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HP Envy Rove 20

Testbericht

Hersteller: Hewlett Packard Listenpreis: 999 Euro Fazit:

HPs Einstieg in den wachsenden Markt der Tabletop-PCs – also All-in-One-Rechner mit großem Display und integriertem Akku – ist der 20-zöllige Envy Rope 20. Das Gerät ist ein durchaus passabler Familien-PC, der vor allem mit robustem, durchdachtem Design, klasse Sound und guter Akkulaufzeit punktet. HP hätte dem Gerät aber ruhig noch ein Full-HD-Panel spendieren können.

Pro
  • hohe Fertigungsqualität mit sehr gutem Standfuß-Konzept
  • klasse Sound
  • ausreichend Akkulaufzeit für ein bis zwei Filme
Contra
  • schwerer und teurer als vergleichbare portable AiOs
  • energieeffizienter, dafür aber relativ langsamer Prozessor
  • 20-Zoll-Display ohne Full-HD
Testurteil
SEHR GUT
7,6
von 10 Punkten
7,6 stars

HP Envy Rove 20 im Test: portables All-in-One-System mit 20-Zoll-Touchscreen

HPs Mega-Tablet Envy Rove 20 kommt mit 20-Zoll-Display und Touchscreen, Dual-Core-Prozessor aus Intels vierter Core-Generation und Windows 8. Im Test zeigt sich, wie leistungsstark der semiportable All-in-One-Konkurrent des Sony Vaio Tap 20 im Alltag ist.

Wer einen Mainstream-Rechner für die Nutzung im Wohnzimmer sucht, kann heute neben klassischen Desktop-PCs und Notebooks auch zu stylishen All-in-One-Rechnern greifen, die sich mit ihrem an einen Flatscreen-Fernseher erinnernden Design elegant ins Wohnzimmer einfügen. Aber warum nicht gleich einen portablen AiO nehmen, der dieses Prinzip mit einem Akku kombiniert? Dann kann man das System wie ein übergroßes Tablet auch abseits der Steckdose auf der Couch nutzen.

HP gesellt sich zu der kleinen, aber wachsenden Anzahl an PC-Herstellern, die Tabletop-PCs produzieren. Darunter verstehen wir AiO-Desktop-PCs (All-in-One) mit großem Bildschirm, die einen Akku für Mobilität im Nahbereich integrieren und zur Tablet-ähnlichen Benutzung flach auf einer Oberfläche liegen können. Diese Geräte sind praktisch Mega-Tablets, die entweder einen Standfuß integrieren oder Desktop-Docks mitbringen. Sie repräsentieren einen der wirklich interessanten Trends in Sachen Desktop-Computer-Design – zumindest bis Apples neuer Mac Pro auf den Markt kommt. HPs Envy Rove 20 ist ein solches semiportables System. Wir haben uns das interessante Gerät genauer angesehen.

Der in Preisvergleichsdiensten zu Preisen ab 999 Euro als lagernd gelistete HP Envy Rove 20 ist momentan deutlich teurer als beispielsweise Konkurrent, der Sony Vaio Tap 20, den es je nach Ausstattung in Deutschland bereits zu Marktpreisen ab 839 Euro gibt.

Der HP Envy Rove 20 hat zwar einen Dual-Core-Prozessor aus Intels vierter Core-Generation (Haswell) an Bord, aber der verbaute Core i3-4010U ist nicht gerade ein Turbo-Modell – dafür aber ausgesprochen energieeffizient. Die angebotenen Tap-20-Modelle integrieren dagegen schnellere Core-i3- und Core-i5-Modelle der Ivy Bridge-Generation sowie modellabhängig mindesten so viel oder mehr Arbeitsspeicher und etwas weniger oder genauso viel Festspeicher wie der Envy Rove 20. Und beide Geräte bieten ein 20 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 1600 x 900 Bildpunkten – für Full-HD scheint es in dieser Preisklasse (noch) nicht zu reichen.

Das HP Envy Rove 20 kann portabel als 20-zölliges Mega-Tablet genutzt werden und hält dann im Video-Playback fast vier Stunden durch.

Das HP Envy Rove 20 kann portabel als 20-zölliges Mega-Tablet genutzt werden und hält dann im Video-Playback fast vier Stunden durch (Foto: CNET).

Andere Konkurrenten in dieser Klasse sind entweder ein bisschen größer oder kleiner: Der Dell XPS 18 hat ein zwei Zoll kleineres Display und der Lenovo IdeaCentre Horizon verbaut gleich mal ein sieben Zoll größeres Display.

Obwohl der Horizon einer unserer Favoriten ist, spielt er dank dieses Größenunterschiedes – und des fast doppelt so hohen Marktpreises sowie der deutlich besseren Ausstattung – praktisch in einer eigenen Liga. Aber Dells mobiler AiO ist ein sehr interessanter Konkurrent, den es über die Dell-Webseite bereits zu Preisen ab 899 Euro gibt – dann allerdings nur mit Intel-Pentium-Prozessor und 320-GByte-HDD. Ein mit dem Envy Rove 20 vergleichbares Core-i3-bestücktes Gerät kostet 999 Euro und bringt dann vier GByte Arbeitsspeicher sowie eine 500-GByte-Festplatte mit. Und auch wenn das Display kleiner ist, löst es doch mit Full-HD auf.

