Es kommt mit einer abgerundeten Rückseite dank der das Smartphone komfortabel in der Hand liegt. Die Rundungen fallen beim X noch etwas drastischer aus. Sogar den Akku musste Motorola speziell anpassen.

Hands-on: Das neue Motorola Moto X im Detail

Das Moto X kommt mit einer abgerundeten Rückseite, dank der das Smartphone komfortabel in der Hand liegt (Bild: CNET.com)

An der dicksten Stelle misst das Moto X satte 10,4 Millimeter. An der dünnsten dafür aber nur 5,6 Millimeter. Dadurch fühlt sich das Gerät insgesamt dünner an als es eigentlich ist. In der Höhe und Breite kommt es auf 129,3 respektive 65,3 Millimeter. Damit ist es kompakter als andere Geräte mit derselben Displaygröße (4,7 Zoll) wie das Nexus 4 oder das HTC One. Anstatt einer rutschigen Kunststoff-Rückseite wie beim Galaxy S4, bietet das Moto X eine griffigere und texturierte Soft-Touch-Oberfläche. Trotzdem Motorola hier kein höherwertiges Aluminium verwendet hat, fühlt sich das Moto X hochwertig an und kommt in Sachen Verarbeitung an das HTC One heran.

Hands-on: Das neue Motorola Moto X im Detail

Das Moto X misst an der dicksten Stelle 10,4 Millimeter. An der dünnsten sind es dagegen nur 5,6 Millimeter. In der Höhe und Breite kommt es auf 129,3 respektive 65,3 Millimeter (Bild: CNET.com).

Ein Smartphone mit persönlicher Note

Wie bereits erwartet ist das Highlight des Moto X sein individuelles Aussehen, das Nutzer beim Kauf mit dem Tool „Moto Maker“ online konfigurieren können. Das Gerät wird dann direkt ab Werk auf Basis der Wünsche des Kunden gefertigt und mit dem persönlich zusammengestellten Design verschickt. Insgesamt sollen über 2.000 verschiedene Designs möglich sein.

Hands-on: Das neue Motorola Moto X im Detail

18 verschiedene Farben stehen für die Rückseite zur Auswahl (Bild: CNET.com).

Für die Vorderseite stehen Käufern mit Schwarz und Weiß zwei verschiedene Farben zur Wahl. Die Rückseite lässt sich in 18 unterschiedlichen Farbtönen gestalten. Sogar unterschiedliche Materialien für die Gehäuseschale wie Holz oder Bambus soll es in Zukunft geben.

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Sogar unterschiedliche Materialien wie Holz oder Bambus soll Motorola planen (Bild: CNET.com).

Darüber hinaus können Nutzer zwischen sieben verschiedenen Farben für die Power-Taste, den Lautstärkeregler und den Kamera-Ring auf der Rückseite des Smartphones wählen. Zudem lässt sich die Rückseite mit einer persönlichen Signatur – zum Beispiel dem Namen des Besitzers – verzieren. Weiterhin können Moto-X-Käufer ein Wallpaper bestimmen sowie einen Text festlegen, der beim Starten des Smartphones auf dem Bootscreen angezeigt wird. Folgendes Video vermittelt schon einmal einen ganz guten Eindruck des Moto Makers.

Per Moto Maker konfigurierte Moto-X-Modelle sind in den USA allerdings nur in Verbindung mit dem Mobilfunkprovider AT&T erhältlich. AT&T wird auch in seinen Ladengeschäften Kiosksysteme anbieten, mit denen Käufer ihr X direkt vor Ort konfigurieren können. Motorolas andere vier US-Providerpartner werden zunächst ausschließlich mit vorkonfigurierten Geräten in Schwarz und Weiß beliefert. Falls Motorola ein Moto-X -Gerät mit ähnlichen Individualisierungsmöglichkeiten in Deutschland auf den Markt bringt, könnte es hierzulande ähnlich ablaufen.

Hands-on: Das neue Motorola Moto X im Detail

Diese Farben stehen Moto-X-Käufern zur Auswahl (Bild: Motorola)

Software & Funktionen

Als Betriebssystem kommt Android 4.2.2 zum Einsatz – und nicht die neuere Version Android 4.3, die Google kürzlich vorgestellt hat. Das System bleibt im Gegensatz zu den Geräten von HTC oder Samsung weitgehend unberührt. Das sorgt für schnellere Updates auf kommende Android-Versionen, da weniger Anpassungen bei einer Aktualisierung anfallen.

Always-on-Sprachsteuerung

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Die Sprachsteuerung lauscht stets mit. (Bild: CNET.com).

