Microsoft hält an ARM-Plattform und Windows RT fest

Microsoft plant trotz schlechter Absatzzahlen weitere Geräte mit ARM-Prozessoren und Windows RT herauszubringen. Ein Nachfolger des Surface RT ist bereits bestätigt.

Microsoft setzt trotz diverser Rückschläge weiterhin auf die ARM-Plattform und auf Windows RT. Das hat der Softwareriese gegenüber unseren amerikanischen Kollegen von CNET.com erklärt. Neue Geräte sind auch schon in Planung und sollen im Verlauf des Jahres auf den Markt kommen. Welche Geräte das im Detail sind, wurde nicht verraten.

Microsoft hält an ARM-Plattform und Windows RT fest

Nvidia-CEO Jen-Hsun Huang hat allerdings bereits bestätigt, an einem Nachfolger des Surface RT zu arbeiten, obwohl er noch kürzlich Microsofts Windows RT für das schlechte Quartalsergebnis des Chipherstellers verantwortlich gemacht hatte.

Bei der Neuauflage des Windows-Tablets soll auch alles besser werden als beim Vorgänger. Huang zufolge ist das größte Problem des Surface RT, auf dem das für ARM-Prozessoren optimierte und im Vergleich zu Windows 8 beschränkte Windows RT läuft, das Fehlen einer Outlook-Version. “Das ist die Killer-App für Windows”, sagte Huang. “Wir bringen das jetzt mit der zweiten Surface-Generation. Wir arbeiten wirklich hart daran, und wir hoffen, dass es ein großer Erfolg wird.”

Microsoft Surface im Test: Innovatives, aber leider in einer App-Wüste gestrandetes Windows-RT-TabletMicrosoft Surface im Test: Innovatives, aber leider in einer App-Wüste gestrandetes Windows-RT-Tablet

Asus hat dagegen in Gesprächen mit AllThingsD angedeutet, dass das Unternehmen aufgrund der schwachen Absatzzahlen keine weiteren Tablets mit Windows RT entwickeln wird. Stattdessen wolle man sich auf Tablets mit Windows 8 konzentrieren.

Warum Microsoft trotz der schlechten Absatzzahlen an Windows RT festhält, hatte Corporate Vice President Michael Angiulo schon im März in einem Gespräch mit CNET erläutert. “Es war ein Haufen Arbeit für uns. Wir machen uns nicht die Arbeit und ertragen Störungen aus anderen Gründen, als dass es eine Strategie gibt, die sich mit der Zeit auszahlen wird.” Ob diese Argumentation auch heute noch gilt, ist allerdings unklar.

Microsofts Surface RT wird wie erwartet um 150 Euro billiger (Screenshot: ZDNet.de).Microsofts Surface RT wird wie erwartet um 150 Euro billiger

Anzumerken ist in diesem Zusammenhang auch, dass ARM bei Microsoft nicht notwendigerweise für Windows RT stehen muss. Denn zusätzlich zu den Windows-RT-Tablets nutzen auch Microsofts Windows Phones ARM-Chips.

[Mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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Autor: Christian Schartel
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