Wirklich interessant ist aber, dass sowohl der HP Envy Rove 20 als auch der Sony Vaio Tap 20 deutlich über fünf Kilogramm wiegen, während der nur unwesentlich kleinere und durchaus vergleichbar bestückte Dell XPS 18 gerade mal auf 2,3 Kilogramm kommt – ein ziemlicher Unterschied. Wenn man diese Gerät in der Praxis direkt miteinander vergleicht (was wir getan haben), ist der Unterschied in Sachen Gewicht augenscheinlich und ziemlich beeindruckend.

Während die ersten beiden Systeme wegen ihres Gewichts primär auf Schreibtisch bleiben und höchstens mal in einen anderen Raum mitgeschleppt werden, ist der Dell ein Gerät mit dem Gewicht gängiger 15-Zoll-Notebooks und damit ziemlich portabel – auf jeden Fall portabel genug, um es problemlos mit auf die Couch zu nehmen und bei Bedarf irgendwo aufzustellen.

Aber wenn das Gewicht nicht der Hauptgrund für die Kaufentscheidung ist, bietet der HP Envy Rove etliche handfeste Vorteile. Der integrierte Standfuß ist extrem stabil und positioniert das Gerät felsenfest, auch Wunsch auch in verschiedenen Winkeln. Der Dell XPS 18 verlässt sich dagegen auf ein paar fadenscheinige, ausklappbare Kunststofffinnen – oder man kauft sich einen nicht ganz billigen Docking-Standfuß aus Metall dazu.

Der Rove bringt außerdem HPs Beats-Audio-Subsystem mit, bietet mehr USB-Ports und offeriert einen cleveren On-Demand-Button für die Bildschirmrotation, der Windows 8 davon abhält, die Bildschirmausrichtung bei jeder (unerwünschten) Gelegenheit neu anzupassen.

Unserer Meinung nach sind die mobilen AiO-Computer ein sehr interessanter (und wachsender) Bereich der Desktop-Computer, der eine Vielzahl praktischer Funktionen für das Familienleben und Unterhaltungszwecke bietet. Sie stellen eine Fusion aus Desktop-PC, Heimelektronik und Wohnzimmermobiliar dar.

Natürlich braucht nicht jeder einen Tabletop-PC für den Couch-Tisch. Wenn wir wählen könnten, würde wir vermutlich zum leichteren, kleineren Dell oder zum riesigen Lenovo greifen. Aber HPs neuer Envy Rove 20 ist ebenfalls kein schlechtes Angebot: Guter Preis, viel Festspeicher, neueste Intel-Prozessoren und clevere Funktionen sprechen für den mobilen AiO.

HP Envy Rove 20 Lenovo IdeaCentre Horizon Sony Vaio Tap 20 Dell XPS 18
Marktpreis (lagernd): 999 Euro 1799 Euro 999 Euro 999 Euro
Display: 20 Zoll, 1600 x 900 Pixel, Touchscreen 27 Zoll, 1920 x 1080 Pixel, Touchscreen 20 Zoll, 1600 x 900 Pixel, Touchscreen 18 Zoll, 1920 x 1080 Pixel, Touchscreen
Prozessor: Intel Core i3-4010U, 2x 1,7 GHz Intel Core i7-3537U, 2x 2,0 GHz Intel Core i5-3317U, 2x 1,7 GHz Intel Core i3-3327U, 2x 1,9 GHz
Arbeitsspeicher: 4 GByte, DDR3 8 GByte, DDR3 6 GByte, DDR3 4 GB, DDR3
Grafik: Intel HD Graphics 4400, IGP Nvidia Geforce GT620M, 2 GByte Intel HD Graphics 4000, IGP Intel HD Graphics 4000, IGP
Festspeicher: 1,008 TByte, SSHD 1,008 TByte, SSHD 1 TByte, HDD 500 GByte, HDD
Opt. Laufwerk:
Netzwerk: Gigabit-Ethernet, WLAN (802.11ac), Bluetooth 4.0 Gigabit-Ethernet, WLAN (802.11n), Bluetooth 4.0 Gigabit-Ethernet, WLAN (802.11n), Bluetooth 4.0, NFC Gigabit-Ethernet, WLAN (802.11n), Bluetooth 4.0
Betriebssystem: Windows 8 (64 Bit) Windows 8 (64 Bit) Windows 8 (64 Bit) Windows 8 (64 Bit)

Design und Ausstattung

HPs Envy Rove 20 und Sonys Vaio Tap 20 ähneln sich sehr. Beide Geräte verfügen über einen 20 Zoll großen Glasbildschirm in einem für All-in-One-Desktops üblichen dicken Gehäuse mit metallischer Rückseite und einem robusten, ausklappbaren Standfuß aus Metall.

Einer der größten Vorteile des HP Envy Rove 20: Der integrierte, sehr stabile und leicht anpassbare Standfuß.