Zu den herausstechenden Software-Features des Moto X gehört die Sprachsteuerung, die Befehle ganz ohne Betätigen einer Taste ausführt (Touchless Controls). Dazu muss das Telefon den Nutzer aber durchgehend belauschen, was angesichts des aktuellen Überwachungsskandals wohl nicht bei allen Kunden gut ankommen dürfte.

Für die Sprachsteuerung hat Motorola ein stromsparendes Mikrofon auf der Rückseite verbaut, das dauerhaft aktiv ist, und nur auf die antrainierte Stimme reagiert. Mit dem Kommando „Ok, Google“ lernt der Smartphone-Besitzer der Sprachsteuerung seine Stimme an und aktiviert sie. Das klappt auch im Ruhezustand. Mit Hilfe von Google Now lassen sich dann verschiedene Aufgaben wie das Anrufen eines Kontaktes, das Versenden von E-Mails und Kurznachrichten, das Öffnen von Webseiten oder das Abspielen von Musik per Sprachbefehl erledigen.

 

Kontextsensitiv

Darüber hinaus ist das Moto X mit „kontextsensitiven Funktionen“ ausgestattet. Mit Hilfe der Sensoren, die durchgehend überwacht werden, erkennt das Smartphone, wenn der Nutzer beispielsweise mit dem Auto fährt. Es startet dann automatisch den Car-Modus. Zusätzlich verspricht eine Funktion, alle eingegangenen Mails aufzulisten, sobald das Moto X nach längerer Zeit wieder bewegt wird. Sobald detaillierte Informationen zu den kontextbewussten Features des X vorhanden sind, werden wir den Artikel entsprechend ergänzen.

Motorola-Migrate-App & Connect Chrome Browser-Erweiterung

Damit der Wechsel auf das neue Moto X so reibungslos wie möglich abläuft, stellt Motorola seinen Kunden die App Motorola Migrate zur Seite. Sie dient zum Übertragen der persönlichen Daten wie Fotos, Videos, Kontakte oder Anruf- und SMS-Verlauf von einem alten Android-Telefon auf das neue Moto X. Das klappt dann auch kabellos.

Die App Motorola Migrate dient zum Übertragen der persönlichen Daten von einem älteren Gerät auf das neue Moto X (Screenshot: CNET.de via Play Store).

Die App Motorola Migrate dient zum Übertragen der persönlichen Daten von einem älteren Gerät auf das neue Moto X (Screenshot: CNET.de via Play Store).

Daneben gibt es noch eine Erweiterung für Googles Chrome-Browser. Diese informiert den Smartphone-Besitzer über eintrudelnde Nachrichten sowie Anrufe und ermöglicht es, Textnachrichten auf dem Rechner zu beantworten beziehungsweise zu sehen, wer gerade anklingelt.

Technische Daten

Wie bereits erwähnt, werkelt unter der Haube des Moto X nicht die allerneueste Hardware wie beim HTC One oder Galaxy S4.

Display

Das X verfügt – wie das Nexus 4 – über ein 4,7 Zoll großes HD-Display mit einer Auflösung von 1280 mal 720 Pixel und einer Pixeldichte von rund 312 ppi. Motorola setzt auf AMOLED-Panels, die für ihre knalligere Farbdarstellung bekannt sind. Von den 4,7 Zoll nehmen auch wieder Softtouch-Keys einen Teil des Displays in Anspruch. Beim Moto X fällt dies aber nicht sonderlich ins Gewicht, da sie halbtransparent sind. Ob das Display von Cornings Gorilla Glas geschützt ist oder die speziell behandelte Variante „Magic Glass“ zum Einsatz kommt, bleibt ungeklärt.

Hands-on: Das neue Motorola Moto X im Detail

Das 4,7-Zoll-AMOLED-Display des Moto X verfügt über eine HD-Auflösung von 1280 mal 720 Pixel und eine Pixeldichte von rund 312 ppi (Bild: CNET.com)

Eine praktische Neuerung betrifft die Benachrichtigungsfunktion des Moto X. Dank des Features “Active Updates” zeigt das Moto X Benachrichtigungen auf dem Display an, auch wenn sich das Smartphone im Standby-Modus befindet. Das erinnert an Nokias Glance-Screen-Funktion, die die Finnen mit dem Lumia 925 eingeführt haben. Da bei AMOLED-Panels einzelne Pixel angesteuert werden können, während die anderen inaktiv bleiben, soll der Stromverbrauch auch minimal sein. Das neue Feature soll sogar Strom sparen, da Anwender das Gerät nicht dauernd einschalten müssen, um Benachrichtigungen abzurufen. Natürlich sollen die Active Updates auch wesentlich bequemer sein. Nutzer können beispielsweise mit einem langen Fingertipp weitere Details zu den Benachrichtigungen noch direkt im Ruhezustand abrufen. Oder per Fingerwisch nach oben zur entsprechenden Anwendung wechseln.

