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Nikon Coolpix AW110

Testbericht

Hersteller: Nikon Listenpreis: Fazit:

Die Coolpix AW110 ist eine ausgezeichnete Outdoorkamera, die durch Features wie WLAN, GPS, Kompass und Höhenmeter glänzt. Positiv sind die vielen Einstellmöglichkeiten. Nur das lichtschwache Objektiv trübt den guten Gesamteindruck.

Pro
  • gute Bildqualität
  • viele Einstellmöglichkeiten
  • GPS und WLAN
  • schnelle Serienbilder
Contra
  • lichtschwaches Objektiv
  • Zeitlupe mit stark reduzierter Auflösung
Testurteil
SEHR GUT
7,5
von 10 Punkten
7,5 stars

Test: Nikon Coolpix AW110 – Digicam fürs Fotoabenteuer

Mit Funktionen wie GPS, Kompass, Höhen- und Tiefenmesser ist die Coolpix AW110 eine echte Outdoorkamera. Der CNET-Test zeigt, ob sie auch als Alltagskamera eine gute Figur macht – und wo ihre Schwachstelle liegt.

Wasserdicht bis zu einer Tauchtiefe von 18 Metern, frostsicher bis minus 10 Grad und stoßfest bis zu einer Höhe von 2 Metern – kein Zweifel, die Coolpix AW110 ist für die Outdoor-Fotografie gemacht. Hinzu kommen Features wie GPS, Kompass, Höhenmeter sowie ein Hydro-Barometer zur Anzeige der Tauchtiefe. Für Hobbyfotografen, die sich öfter mal auf Abenteuerurlaub begeben, sind das gute Voraussetzungen.

Gehäuse und Verarbeitung
Das Gehäuse liegt gut in der Hand, alle Tasten und Knöpfe sind ergonomisch richtig platziert, wenn auch etwas klein geraten. Besonders die Tasten auf der Rückseite sind klein und kantig, hier geht man schnell zur Bedienung per Daumennagel über. Gewöhnen muss man sich nur daran, das links oben angebrachte Objektiv beim Fotografieren nicht ständig zu berühren.

In Onlineshops ist die Coolpix AW110 – hier in Blau - schon ab 250 Euro zu haben. (Foto: Nikon)

In Onlineshops ist die Coolpix AW110 – hier in Blau – schon ab 250 Euro zu haben. (Foto: Nikon)

Alle Anschlüsse, der Speicherkartenslot und der Akku sind in einem Fach untergebracht. Das lässt sich über ein dickes Drehrad mit hörbarem Einrastpunkt schließen. Das Rad wirkt auf den ersten Blick überdimensioniert, im Alltag ist diese Lösung aber sehr praktisch. Sie ist jedenfalls bequemer als die bei anderen Herstellern üblichen winzigen Schiebeschalter, die man nur mit dem Einsatz des Fingernagels betätigen kann.

GPS und WLAN benötigen bekanntlich eine Menge Strom. Anwender, die diese Funktionen intensiv nutzen, sollten sich einen zweiten Akku anschaffen. Gut, dass Nikon noch ein externes Ladegerät beilegt. So kann man fotografieren und gleichzeitig den Zweitakku laden.

Die AW110 ist auch in der Tarnfarbe Camouflage erhältlich. (Foto: Nikon)

Die AW110 ist auch in der Tarnfarbe Camouflage erhältlich. (Foto: Nikon)

 

Kernfunktionen der Digicam
Die Frage ist, ob Nikons Outdoorkamera auch als klassische Digicam gute Leistung zeigt und gute Bildqualität, durchdachte Bedienung und praxisnahe Einstellmöglichkeiten verbindet. Das lässt sich durchaus positiv beantworten, allerdings mit einigen Einschränkungen.

Der 1/2,3-Zoll-CMOS-Sensor liefert laut Hersteller 16 Millionen Pixel. Das Nikkor-Objektiv mit 5-fach-Zoom bietet eine Brennweite 28 bis 140 mm (entsprechend Kleinbild), also moderates Weitwinkel bis mittleres Tele. Im Foto-Alltag bietet die Nikon alle Automatik-Funktionen, Motivprogramme und Effektfilter, die in dieser Kameraklasse üblich sind. Die Bilder lassen sich auch noch nachträglich im Wiedergabemodus aufhübschen.

