Android: Play Music All Access in Europa gestartet – Deutschland bleibt außen vor

Googles Musik-Streaming-Dienst Play Music All Access startet in neun europäischen Ländern. Darunter Frankreich, Italien und Österreich. In Deutschland schauen Android-Nutzer dagegen in die Röhre, denn hierzulande steht der Dienst nicht zur Verfügung.

In den USA ist der im Mai auf der Entwicklerkonferenz I/O vorgestellte, hauseigene Musik-Streaming-Dienst von Google, Play Music All Access, bereits seit der Präsentation verfügbar. Jetzt hat der Suchmaschinenbetreiber das Angebot auf Europa ausgeweitet.

Android: Play Music All Access in Europa gestartet – Deutschland bleibt außen vor (Bild: CNET.com)

Googles Musik-Streaming-Dienst Play Music All Access startet in Europa. Deutschland ist leider nicht dabei (Bild: CNET.com).

Neun weitere Länder können sich auf eine Alternative zu Spotify, Ampya & Co. freuen. Darunter Belgien, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, Österreich, Portugal und Spanien. In Deutschland schauen Android-Nutzer dagegen in die Röhre, denn hierzulande steht der Streaming-Dienst nicht zur Verfügung.

Dies ist möglicherweise auf die andauernde Auseinandersetzung mit der GEMA zurückzuführen. Der Streit zwischen der Verwertungsgesellschaft und Google über die Musikverwertung auf der Videoplattform Youtube zieht sich nun schon Jahre hin. Ende Januar reichte die GEMA Unterlassungsklage gegen Youtube ein, um dessen Sperrhinweise mit Nennung der Verwertungsgesellschaft verbieten zu lassen.

Zur Einführung in Europa bietet Google seinen Musik-Abodienst bis zum 15. September zum vergünstigten Monatspreis von 7,99 Euro an. In den USA zahlen Nutzer monatlich 9,99 Dollar. Konkurrenten wie Spotify oder Microsoft mit der Anfang Juli gestarteten Webversion von Xbox Music verlangen für den vollständigen Zugriff auf den Musikkatalog von allen Geräten aus rund 10 Euro pro Monat.

All Access ist eine Erweiterung von Google Play Music. Dessen Nutzer können nur Musik als Stream hören, die sich auch über die App im Play Store gekauft haben. Der neue Dienst macht dies auf für Titel möglich, die sie nicht besitzen. Darüber hinaus lassen sich Musikstücke mit Google+ verbinden. Auf Wunsch schlägt der Service auch Stücke vor, die den Musikgeschmack des Nutzern treffen könnten.

[Update:]

Die andauernden Streitigkeiten zwischen Google und der GEMA haben offenbar nichts mit All Access zu tun. “Google hatte Deutschland für diese Roll-out-Phase von vornherein nicht vorgesehen”, erklärte GEMA-Sprecher Franco Walther gegenüber ZDNet.de. “Wir stehen jedoch bereits mit Google wegen Google Play Music All Access in guten Gesprächen.”

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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