Einer der größten Vorteile des HP Envy Rove 20: Der integrierte, sehr stabile und leicht anpassbare Standfuß (Foto: CNET).

Es ist dieser Standfuß, der teilweise für die Dicke und das Gewicht des Rove 20 verantwortlich ist. Dank ihm fühlt sich das gesamte System bei fast jeder Position sehr stabil an, obwohl es sich problemlos einhändig justieren lässt. Von allen Standfuß-Designs, die wir bisher gesehen haben, ist das des Rove 20 bislang unser liebstes: Man muss nur an die Rückseite greifen und einen großen Auslöser drücken und schon springt der gefederte C-förmige Standfuß heraus und erlaubt einfache Anpassungen.

Das stabile Scharnier hält das Gerät in fast jedem Winkel zwischen völlig flach liegend und annähernd 90 Grad sicher und zuverlässig, gibt aber leicht genug nach, um es durch festen Druck eines einzelnen Fingers zu bewegen. Der Nachteil ist natürlich, dass der HP mehr als doppelt so schwer ist wie der 18-zöllige Dell-Tabletop. Dafür verfügt das Dell-System auch nur über zwei Kunststoff-Flossen, die das Gerät in einem voreingestellten Winkel fixieren – und das nicht annähernd so sicher, wie das beim HP-System der Fall ist.

Das Rove 20 bringt außerdem eine passende Kombination aus kabelloser Tastatur und Maus mit. Beide Komponenten sind aus Kunststoff gefertigt und passen vom Design her seltsamerweise nicht so richtig zusammen: die Maus hat eine Hülle aus hochglänzendem schwarzen Kunststoff, die Tastatur dagegen zeigt sich im matten Schwarz.

Im Gegensatz zu vielen mitgelieferten Keyboards oder den meisten Notebook-Tastaturen hat die HP-Tastatur einen angenehmen tiefen Tastenanschlag und ein befriedigendes Klickgeräusch. Die ergonomisch geformte Maus reicht für alltägliches Surfen und Arbeiten und sogar gelegentliches Gaming völlig aus.

Praktisch: Wer will, passt den Neigungswinkel mit einem Finger an – und trotzdem hält der Standfuß das System in der gewünschten Stellung.

Praktisch: Wer will, passt den Neigungswinkel mit einem Finger an – und trotzdem hält der Standfuß das System in der gewünschten Stellung (Foto: CNET).

Basis des 20-Zoll-Bildschirms ist ein IPS-Panel mit LED-Hintergrundbeleuchtung. Die Bilddarstellung ist klasse, die Farben sind hell und kräftig, die Blickwinkel schön weit. Das Panel wird von einer Glasoberfläche geschützt, die von Kante zu Kante reicht und auch den Rahmen bedeckt. Der Touchscreen ist sehr reaktionsfreudig. Einen großen Kritikpunkt gibt es allerdings: die Auflösung. Der Bildschirm löst nur 1600 x 900 Pixel auf – und bei einem so großen Display fühlt sich alles unterhalb einer echten Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) irgendwie unangemessen an. Für das Anschauen von Web- und HD-Videos reicht es sicherlich, aber 1080p-Inhalte kann man nicht mit voller Auflösung ansehen.

Wie die meisten HP-Komplettsysteme der mittleren und höheren Preisklasse integriert auch das Envy Rove 20 die Beats-Audiotechnik sowie duale Lautsprecher und sogar einen Subwoofer. Dank dieser Komponenten bietet das portable System einen hervorragenden Klang mit ordentlichem Bass und kann ohne Verzerrungen richtig laut werden.

HP Envy Rove 20
Video:
Audio: Stereo-Lautsprecher mit Subwoofer, Combo-Anschluss Kopfhörer/Mikrofon
Daten: 3x USB 3.0, Cardreader für SD-Speicherkarten
Netzwerk: Gigabit-Ethernet (via USB-Dongle), WLAN (802.11ac), Bluetooth 4.0
Opt. Laufwerk:

Anschlüsse

Unter anderem auch aufgrund seiner großen Abmessungen bietet das Rove 20 ein vergleichbar gutes Angebot an Anschlüssen und Schnittstellen (unter anderem drei USB-3.0-Ports und ein Slot für SD-Speicherkarten), wie man es auch an einem normalen, nicht-portablen All-in-One-Computer finden würde. Wir sind zwar keine Fans davon, die Ethernet-Schnittstelle an einen USB-Dongle auszulagern, aber dafür gefällt der leichte Zugang zur Lautstärkewippe an der rechten Seite und der Knopf zur manuellen Bildschirmrotation auf der linken Seite.

Wie die meisten neueren Apple-MacBooks integriert auch das HP Envy Rove 20 bereits ein WLAN-Modul, das den neueren, schnelleren 802.11ac-Standard unterstützt. Man braucht aber auch einen entsprechend bestückten Router, um die neue Technik voll ausnutzen zu können. Hat man den nicht, kann man WLAN dank Abwärtskompatibilität auch nach dem 802.11n-Standard nutzen.

Anja Schmoll-Trautmann
Autor: Anja Schmoll-Trautmann
Redakteurin
Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann Anja Schmoll-Trautmann

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