Funktionen für Hobbyfotografen

Bei den Funktionen, auf die Hobbyfotografen besonderen Wert legen, zeigt sich die AW110 ehrgeizig. Fokus und Belichtungsmesser reagieren ausreichend schnell. Sehr positiv ist auch, dass die AW110 über einen Messwertspeicher für Fokus und Belichtung verfügt. Damit kann der Anwender Objekte außerhalb der Bildmitte scharf stellen und optimal belichten. Beim Drücken des Auslösers bis zum ersten Druckpunkt werden die Werte gespeichert, dann richtet man die Kamera auf den gewünschten Bildausschnitt und drückt den Auslöser ganz durch.

Bei der Schärfemessung stehen eine Reihe von Optionen zur Verfügung. Man wählt zwischen der Automatik, die mit neun Messfeldern arbeitet, der Motivverfolgung (AF-Tracking) oder der stark mittenbetonten Messung. Daneben gibt es auch eine manuelle Messung, bei der man zwischen 99 Messpunkten wählt. Nicht anders ist es bei der Belichtung. Hier stehen die Optionen Matrixmessung, mittenbetont und Spot zur Verfügung. Die Makrofunktion erlaubt sogar Fotos aus einem Zentimeter Entfernung.

Beste Voraussetzungen also für ambitionierte Hobbyfotografen, die auch abseits von Tauchsport und Skiurlaub eine gute Allroundkamera wünschen. Ein dicker Wermutstropfen ist in dieser Hinsicht das innenliegende Objektiv. Dessen größte Blendenöffnung beträgt 1:3,9. Es bietet damit eine nur unterdurchschnittliche Lichtstärke und ist für Situationen bei schwachem Licht weniger geeignet. Dann muss man entweder den Blitz zuschalten oder den ISO-Wert stark in die Höhe treiben. Einen gewissen Ausgleich bietet nur der rückseitig beleuchtete Sensor, der wenigstens das vorhandene Licht voll ausschöpft.

Bei gutem Licht hingegen steht die Bildqualität der Nikon der einer durchschnittlichen Kompaktkamera um nichts nach. Der subjektive Farbeindruck auf einem großen 24-Zoll-Monitor: Die Farben wirken warm, natürlich, Details kommen scharf und hochaufgelöst.

Auf der Haben-Seite steht auch das 7,5 Zentimeter große OLED-Display. Mit 614.000 Bildpunkten liefert es ein gestochen scharfes Bild, das sich zudem in fünf Helligkeitsstufen regeln lässt.

Ausgeglichene Farben und gute Detailschärfe zeichnen die Coolpix AW110 aus. (Foto: Mehmet Toprak)

Ausgeglichene Farben und gute Detailschärfe zeichnen die Coolpix AW110 aus. (Foto: Mehmet Toprak)

Schnelle Serienbilder

Zu den Highlights der AW110 gehört die Serienbildfunktion. Diese macht die Kamera mit einer maximalen Geschwindigkeit von 120 Bildern pro Sekunde, sofern die Belichtungszeit so kurz ist, dass sie das zulässt. Allerdings ist nach 50 Bildern Schluss. Diese Einstellung ist daher nur für sehr schnelle Bewegungsabläufe sinnvoll. Stellt man den Modus mit 60 Bildern pro Sekunde ein, macht die Kamera insgesamt 25 Bilder.

Die schnelle Serienbildunktion gehört zu den Highlights der AW110. (Foto: Mehmet Toprak)

Die schnelle Serienbildfunktion gehört zu den Highlights der AW110. (Foto: Mehmet Toprak)

Darüber hinaus gibt es aber auch einen „normalen“ Serienbildmodus mit bis zu acht Bildern in der Sekunde, dabei werden aber nur 6 Fotos hintereinander geknipst.

Zeitlupe mit reduzierter Auflösung

Videos zeichnet die Nikon in Full-HD mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Wünschenswert wäre auch ein Modus mit 60 Bildern pro Sekunde. Daneben gibt es auch einen 720p-Modus (1.280 x 720), ebenfalls mit 30 Bildern. Im Zeitlupenmodus schafft die Kamera laut Datenblatt maximal 240 Bilder pro Sekunde, begnügt sich aber mit einer Auflösung von 320 × 240 im 4:3-Format und einer maximalen Aufzeichnungslänge von zehn Sekunden. Der Ton wird bei der Zeitlupe nicht aufgezeichnet, Zoom, Belichtung und Schärfe sind ebenfalls fix. Insgesamt ist die Video-Leistung der Nikon-Outdoorkamera im Vergleich zu Konkurrenzmodellen eher durchschnittlich

GPS und WLAN

Die Coolpix hat den Anspruch zu den Topmodellen bei den Outdoorkameras zu zählen. Deshalb sind auch GPS und WLAN integriert. Auch Kompass und Höhenmesser sind an Bord. Ein Hydro-Barometer zeigt die Tauchtiefe an.
Das GPS-Modul zeigt die jeweilige Position an auf dem Foto an, zudem kann der Anwender im Wiedergabemodus die Position auf einer einblendbaren Weltkarte markieren lassen. Dazu drückt man nur eine Taste auf der linken Schmalseite der Kamera.

