Smartphone Ubuntu Edge: Crowdfunding-Kampagne verfehlt ihr Ziel trotz Rekordsumme von 12,8 Millionen Dollar

Canonicals Crowdfunding-Smartphone Ubuntu Edge hat sein Ziel von 32 Millionen Dollar trotz einer Rekordsumme von 12,8 Millionen Dollar verfehlt und wird vorerst nicht produziert werden. Smartphones mit Ubuntu sollen aber 2014 auf den Markt kommen.

Das schwarmfinanzierte und auf Linux basierende Smartphone Ubuntu Edge wird vorerst nicht produziert werden, da es sein vorgegebenes Ziel von 32 Millionen Dollar verfehlt hat. Mit 12,8 Millionen Dollar kam nicht einmal die Hälfte der angepeilten Summe zusammen. Alle Förderer des Projekts erhalten ihre eingezahlten Beträge innerhalb von fünf Tagen zurück.

Smartphone Ubuntu Edge: Crowdfunding-Kampagne verfehlt sein Ziel trotz Rekordsumme von 12,8 Millionen Dollar (CNET UK)

Ein kleines Trostpflaster gibt es aber dennoch: Mit dem erreichten Betrag hat Canonical einen neuen Rekord für die Plattform Indiegogo und sogar auch für das bekanntere Portal Kickstarter aufgestellt. Bisher wurde dieser von der Smartwatch Pebble mit 10,3 Millionen Dollar gehalten.

Canonicals CEO Mark Shuttleworth äußerte sich in einem Blogbeitrag auf Indiegogo zum Scheitern des Projektes: “Obwohl wir natürlich äußerst gern das Edge gebaut hätten, um die Möglichkeiten von Ubuntu auf Smartphones zu demonstrieren, werden die erreichte Unterstützung und Aufmerksamkeit sehr hilfreich sein, wenn andere Ubuntu-Smartphones 2014 auf den Markt kommen. Tausende von euch möchten gern ein Ubuntu-Phone besitzen und glauben an unsere Vision eines Zusammenwachsens der Geräteklassen. Seid versichert, dass ihr nicht mehr lange warten müsst.”

Konkret habe die öffentliche Aufmerksamkeit sehr bei Verhandlungen mit großen Herstellern geholfen, schreibt Shuttleworth. “Wir haben auch schon viele der größten Mobilfunknetzbetreiber in unsere Ubuntu Carrier Advisory Group aufnehmen können. Sie alle haben diese weltweite Diskussion über Ubuntu und den Wunsch nach Innovationen genau beobachtet.”

Auf dem 4,5 Zoll großen Ubuntu Edge sollte dank Dual-Boot-Unterstützung neben Ubuntu Phone auch Android laufen. Via HDMI an einen Monitor angeschlossen, hätte es sich wie ein vollwertiger Ubuntu-PC nutzen lassen. Das US-Medienunternehmen Bloomberg war mit 80.000 Dollar (0,25 Prozent der geforderten Summe) größter Förderer.

Bis 15. September läuft derzeit noch der zweite Programmierwettbewerb rund um das Smartphone-Betriebssystem Ubuntu Touch. Beiträge können bisher unveröffentlicht oder Portierungen sein. Die Teilnehmer haben die Wahl aus einer ganzen Reihe von Programmiersprachen: C++ mit Qt, JavaScript mit QML, HTML 5 mit SDK-Stylesheets oder OpenGL.

[Mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

Autor: Christian Schartel
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