Hardware

Als Prozessor kommt grundlegend Qualcomms Dual-Core-Chip Snapdragon S4 Pro (MSM8960DT) mit Adreno-320-GPU zum Einsatz, der beispielsweise auch im Nexus 4, im Lumia 925, im Lumia 1020 oder im BlackBerry Z10 verbaut ist. Beim Moto X ist er mit 1,7 GHz getaktet.

Um den Software-Anforderungen des Moto X gerecht zu werden, hat Motorola den Chip allerdings modifiziert und mit sechs eigens angefertigten Kernen aufgebohrt. Das ganze System bezeichnet das Unternehmen als „X8 Mobile Computing System“. Zwei davon beschreibt Motorola als “Prozessor für kontextuelles Computing” und “Prozessor für natürliche Sprache”. Der erstgenannte verarbeitet die Daten der diversen Sensoren des Gerätes. Die zweite Einheit ist für die Spracherkennung verantwortlich.

Der Vorteil an dieser Technologie: „Indem man bestimmte anspruchsvolle Aufgaben an spezielle Prozessoren vergebe, könne man den Stromverbrauch in Grenzen halten. Selbst wenn die Sprachsteuerung dauerhaft angeschaltet ist und das Gerät durchwegs für Aktualisierungen sowie Warnungen verfügbar sei, hält es mit einer Akkuladung bis zu 24 Stunden durch. Würden die neuen Features des Moto X allein durch die Software realisiert werden, wäre der Akku nach zwei bis drei Stunden leer gesaugt“, so Rick Osterloh, Motorolas Senior Vice President für Produktmanagement.

Der CPU stehen 2 GByte RAM und standardmäßig 16 GByte interner Speicher zur Seite. Über den Moto Maker können Kunden den Speicher allerdings auch auf 32 GByte aufstocken. Eine Erweiterung ist aufgrund eines fehlenden microSD-Kartenslots nicht möglich.

Zur weiteren Ausstattung gehören WLAN nach dem jüngsten IEEE-Standard 802.11ac sowie NFC. Der Akku hat eine Kapazität von 2200 mAh und ist fest verbaut. Zudem ist Bluetooth 4.0 LE + EDR, Dual-Band-WiFi, UMTS samt Datenturbo HSPA + mit Downloadraten von bis zu 42 MBit/s sowie LTE mit an Bord. An Sensoren bietet das Moto X ein Gyroskop, einen digitalen Kompass, einen Beschleunigungsmesser sowie einen Näherungs- und Lichtsensor.

Kamera

Neben einer 2,1-Megapixel-Webcam auf der Frontseite bietet das Moto X eine rückseitige 10-Megapixel-Kamera auf Basis der Clear-Pixel-Technologie. Diese soll vor allem für ein schnelleres Auslösen sorgen und das Verzerren von bewegten Objekten verhindern.

Hands-on: Das neue Motorola Moto X im Detail

Das Moto X verfügt über eine rückseitige 10-Megapixel-Kamera auf Basis der ClearPixel-Technologie. Diese soll vor allem für ein schnelleres Auslösen sorgen und das Verzerren von bewegten Objekten verhindern (Bild: CNET.com).

Die Kamera lässt sich zudem jederzeit per Schütteln des Smartphones öffnen. Das soll schneller gehen, als sie per Tastendruck zu starten. Zudem wird sie komplett mittels Wischgesten bedient, womit das gesamte Display für das Motiv frei ist.

Zubehör

Zu guter Letzt hat Motorola noch eine ganze Reihe an Zubehör für das Moto X im Programm.

Hands-on: Das neue Motorola Moto X im Detail

Bluetooth-Lautsprecher von Sol Republic (Bild: CNET.com)

Vorgestellt wurde zum Beispiel ein portabler Bluetooth-Lautsprecher von Sol Republic sowie Schutzhüllen, die Anwender ebenfalls über den Moto Maker auswählen können. Auch Docks oder Kopfhörer sind in Planung, die dann natürlich auch in den passenden Farben erhältlich sein sollen.

[Mit Material von Brian Bennett, CNET.com]

Christian Schartel
Autor: Christian Schartel
Redakteur
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