Mit der App Wireless Mobile Utility kann die Coolpix AW110 auch per Smartphone gesteuert werden. Das Foto wird dann auf das Smartphone übertragen. (Screenshot: Mehmet Toprak)

Mit der App Wireless Mobile Utility kann die Coolpix AW110 auch per Smartphone gesteuert werden. Das Foto wird dann auf das Smartphone übertragen. (Screenshot: Mehmet Toprak)

Um WLAN zu nutzen, muss man zuerst die Nikon-App Wireless Mobile Utility aus Googles Play Store oder aus Apples iTunes Store herunterladen. Die App bietet folgende Funktionen: Übertragen der Fotos auf das Mobilgerät, Anzeige des Live-Bilds, Fernauslösung, Zoom, Hochladen der Fotos in ein soziales Netzwerk oder Versender per Mail. Außerdem lässt sich die Kamerauhr mit dem Smartphone abgleichen.

Im Praxistest funktioniert die Verbindung zu einem Android-Smartphone problemlos. Wenn die Verbindung zum Smartphone steht, schaltet sich das Kameradisplay aus. Über die App kann man den Auslöser betätigen und die Brennweite einstellen. Weitere Einstellmöglichkeiten bieten sich beim Fotografieren nicht. Auch Videos lassen sich nicht per Smartphone starten.

Nikon liefert die AW110 in den Farben Orange, Schwarz, Rot und in einer Art Military-Tarnfarbe namens Camouflage. Laut unverbindlicher Preisempfehlung kostet die Nikon 349 Euro, in Onlineshops ist sie schon ab etwa 250 Euro erhältlich.

Fazit: Gut für Actionfotos

Die Coolpix AW110 ist eine ausgezeichnete Outdoorkamera, die in erster Linie durch outdoor-typische Features wie WLAN, GPS, Kompass und Höhenmeter glänzt. Auch die zahlreichen Einstellmöglichkeiten für ambitionierte Anwender sind hervorzuheben.

Als Manko muss das lichtschwache Objektiv gesehen werden. So gesehen ist die AW110 in erster Linie für Action, Sport und Unterwasser geeignet, weniger als Allroundkamera für Hobbyfotografen.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Test: Nikon Coolpix AW110 – Digicam fürs Fotoabenteuer

  • Am 24. November 2013 um 11:53 von Hobby-Fotograf

    Das Fazit im letzten Satz verstehe ich nichtso ganz. Einerseits wird als Manko das lichtschwache Objektiv herausgestellt, andererseits soll die Kamera gerade aus diesm Grunde für Action-, Sport- und UW-Aufnahmen geeignet sein, wo man doch eigentlich lichtstarke Objektive braucht, um möglichst kurze Belichtungszeiten zu erreichen.

    Weiter oben im Text wird die Eignung als Allroundkamera angepriesen, mit den vielen Möglichkeiten für Hobbyfotografen und im Fazit wird sie gerade für diese Gruppe nicht empfohlen.

    Kann mir jemand diese Diskrepanz zwischen Test und Fazit erklären?

    • Am 25. November 2013 um 17:27 von Mehmet Toprak

      Hallo,
      das war so gemeint, dass sich die Eignung als Action-, Sport- oder UW-Kamera in erster Linie aus dem robusten und wasserdichten Gehäuse sowie den Zeitlupen-Modi ergibt. In diesem Einsatzbereich ist ein lichtstarkes Objektiv zwar auch sinnvoll, aber nicht zwingend erforderlich. Beim Kriterium „Allroundkamera“ hingegen ist ein lichtschwaches Objektiv schon ein Nachteil.
      Viele Grüße
      Mehmet Toprak

  • Am 5. April 2015 um 22:26 von Thomas Dinjus

    Einige technische Daten zu dieser Kamera…wieviel wiegt dieses teil?

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